Dabei wird es neben einer Bestandsaufnahme auch darum gehen, wie mit vorhandenen Ressourcen, neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und digitalen Therapie-Ansätzen mehr Menschen seelisch gesund werden oder bleiben. Ein Mitschnitt des Abends erscheint zeitnah im Akademie-Podcast „Wissenschaft als Kompass“.
Jede vierte erwachsene Person in Deutschland ist von Depression und Angststörung betroffen. So lautet ein zentrales Ergebnis des Robert Koch Instituts aus dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024. Die Daten würden auf eine weiterhin verschlechterte psychische Gesundheit in der Bevölkerung hinweisen. Bei der Suche nach möglichen Ursachen verweist das RKI auf die Polykrise in den vergangenen Jahren: Corona-Pandemie, Klimakrise und Kriege stressen die Psyche ebenso wie die wirtschaftliche Rezession und ein steigendes Armutsrisiko. Zugleich gäbe es eine gestiegene Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit. Soziale Medien mit zahlreichen mehr oder weniger qualifizierten Mental-Health-Influencern sorgen für Aufklärung, können aber auch zu einer Überpsychologisierung vom normalen Auf und Ab des seelischen Wohlbefindens führen.
Die Nachfrage nach psychotherapeutischer Hilfe ist hoch, die Wartezeit für Therapie in der Regel jedoch lang. Gerade für Kinder und Jugendliche wiegen lange Wartezeiten doppelt schwer, weil ihre Entwicklungsprozesse dynamisch sind und seelische Probleme diese Prozesse stark belasten. Das aktuelle Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung zeigt, dass ein Viertel der Schülerinnen und Schüler „überdurchschnittlich psychisch belastet“ sei. Das Wohlbefinden der jungen Generation verschlechtert sich demnach erstmals wieder nach der Pandemie.
Die Podiumsdiskussion fokussiert Fragen wie:
• Wie klar lassen sich die Ursachen für die aktuelle Lage der psychischen Gesundheit benennen?
• Was hilft, um die psychische Gesundheit grundsätzlich zu verbessern?
• Was müsste gesellschaftlich passieren?
• Welche wissenschaftlichen Ideen gibt es, um mit den vorhandenen Therapie-Konzepten und Ressourcen mehr Menschen zu helfen?
• Wären kürzere Therapien sinnvoll?
• Welche neuen, auch digitalen Therapie-Ansätze gibt es?
Auf dem Podium:
• Prof. Dr. Tania Lincoln, Leiterin des Arbeitsbereichs Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Hamburg, Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
• Prof. Dr. Sarah Hohmann, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
• Dr. Gitta Jacob, Head of Clinical Programs & R&D der GAIA AG
• Martin U. Müller, Redakteur beim Magazin „Der Spiegel“
Moderation: Birgit Langhammer, Journalistin, NDR Info
Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und im Akademie-Podcast „Wissenschaft als Kompass“ zu hören sein: https://www.awhamburg.de/mediathek/podcasts.html
Dokumentation der Veranstaltungsreihe „Akademie aktuell“ ➤ https://www.awhamburg.de/mediathek/akademie-aktuell.html
Hinweise zur Teilnahme:
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Für die Teilnahme im Baseler Hof ist eine Anmeldung erforderlich unter veranstaltungen@awhamburg.de
Sie erhalten von uns eine Bestätigung.
Termin:
21.05.2026 19:00 - 21:00
Anmeldeschluss:
21.05.2026
Veranstaltungsort:
Gartensaal vom Hotel Baseler Hof,
Esplanade 15
20354 Hamburg
Hamburg
Deutschland
Zielgruppe:
Journalisten, jedermann
E-Mail-Adresse:
Relevanz:
überregional
Sachgebiete:
Gesellschaft, Informationstechnik, Medizin, Politik, Psychologie
Arten:
Seminar / Workshop / Diskussion
Eintrag:
20.04.2026
Absender:
Dagmar Penzlin
Abteilung:
Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Veranstaltung ist kostenlos:
ja
Textsprache:
Deutsch
URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de//mobile/de/event81431
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