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31.01.2012 12:23

Schwerhörig durch Lärm?

Dr. Uta von der Gönna Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Jena

    Gutachter diskutieren in Jena Fragen zur berufsbedingten Lärmschwerhörigkeit

    Mit der Berufskrankheit Lärmschwerhörigkeit beschäftigt sich das 16. Jenaer Fort- und Weiterbildungskolloquium zu Gutachten in der Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde, das am 3. und 4. Februar am Universitätsklinikum Jena stattfindet. Die etwa einhundert Teilnehmer - Ärzte, Vertreter von Berufsgenossenschaften und Juristen aus dem gesamten Bundesgebiet - widmen sich in diesem Jahr als Hauptthema den Ursachen und der Begutachtung dieser Berufskrankheit. Sie wird deutschlandweit am häufigsten anerkannt, allein im Jahr 2010 in 5606 Fällen. So stellen Experten der Berufsgenossenschaften und ärztliche Gutachter am Samstag die als „Königsteiner Empfehlung“ neu überarbeitete Richtlinie für die Begutachtung der Lärmschwerhörigkeit vor. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge zur Begutachtung von Atemwegserkrankungen und berufsbedingten Allergien.

    Der Praxisbezug des Kurses entsteht durch die Vorstellung von Gutachtenfällen, die aus Sicht der Berufsgenossenschaften, der Sozialgerichtsbarkeit und des medizinischen Sachverständigen besprochen werden. Das Verstehen und Eindenken in rechtliche Begriffe muss dabei immer wieder trainiert werden. „Die meisten Kollegen sind hauptberuflich als HNO-Ärzte in Klinik und Praxis tätig. Ob ich aber einen Patienten in der Praxis wegen einer Ohrerkrankung behandle oder einen Versicherten wegen des Verdachts auf eine Lärmschwerhörigkeit gutachterlich untersuche, sind zwei sich deutlich unterscheidende Bereiche der ärztlichen Tätigkeit. Diese richtig voneinander zu trennen, fällt auch erfahrenen Gutachtern nicht immer leicht“, erläutert Oberärztin Dr. Gerlind Schneider, die den Kurs organisiert. Der Jenaer Kurs bietet bundesweit einmalig eine regelmäßige Schulung zu Gutachtenfragen im HNO-Bereich.

    16. Jenaer Fort- und Weiterbildungskolloquium „Gutachten in der HNO-Heilkunde“
    3. und 4. Februar 2012
    Klinik für Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Jena
    Lessingstraße 2, Jena

    Ansprechpartner:
    Dr. Gerlind Schneider
    Klinik für HNO-Heilkunde, Universitätsklinikum Jena
    Tel. 03641/935015
    E-Mail: Gerlind.Schneider[at]med.uni-jena.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Medizin
    regional
    Wissenschaftliche Tagungen, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


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