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20.01.2006 11:00

Höchste Auszeichnung für TU-Chemikerin: Maria Elisabeth Michel-Beyerle erhält Maximiliansorden

Dieter Heinrichsen M.A. Corporate Communications Center
Technische Universität München

    Biologische Lichtnutzung - Supraleiter-Forschung - Diagnostik-Chips

    Professorin Maria Elisabeth Michel-Beyerle, Extraordinaria für Physikalische Chemie der TU München i.R., wird am 23. Januar 2006 von Ministerpräsident Stoiber mit dem Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet. Mit diesem Orden spricht der Freistaat Persönlichkeiten Dank und Anerkennung aus, "die mit ihrem Lebenswerk in Wissenschaft und Kunst Maßstäbe gesetzt und damit auch zu einem lebenswerten Bayern beigetragen haben", wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei heißt.

    Im Zentrum des wissenschaftlichen Werkes von Frau Michel-Beyerle steht der Ladungstransfer in biologischen Systemen. Früh erkannte sie die Bedeutung der Spindynamik bei der Radikalpaar-Rekombination, die sie mit Magnetfeldern zu beeinflussen wusste. Erst kürzlich gelang es ihr, mit einem supraleitenden Magneten und einem Femtosekunden-Lasersystem Spinbewegungen zu verfolgen, die um drei Größenordnungen schneller sind als alles bisher beobachtete.

    Fasziniert von der Funktion des photosynthetischen Reaktionszentrums bei der Energieumwandlung des Lichts hat sie mit ihrem ausgeprägten Sinn für "heiße" Themen und starke Partner den hoch erfolgreichen Sonderforschungsbereich ins Leben gerufen: Er brachte mit der Strukturaufklärung dieses Membranproteins durch die späteren Nobelpreisträger Johann Deisenhofer, Hartmut Michel und Robert Huber einen weiteren Nobelpreis an die TU München. Mit Mut, auch unkonventionelle experimentelle Ansätze zu verfolgen, gelang es Frau Michel-Beyerle, entscheidende Parameter und Mechanismen des Elektrontransfers im Reaktionszentrum aufzudecken. Mit Arbeiten zu "maßgeschneiderten" künstlichen Donor-Brücken-Akzeptor-Systemen, erforschte sie die Grundlagen des sog. Superexchange-Mechanismus.

    Als Sprecherin des EU-Forschungsprogramms "Control of assembly and charge transport dynamics of immobilized DNA" (CIDNA) untersucht sie derzeit spannende Fragen des Ladungstransports entlang der DNA-Doppelhelix.

    Über ihre erfolgreiche Wissenschaft hinaus ist Frau Michel-Beyerle sozial sehr engagiert.

    Derzeit gibt es an der TU München 15 Träger des Bayerischen Maximiliansordens.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
    Deutsch


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