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22.05.2012 13:03

Die Zukunft der Gewerkschaften

Petra Giegerich Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Hauptvortrag von John Pencavel von der Stanford University über die sich verändernden Strukturen der amerikanischen Gewerkschaften

    Mit der Zukunft der Gewerkschaften befasst sich ein eintägiger Workshop, der am 13. Juni an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) stattfindet. Bei dieser Veranstaltung sollen insbesondere die positiven Beiträge der Gewerkschaften zum Wohlergehen einer Gesellschaft bzw. einer Volkswirtschaft in den Fokus gerückt werden. „Die Gesellschaft ist mehr als eine Ansammlung von Individuen. Sie ist viel eher eine Ansammlung von Gruppen, die meistens auf irgendeine Art einen hilfreichen und förderlichen Beitrag für die Gesellschaft leisten“, teilen die Organisatoren vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomik unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Klaus Wälde mit. Zu der Veranstaltung werden Referenten der Stanford University, der London School of Economics sowie aus Trier, Würzburg, Paris und Hongkong erwartet. Die interessierte Öffentlichkeit ist zu den Vorträgen, die in englischer Sprache stattfinden, am Mittwoch, 13. Juni ab 8:50 Uhr im Dekanatssaal (Raum 03-150), Haus Recht und Wirtschaft, Jakob-Welder-Weg 9, Campus der Universität Mainz, herzlich eingeladen. Der Hauptvortrag von John Pencavel von der Stanford University zum Thema „The changing structure of U.S. trade unions“ findet um 16:30 Uhr statt. Um Anmeldung per E-Mail an macroeconomics@uni-mainz.de wird gebeten.

    Gewerkschaften, so der Ausgangspunkt, beeinflussen ohne Zweifel die wirtschaftliche Situation eines Landes. Ob dieser Einfluss jedoch positiv oder negativ ist, wird recht unterschiedlich beurteilt. Kritische Stimmen und gängige volkswirtschaftliche Theorien machen Gewerkschaften für eine höhere Arbeitslosigkeit verantwortlich, da sie die Löhne und Gehälter über das Marktniveau hinaus in die Höhe treiben würden. Gewerkschaftsnahe Kreise betonen demgegenüber die positiven Beiträge: Gewerkschaften stellen eine „öffentliche Stimme“ dar, sie können als Vorläufer des modernen Wohlfahrtstaates betrachtet werden, sie spielen eine konstruktive Rolle, indem sie dem Einzelnen eine Möglichkeit zur Gestaltung seiner Arbeitssituation bieten, und sie tragen zur Verbesserung der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz bei und steigern dadurch die Produktion und den Wohlstand einer Volkswirtschaft. Diesen günstigen Einflüssen soll bei dem Mainzer Workshop aus empirischer und theoretischer Sicht nachgegangen werden.

    Abbildung:
    http://www.uni-mainz.de/bilder_presse/03_wirtschaft_makrooekonomie_gewerkschafte...
    Bildunterzeile: Entwicklung der Gewerkschaftsdichte zwischen 1880 und 2008 in ausgewählten OECD-Ländern
    Quelle: Donado und Wälde, 2012, How Trade Unions increase Welfare, forthcoming, Economic Journal

    Weitere Informationen:
    Dr. Alejandro Donado
    Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Internationale Makroökonomik
    Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
    Universität Würzburg
    Tel. +49 931 31-82952
    E-Mail: alejandro.donado@uni-wuerzburg.de

    Univ.-Prof. Dr. Klaus Wälde
    Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre, insb. Makroökonomik
    Abteilung Wirtschaftswissenschaften
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
    D 55099 Mainz
    Tel. +49 6131 39-20143
    E-Mail: klaus.waelde@uni-mainz.de
    http://www.macro.economics.uni-mainz.de/
    http://www.waelde.com


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Politik, Wirtschaft
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Entwicklung der Gewerkschaftsdichte zwischen 1880 und 2008 in ausgewählten OECD-Ländern


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