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02.07.2019 - 03.07.2019 | Bonn

ZWM-Jahrestagung 2019 Wissenschaft in der Gesellschaft

Was kann Wissenschaftsmanagement dazu beitragen, einerseits im Umfeld von Citizen Science und Fake News Vertrauen zurückzugewinnen und zu erhalten, und andererseits die Einhaltung wissenschaftlicher Qualitätsansprüche zu wahren, auch wenn externe „Abnehmer“ mit Forschungsergebnissen umgehen.
Die Tagung richtet sich an die Scientific Community; v.a. an WissenschaftsmanagerInnen auf allen Ebenen, die ihre Perspektive einbringen und in einen professionsbezogenen Gedankenaustausch eintreten wollen.

Die State of the Art-Tagung 2019 des ZWM vom 02. bis 03.07.2019 im Wissenschaftszentrum Bonn ist dem Thema ‚Wissenschaft in der Gesellschaft – Selbst- und Fremdwahrnehmung von Qualität und Verantwortung‘ gewidmet. Mit der Tagung trägt das ZWM zu einer gegenwärtig hoch relevanten und vielschichtigen Debatte bei.

Wissenschaft folgt einer Eigenrationalität und kann dafür auf eine verfassungsrechtlich geschützte Freiheitsgarantie vertrauen. In vielen Staaten gibt es einen gesellschaftlichen Konsens darüber, dass Forschung eine wesentliche Grundlage für den Fortschritt der Menschheit ist. Sie dient der Wissensvermehrung und fördert Gesundheit, Wohlstand und Sicherheit der Menschen sowie den Schutz der Umwelt. In die gesellschaftliche Resonanz mischen sich allerdings zunehmend Skepsis, wenn nicht offenes Ressentiment.

Immer wieder geraten Projekte in die öffentliche Kritik, weil an deren Finanzierung oder an der Art ihrer Durchführung Anstoß genommen wird. Auch das Missbrauchsrisiko von unbestritten nützlichen Forschungsergebnissen durch Dritte zu schädlichen Zwecken (Dual-Use-Problematik) oder unwägbare Folgenabschätzungen für innovative Ansätze führen zu Verunsicherung. Fahrlässiges oder vorsätzliches Fehlverhalten von WissenschaftlerInnen erschüttert die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft.

Die Gesellschaft erwartet legitimerweise von der Wissenschaft, dass bei ihren wissenschaftlichen Leistungen die Qualitätsstandards und die gute wissenschaftliche Praxis des jeweiligen Faches eingehalten werden, dass die Wissenschaft mit ihrem Expertenwissen zum Gemeinwohl beiträgt und nicht vorrangig verborgene Eigeninteressen verfolgt. Die Wissenschaft setzt auf Selbstkontrolle und vertraut darauf, angemessen mit Ressourcen ausgestattet zu werden, um die Anforderungen auch auf hohem Qualitätsniveau erfüllen zu können und unter förderlichen Rahmenbedingungen zu arbeiten.

Wissenschaftlich erfolgreiche Forschung erfordert Transparenz vor allem durch einen freien Informationsaustausch und die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen. Die einen werden publiziert, die anderen in akademischer Lehre vermittelt. Der Wissenstransfer erreicht dank größerer Bildungsbeteiligung, verstärkter Weiterbildungsaktivitäten und nahezu unbegrenzter Kommunikationsformen mehr und diverse gesellschaftliche Gruppen. Die so genannte Dritte Mission ist ein expliziter Aufruf zur Beteiligung an der Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnis. Häufig als ein Beitrag zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung gedacht, stellt sich aber auch und gerade in diesem Bereich die Frage nach der wissenschaftlichen Qualität und nach der Relevanz der Beiträge.

Aus dieser komplexen Gemengelage entstehen vielfältige Spannungsverhältnisse, mit denen die AkteurInnen umzugehen haben. Verantwortliche in Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssen diese Spannungsverhältnisse nach innen und außen vermitteln und austarieren. Wissenschaft muss sich immer wieder neu in der Gesellschaft verorten.

In fünf Arbeitsgruppen werden die TeilnehmerInnen verschiedene Handlungsfelder bearbeiten: Studiengangentwicklung, die gute wissenschaftliche Praxis / das Ombudswesen, Öffentlichkeitsarbeit, Forschungs- und Innovationsmanagement. Dazu kommt ein Praxisbericht aus dem Prorektorat für Gesellschaftliche Verantwortung, Diversität & Internationalitätder Universität Duisburg-Essen.

Den Eröffnungsvortrag hält Prof. Dr. Antonio Loprieno, Rektor a.D. der Universität Basel und Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz.

Am Abend des ersten Veranstaltungstages steht ein Podiumsgespräch unter dem Motto „Im Zweifel für die Freiheit? Gesellschaftliche Ansprüche und wissenschaftliche Praxis“ - moderiert von Dr. Patrick Honnecker, Dezernent Kommunikation und Marketing der Universität zu Köln. TeilnehmerInnen des Podiumsgesprächs werden u.a. sein: Dr. Christine Burtscheidt, Leiterin Wissenschaftspolitik und Strategieprozesse, Max-Planck-Gesellschaft; Barbara Frenz, Geschäftsführerin der Schleyer-Stiftung sowie Prof. Dr. Klaus Tanner, Professor für Systematische Theologie und Ethik, Universität Heidelberg und Mitglied der Wissenschaftlichen Kommission Wissenschaftsethik der Leopoldina.

Hinweise zur Teilnahme:
Diskutieren Sie mit hochkarätigen Impulsgeberinnen und Impulsgeber aus dem In- und Ausland und mit einem spannenden Auditorium. Die Tagung richtet sich an die Scientific Community und ihre Stakeholder; besonders wendet sie sich an WissenschaftsmanagerInnen auf allen Ebenen, die eingeladen sind, ihre Perspektive in das Thema einzubringen, in einen professionsbezogenen Gedankenaustausch einzutreten und sich lösungsorientiert zu vernetzen.

Termin:

02.07.2019 ab 10:00 - 03.07.2019 13:30

Anmeldeschluss:

24.06.2019

Veranstaltungsort:

Wissenschaftszentrum Bonn
Ahrstraße 45
53175 Bonn
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

Zielgruppe:

Wissenschaftler

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

fachunabhängig

Arten:

Konferenz / Symposion / (Jahres-)Tagung

Eintrag:

13.05.2019

Absender:

Theo Hafner

Abteilung:

Interaktion und Kommunikation

Veranstaltung ist kostenlos:

nein

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event63679

Anhang
attachment icon Programm ZWM-Tagung "Wissenschaft in der Gesellschaft – Selbst- und Fremdwahrnehmung von Qualität und Verantwortung"

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