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20.09.2012 12:17

Von Kaiser Wilhelm zu Angela Merkel

Dr. Sybille Wüstemann Geschäftsstelle
Gerda Henkel Stiftung

    Der Historiker Andreas Rödder wird Gerda Henkel Gastprofessor 2012/13 und spricht zum Auftakt über derzeitige und frühere Sorgen vor einem übermächtigen Deutschland

    Das Deutsche Historische Institut London, das International History Department der London School of Economics and Political Science (LSE) und die Düsseldorfer Gerda Henkel Stiftung haben die Gerda Henkel Gastprofessur für den Themenbereich Deutschland in Europa von 1890–2000 vergeben. Vom 1. Oktober 2012 an wird Prof. Dr. Andreas Rödder, Inhaber des Lehrstuhls für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ein Jahr am Deutschen Historischen Institut London forschen und an der London School of Economics lehren. Seine Einführungsvorlesung am 7. November 2012 trägt den Titel „Von Kaiser Wilhelm zu Kanzlerin Merkel. Die deutsche Frage auf der Europäischen Bühne“. Darin wird Andreas Rödder auf die gegenwärtige Sorge vor einer deutschen Vormachtstellung in Europa blicken, die bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreicht und durch die Wiedervereinigung Deutschlands und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen neu belebt wurde.

    Andreas Rödder, Jahrgang 1967, studierte Geschichte und Germanistik in Bonn und Tübingen. Er wurde 1995 mit einer Dissertation über "Stresemanns Erbe. Julius Curtius und die deutsche Außenpolitik 1929–1931" in Bonn promoviert. 2001 habilitierte er sich an der Universität Stuttgart mit einer Studie über "Die politische Kultur der englischen Konservativen zwischen ländlicher Tradition und industrieller Moderne 1846–1868". Nach Stationen am Historischen Kolleg in München und der Brandeis University, Boston, MA (USA) ist Andreas Rödder seit 2005 Professor für Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Forschungsinteressen gelten dem viktorianischen England und der Geschichte des Konservatismus, der Weimarer Republik und der internationalen Politik der Zwischenkriegszeit, der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland insbesondere in den 70er und den 80er Jahren sowie der Wiedervereinigung Deutschlands und der jüngsten Zeitgeschichte im internationalen Kontext.

    Das Gerda Henkel-Visiting Professorship für den Themenbereich Deutschland in Europa wird seit 2009 jährlich besetzt. Frühere Gastprofessor/innen sind Prof. Dr. Ute Daniel (Braunschweig), Prof. Dr. Christoph Cornelißen (Frankfurt am Main) und Prof. Dr. Johannes Paulmann (Mainz).

    Kontakt/Pressestellen:
    Gerda Henkel Stiftung:
    Dr. Sybille Wüstemann
    Tel.: +49 (0)211/936524 0
    E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de

    Deutsches Historisches Institut London:
    Dr. Angela Schattner
    Tel.: +44 (0)20/7309 2029
    E-Mail: schattner@ghil.ac.uk


    Weitere Informationen:

    http://www.gerda-henkel-stiftung.de
    http://www.ghil.ac.uk


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft
    überregional
    Kooperationen, Personalia
    Deutsch


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