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14.11.2012 13:34

„Ein Leuchtturm der Lehrerbildung“

Verena Loos Presse & Kommunikation
Pädagogische Hochschule Heidelberg

    Die PH Heidelberg hat das Akademische Jahr 2012/2013 eröffnet und gleichzeitig ihr Jubiläumsjahr beendet: Im Rahmen einer akademischen Matinee feierte die Hochschule ihr 50-jähriges Bestehen, verlieh die Honorarprofessur an Dr. Nike Wagner und ehrte sowohl herausragende Abschlussarbeiten von Studierenden als auch das internationale Engagement ihrer Lehrenden. Dabei waren neben dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Herrn Dirk Niebel (MdB), und dem Fraktionssprecher für Wissenschaft, Forschung und Innovation, Herrn Dr. Schmidt-Eisenlohr (MdL), zahlreiche weitere namenhafte Gäste anwesend.

    In ihrer Begrüßungsansprache ging Rektorin Prof. Dr. Wellensiek insbesondere auf die Neuorientierung der Hochschule ein, bei der es laut Wellensiek „um ein aktives Gestalten der Zukunft der Lehrerbildung am Standort Heidelberg“ geht. Im vergangenen Jahr hatte Ministerin Bauer der Rektorin das politische Mandat erteilt, diese Entwicklungsaufgabe mit allen Lehrerbildenden Einrichtung der Metropolregion anzugehen: „Mit unseren jeweiligen Stärken und intelligenten Kooperationen können wir genau die Diversität an Lehrerinnen und Lehrern hervorbringen, die die Schulen des 21. Jahrhunderts benötigen“, ist Wellensiek überzeugt. Aber nicht nur der Standort Heidelberg, auch die Pädagogische Hochschule habe sich in den letzten Jahren als Ort von Forschung, Schulbegleitung und Weiterbildung entwickelt. Und so teilte die Rektorin die Vision des Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenz der PHs, Prof. Dr. Fix, dass „die letzten Pädagogischen Hochschulen Deutschlands die ersten bildungswissenschaftlichen Universitäten der Republik werden könnten“.

    Ole Müller, Vorsitzender der Studierendenvertretung, betonte in seiner Begrüßung zwar ebenfalls die Leistungen der Hochschule, äußerte aber gleichzeitig die Sorge, dass sich die steigenden Studierendenzahlen negativ auf die Qualität des Studiums auswirken könnten. In seinem Grußwort bekannte sich Prof. Dr. Esser, Preisstifter des Karin und Carl-Heinrich Esser-Preises, dann zum inklusiven Gedanken und lobte die freiwillige Selbstverpflichtung der PH Heidelberg zur individuellen Förderung aller Lernenden. Die Hochschule leiste hier wichtige (Forschungs-)Arbeit.

    Wellensiek freute sich anschließend, die Honorarprofessur an Dr. Wagner verleihen zu können. In seiner Laudation betonte Prof. Dr. Zenkert, Dekan der Fakultät II, sowohl die wissenschaftlichen Leistungen Wagners als auch ihre Arbeit als Gründerin und Leiterin des Kunstfestes Weimar. Ihr Wirken mache sie zu der idealen Besetzung für eine bildungswissenschaftliche Hochschule. In ihrem Vortrag über den Zusammenhang von Kunst, Kommerz und Konsum stellte Prof. Dr. Wagner dann eindrucksvoll und pointiert ihr breites Spektrum des kulturellen Lebens der Gegenwart dar.

    Neben der Verleihung der Honorarprofessur würdigte die Hochschule auch herausragende Abschlussarbeiten ihrer Studierenden. Seit vielen Jahren besteht die Tradition, die von Herrn Ehrensenator Michael Raubal gestifteten Preise mit je 500 Euro Preisgeld zu verleihen: 2012 wurden Julia Säger, Katharina König, Samira Hermenau sowie Johannes Meyer geehrt. Der Karin und Carl-Heinrich Esser-Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und würdigt herausragende Leistungen bei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten, die einen Beitrag zur Förderung der inklusiven Pädagogik bzw. Didaktik leisten. Geehrt wurden Anne Wind, Selahattin Çetin und Nina Bolek. „Die insgesamt sieben Arbeiten gewähren uns exemplarische Einblicke in die Vielfalt der Themen, die derzeit an unserer Hochschule in unterschiedlichen Studiengängen bearbeitet werden“, so Prof. Dr. Härle, Prorektor der PH Heidelberg.
    Die Prorektorin für Forschung, Internationalität und Diversität, Prof. Dr. Sliwka, vergab anschließend sowohl den DAAD-Preis für ausländische Studierende als auch erstmals den von der Hochschule selbst geschaffenen „Goldenen Zugvogel“. Der DAAD-Preis ging an den chilenischen Doktoranden Eduardo Bacqet-Pérez. Mit dem „Goldenen Zugvogel“ wurde Prof. Dr. Dr. h.c. von Carlsburg ausgezeichnet; von Carlsburg erhielt den Preis für die exzellente Betreuung von Studierenden, die ein Auslandspraktikum in Litauen absolvieren. Prof. Dr. Schallies wurde für sein Lebenswerk in der Internationalisierung der Lehrerbildung geehrt.

    In seinen Abschlussworten betonte Prof. Dr. Schwark, Vorsitzender des Hochschulrats, dann nochmals die Leistungen der PH Heidelberg in den letzten 50 Jahren sowie insbesondere im letzten Jahr: Die Hochschule habe sich sowohl nach Außen als auch nach Innen als „Leuchtturm der Lehrerbildung“ etabliert.

    Beim anschließenden Empfang äußerte sich Rektorin Wellensiek zufrieden über die große Zahl der Gäste, „die mit uns zusammen das Akademische Jahr eröffnet habe und so ihr Interesse an der PH Heidelberg zum Ausdruck bringen“. Die Rektorin freute sich außerdem auf das nächste Jahr: „Da gibt zwar viel zu tun, aber es lohnt sich, unsere Kraft zu investieren!“


    Weitere Informationen:

    http://www.ph-heidelberg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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