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08.11.2021 - 08.11.2021 | Hagen

SmartFly - ein Beitrag zum sicheren und grünen Fliegen

Der völlige Ausfall des Flugzeugantriebs stellt für jede Pilotin/jeden Piloten ein schwerwiegendes Problem dar. So muss unter enormem Stress in kürzester Zeit ein Notlandefeld ausgewählt und unter den vorhandenen Windbedingungen ein Gleitpfad dorthin abgeflogen werden. Das Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität hat hierfür Lösungen entwickelt. Dazu wurden neue Methoden erdacht, um anhand von Geodaten automatisch Notlandefelder zu identifizieren und Gleitpfade effizient zu berechnen.

Der vollständige Ausfall des Flugzeugantriebs stellt für jede Pilotin/jeden Piloten ein schwerwiegendes Problem dar, das sowohl schnelles als auch zielgerichtetes Handeln erfordert. So muss unter enormem Stress in kürzester Zeit ein Notlandefeld ausgewählt und unter den vorhandenen Windbedingungen ein Gleitpfad dorthin abgeflogen werden. Das Lehrgebiet Rechnerarchitektur hat für dieses Problem wirkungsvolle Lösungen entwickelt.

Dazu wurden neue Methoden erdacht, um anhand von Geodaten automatisch Notlandefelder zu identifizieren und Gleitpfade sehr effizient zu berechnen. So wurde beispielsweise für Nordrhein-Westfalen mit Hilfe künstlicher neuronaler Netze eine Datenbank mit mehr als 100.000 Notlandefeldern für Kleinflugzeuge bestimmt. Mit einem neuen Ansatz zur Berücksichtigung der Windsituation konnte die Gleitpfad-Berechnung um sechs Zehnerpotenzen beschleunigt werden, so dass ein Gleitpfad selbst auf einem handelsüblichen Tablet-PC in etwa einer Millionstel-Sekunde berechnet werden kann. Damit können während des Fluges permanent zahlreiche Gleitpfade bestimmt und der beste ausgewählt werden.

Das im Vortrag vorgestellte Notlandeassistenzsystem Safe2Land wurde sowohl im Flugsimulator als auch in realen Flugzeugen erfolgreich erstellt. Neben computer-assistierten Notlandungen, die manuell von Piloten durchgeführt wurden, sind auch Notlandungen mit Autopilot möglich. Für künftige Flugzeuge mit Single Pilot Operation (SPO) oder auch Airtaxis sowie unbemannte Flächendrohen gibt es vielfältige Safe2Land-Anwendungen.

Darüber hinaus besteht seit 2020 auch eine enge Kooperation mit der Deutschen Flugsicherung (DFS). Im Projekt Energy Efficient Landing Approaches (EELA) werden die Algorithmen von Safe2Land eingesetzt, um bei Landungen von Verkehrsflugzeugen den Treibstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Lärmpegel zu reduzieren.

Zum Test der Algorithmen wurde vom Team des Lehrgebiets Rechnerarchitektur eigens ein spezieller Forschungs-Flugsimulator konstruiert, der im Anschluss an den Vortrag eingeweiht wird. Die Arbeitsweise des Notlandeassistenzsystems kann Interessierten dann auf dem neuen FernUni-Flugsimulator praktisch vorgeführt werden.

Hinweise zur Teilnahme:
Die Veranstaltung ist öffentlich, alle Interessierten sind willkommen. Für eine persönliche Teilnahme ist eine Anmeldung notwendig. Eine Teilnahme am Vortragsteil per Zoom ist ebenfalls möglich:

https://e.feu.de/safe2land
Meeting-ID: 638 4472 5578
Kenncode: Safe2Land

Da sich aufgrund der Corona-Pandemie voraussichtlich nur eine begrenzte Anzahl Personen vor Ort versammeln darf, bitten wirr diejenigen, die persönlich teilnehmen möchten, um Anmeldung per E-Mail.

Termin:

08.11.2021 17:00 - 20:00

Veranstaltungsort:

Gebäude 2 (Seminargebäude der FernUniversität), Universitätsstr. 33, Raum 4 und 5, im Anschluss Vorführung des Forschungs-Flugsimulators des Lehrgebietes im Gebäude 3, Universitätsstr. 11, Erdgeschoss, Bereich I
58097 Hagen
Nordrhein-Westfalen
Deutschland

Zielgruppe:

Journalisten, jedermann

Relevanz:

überregional

Sachgebiete:

Elektrotechnik, Informationstechnik, Physik / Astronomie, Verkehr / Transport, Wirtschaft

Arten:

Vortrag / Kolloquium / Vorlesung

Eintrag:

25.10.2021

Absender:

Stephan Düppe

Abteilung:

Stabsstelle 2 – Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Veranstaltung ist kostenlos:

ja

Textsprache:

Deutsch

URL dieser Veranstaltung: http://idw-online.de/de/event70028


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