Informationsdienst Wissenschaft
     Deutsch / English 

Pressemitteilung

60. Jahrestagung der Dt. Ges. f. Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS), 14. bis 17. September 2005, Köln: Bald verbesserte Behandlung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
Medizin - Kommunikation, Pressearbeit
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
18.07.2005 19:05
Köln - Mediziner erwarten in den nächsten Jahren deutliche Fortschritte in der Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (CED). Obwohl die Ursachen von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa nach wie vor nicht im Einzelnen bekannt sind, hat das Verständnis der Erkrankungen in den vergangenen Jahren sprunghaft zugenommen. "Diese Erkenntnisse sind bereits in neue, innovative Therapien umgesetzt worden und werden auch künftig die Behandlung der Patienten verbessern", meint Professor Dr. med. Torsten Kucharzik vom Universitätsklinikum Münster. Was chronisch entzündliche Darmerkrankungen verursacht und wie sie behandelt werden können sind Themen der 60. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, die vom 14. bis 17. September 2005 in Köln stattfindet.
Man weiß heute, dass genetische Ursachen, Störungen der Immunreaktion, Bakterien und Umweltfaktoren gemeinsam an der Entstehung von CED beteiligt sind. Beim Morbus Crohn brachte die Entdeckung eines Krankheitsgens kürzlich einen Durchbruch für das Verständnis der zugrundeliegenden Vorgänge. Wissenschaftler vermuten, dass Mutationen in dem NOD2 genannten Gen die Abwehr gegen Bakterien schwächt und diese somit vermehrt in die Schleimhaut des Darms eindringen können. Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Patienten mit einer NOD2-Mutation auch weniger Defensine bilden - kleine Eiweißstückchen mit antimikrobieller Wirkung. Das vermehrte Eindringen der Bakterien in die Schleimhaut aktiviert dann vermutlich das Immunsystem und ruft die typischen Entzündungsreaktionen hervor.

Tagungspräsident Professor Dr. med. Wolfgang Kruis, Chefarzt der Inneren Abteilung im Evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk, bietet auch Patienten eine Informationsplattform zu CED: Im Arzt-Patienten-Seminar der Dt. Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung e.V. erläutern Experten den aktuellen Wissenstand.

TERMINHINWEISE:
Pressekonferenzen:
Mittwoch, 7. September 2005, 11 bis 12 Uhr
Donnerstag, 15. September 2005, 13 bis 14 Uhr, Konferenzraum D,
Congress-Centrum West KölnMesse

Forschungsforum 5:
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen - Ansätze zur Klärung der Ätiologie
Vorsitz:
Prof. Dr. med. Torsten Kucharzik, Universitätsklinikum Münster
Prof. Dr. med. Markus Neurath, Universitätsklinikum Mainz
Donnerstag, 15. September 2005, 16 bis 17.30 Uhr
Konferenzraum A, Congress-Centrum West KölnMesse

Hauptthema 6: Chronisch entzündliche Darmerkrankungen - Bakterien und die Genetik als Schlüssel zur Pathogenese
Vorsitz:
PD Dr. med. Max Reinshagen, Städtisches Klinikum Braunschweig
Prof. Dr. med. Jürgen Schölmerich, Universitätsklinikum Regensburg
Freitag, 16. September 2005, 16 bis 17.30 Uhr
Großer Auensaal, Congress-Centrum West KölnMesse

Arzt-Patienten-Seminar DCCV (Dt. Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung e.V.)
Vorsitz:
Prof. Dr. med. Rolf Behrens, Universitätskinderklinik Erlangen
Prof. Dr. med. Tilo Andus, Klinikum Stuttgart
Samstag, 17. September 2005, 9 bis 13.30 Uhr
Kleiner Auensaal, Congress-Centrum West KölnMesse

Akkreditierung für Journalisten/Medien:

_ Ich werde die 60. Jahrestagung der DGVS persönlich besuchen.

_ Bitte vermitteln Sie mir ein Interview mit Prof. Dr. med. Torsten Kucharzik.

_ Ich kann leider nicht teilnehmen. Bitte senden Sie mir die Presseunterlagen
_ per Print
_ per Mail

Name:
Medium:
Adresse:
Tel./E-Mail:

Ihr Kontakt für Rückfragen:
Pressestelle DGVS
Beate Schweizer
Pf 30 11 20, 70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931 295, Fax: - 167
E-Mail: info@medizinkommunikation.org
Internet: www.dgvs.de
Weitere Informationen:

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news121801

Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional

Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen Deutsch

print Druckansicht