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11.07.2011 13:12

Engagement in der Lehre verstärken

Josef Zens Geschäftsstelle, Büro Berlin
Leibniz-Gemeinschaft

    Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen prüft auf Bitten von Bundesforschungsministerin Annette Schavan, wie außeruniversitäre Einrichtungen ihr Lehrangebot erweitern und die Hochschulen so entlasten können.

    Berlin, Juli 2011: Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, ist an die Allianz der Wissenschaftsorganisationen mit der Bitte herangetreten, dass die außeruniversitären Forschungseinrichtungen ihr Engagement in der Lehre in den kommenden Jahren verstärken mögen. Die Forschungsorganisationen werden prüfen, wie sie ihr Lehrangebot erweitern und die Hochschulen so entlasten können.

    Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft und derzeitiger Sprecher der Allianz, sagt dazu „Die Wissenschaft ist auf hervorragend ausgebildeten Nachwuchs angewiesen. Daher bekennen wir uns zu einem verstärkten Engagement in der Lehre für die Zeit der doppelten Abiturjahrgänge.“ Gleichzeitig weisen die in der Allianz vertretenen außeruniversitären Forschungseinrichtungen darauf hin, dass auch bei Unterstützung durch die Forschungseinrichtungen die Bemühungen der Länder um eine hinreichende Finanzierung der Hochschulen fortgesetzt und intensiviert werden müssen.

    In Deutschland studieren heute so viele Menschen wie nie zuvor, zusätzlich werden in den kommenden Jahren durch die Umstellung auf das Abitur nach 12 Jahren und die Aussetzung der Wehrpflicht mehr Abiturienten gleichzeitig ein Studium aufnehmen. Bereits 2010 waren es bundesweit laut Statistischem Bundesamt 87.000 Studienanfänger mehr als 2005 (2,2 Millionen Studierende im Wintersemester 2010/11 und 443.000 Studienanfänger in 2010). Diese Zahl wird weiter ansteigen. Erst nach 2020, nachdem die Umstellungsprozesse beendet sind, werden die Studienanfängerzahlen wieder das Niveau von 2005 erreichen.

    Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft haben traditionell an vielen Standorten intensive Bindungen zu den Universitäten, was sich vor allem an der hohen Zahl gemeinsamer Berufungen zeigt. Die gemeinsam berufenen Professorinnen und Professoren leisten, ebenso wie zahlreiche wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bereits jetzt einen erheblichen Beitrag zur Ausbildung der Studierenden.

    Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen
    Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist der Zusammenschluss der bedeutendsten deutschen Forschungsorganisationen. Zur Allianz gehören die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und der Wissenschaftsrat.

    Die Leibniz-Gemeinschaft
    Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit selbständige 87 Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, und Sozialwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen strategisch und themenorientiert. Dabei bedienen sie sich verschiedener Forschungstypen wie Grundlagenforschung, anwendungsorientierter Forschung, wissenschaftlicher Infrastrukturen und forschungsbasierter Dienstleistungen. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Sie pflegt intensive Kooperationen mit den Hochschulen, u.a. über gemeinsame Wissenschaftscampi, und mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Ihre Einrichtungen unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und externalisierten Begutachtungsverfahren. Jedes Leibniz-Institut hat eine Aufgabe von gesamtstaatlicher Bedeutung. Daher fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen etwa 16.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 7.800 Wissenschaftler, davon wiederum 3.300 Nachwuchswissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,4 Mrd. Euro, die Drittmittel betragen etwa 330 Mio. Euro pro Jahr.
    www.leibniz-gemeinschaft.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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