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09.11.2018 - 09.11.2018 | Freiburg im Breisgau

herOES - feierlicher Launch des Compendium heroicum

Helden bewegen Gesellschaften. Ihre Erforschung verlangt nach Öffentlichkeit. Der Freiburger Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ und das Projekt Open Encyclopedia System (OES) der Freien Universität Berlin haben gemeinsam eine digitale Plattform entwickelt, die Heldenforschung auf zeitgemäße Weise zugänglich macht: Wir laden Sie herzlich ein, mit uns die Eröffnung des Compendium heroicum zu feiern.

Was ist das Compendium heroicum?

Das Compendium heroicum ist das Online-Lexikon des Sonderforschungsbereichs 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Als interdisziplinäres Referenzwerk bildet es den aktuellen Forschungsstand über Helden und Heldinnen ab und bietet Erläuterungen zu zahlreichen Phänomenen des Heroischen, seiner Figuren, Funktionen, Semantiken, Medialität und sozialen Praxis. So schlüsselt das Compendium heroicum die vielfältigen Prozesse der Heroisierung auf, durch die Helden und Heldinnen in unterschiedlichen Kulturen hervorgebracht wurden und werden.

Held(inn)en erleben eine Renaissance: Sie sind allgegenwärtig in politischen Diskursen, in der Populärkultur und in ethischen Debatten. Das Bedürfnis nach heroischen Figuren wirft Fragen auf, die der Freiburger Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ beantworten will: Wie können Helden zugleich als außergewöhnlich gelten und zur Nachahmung auffordern? Wie können sie Grenzen überschreiten und dennoch moralische Orientierung bieten? Auf welche Weise erschaffen sich Gesellschaften ihre Helden und verhandeln an ihnen ihr Selbstverständnis?

Angesichts der gegenwärtigen Relevanz des Themas trägt die Heldenforschung besondere Verantwortung, die Öffentlichkeit auf möglichst einfache und zugängliche Weise an ihren Erkenntnissen teilhaben zu lassen. Das Online-Lexikon Compendium heroicum ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Der Sonderforschungsbereich 948 und das Projekt Open Encyclopedia System (OES) der Freien Universität Berlin haben sich zusammengeschlossen, um mit dem Compendium heroicum eine offene digitale Plattform zu erschaffen, die einer breiten Öffentlichkeit ebenso wie dem Fachpublikum den direkten Zugriff auf zentrale Ergebnisse unserer Forschung ermöglicht.

Das Compendium heroicum ist ein Pionierprojekt, das aus den Potenzialen der Digital Humanities schöpft und diese erweitert. Offene Standards werden konsequent umgesetzt, denn das Compendium heroicum basiert auf Open Source-Software und veröffentlicht seine Inhalte unter einer Open Access-Lizenz. Die benutzerfreundliche Plattform garantiert die problemlose Zugänglichkeit und nachhaltige Verfügbarkeit der Forschungsergebnisse. Damit setzt das Compendium heroicum nicht nur neue Maßstäbe für die Präsentation geisteswissenschaftlicher Erkenntnisse. Es entwirft ein von Forschungsgemeinschaften einfach zu realisierendes Modell, das gewonnene Wissen auf zeitgemäße und transparente Weise mit einem breiten Publikum zu teilen.

https://www.compendium-heroicum.de

Was ist der Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“?

Der Sonderforschungsbereich 948 „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ an der Universität Freiburg untersucht seit 2012 das Heroische als soziales Phänomen in einer kulturübergreifenden Langzeitperspektive von der Antike bis heute. Besonderes Interesse gilt dabei den sozialen Ordnungen, die durch Heldenfiguren stabilisiert, aber auch in Frage gestellt werden. Das Vorhaben will ergründen, wann und auf welche Weise Held(inn)en als gestalthafter Fokus der Selbstverständigung von Gemeinschaften dienen. Es zielt darauf ab zu erklären, wie kulturelle, historische, soziale und mediale Faktoren das jeweils als heroisch Erachtete prägen. In seiner transdisziplinären Ausrichtung vereint der Sonderforschungsbereich 948 Vertreterinnen und Vertreter der Geschichts-, Literatur- und Bildwissenschaften sowie der Soziologie und Theologie in 16 Teilprojekten.

http://www.sfb948.uni-freiburg.de

Was ist das Open Encyclopedia System?

Das Open Encyclopedia System (OES) ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes, gemeinsames Projekt des Center für Digitale Systeme / Universitätsbibliothek, des Friedrich-Meinecke-Instituts und des Centrum Modernes Griechenland (alle Freie Universität Berlin) sowie der Bayerischen Staatsbibliothek München. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer webbasierten Open-Source-Plattform, mit der sich geistes- und sozialwissenschaftliche Online-Enzyklopädien erstellen und betreiben lassen. Die auf OES basierenden Enzyklopädien stellen ihre wissenschaftlichen Inhalte im Wesentlichen gemäß den Prinzipien des Open Access weltweit zur kostenlosen Nutzung und Verbreitung zur Verfügung.

http://www.open-encyclopedia-system.org

Hinweise zur Teilnahme:
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Sonderforschungsbereichs 948 stehen für Medienanfragen und Interviews zur Verfügung. Journalistinnen und Journalisten werden gebeten, sich vorab zur Koordinierung der Interviews an die Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Universität Freiburg zu wenden.

Kontakt: info@pr.uni-freiburg.de, Tel.: +49 (0) 761/203-4302

Termin:

09.11.2018 18:00 - 20:00

Anmeldeschluss:

22.10.2018

Veranstaltungsort:

Peterhofkeller, Niemensstraße 10
79098 Freiburg im Breisgau
Baden-Württemberg
Deutschland

Zielgruppe:

Journalisten, Wissenschaftler

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Informationstechnik, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften

Arten:

Ausstellung / kulturelle Veranstaltung / Fest

Eintrag:

14.08.2018

Absender:

Rudolf-Werner Dreier

Abteilung:

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event61242


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