idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
24.04.2013 09:13

Friedrich Wilhelm Bessel Preisträger am Saarbrücker Leibniz-Institut

Dr. Carola Jung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH

    Der international anerkannte Materialwissenschaftler Marc Legros, Toulouse, Frankreich, nutzt das Preisgeld in Höhe von 45.000 Euro für einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt am Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM). Seine Arbeiten tragen zum grundlegenden Verständnis bei, wann Metalle spröde oder biegsam sind. Gleichzeitig geht er der Frage nach, wie die Vorbereitung eines Probenmaterials, das untersucht werden soll, Einfluss auf dessen Eigenschaften nimmt. Legros steht dabei in engem Austausch mit den beiden anderen Humboldt-Preisträgern des INM, Robert McMeeking aus Santa Barbara und Norman Fleck aus Cambridge.

    Legros geht der Frage nach, bis zu welchen Grenzen die mechanischen Eigenschaften von Metallen gesteigert werden können. Dazu erzeugt er mit einem Ionenstrahl Oberflächenstrukturen und absichtliche Unregelmäßigkeiten und Risse auf Silizium- und Goldoberflächen. Während dieser Schädigung beobachtet er mit hochauflösender Elektronenmikroskopie, wie spröde oder biegsam sich die Metalle dabei verhalten. Dabei konzentriert er sich auf das Entstehen und den Einfluss typischer Fehler wie sogenannte Versetzungen oder Korngrenzen. Am INM kooperiert er dazu mit den Programmbereichen Innovative Elektronenmikroskopie, Funktionelle Oberflächen und Modellierung/Simulation. Gleichzeitig nutzt er die hochspezialisierten, apparativen Möglichkeiten des Centrums für funktionelle Mikroskopie am INM.

    Hintergrund:
    Marc Legros forscht seit Oktober 2002 am Centre national de la recherche scientifique, (CNRS), Centre d'Élaboration de Matériaux et d'Etudes Structurales (CEMES), Toulouse, Frankreich. Seit Oktober 2011 ist er dort als Directeur de Recherche verantwortlich. Er wurde von Eduard Art, wissenschaftlicher Geschäftsführer am INM, für den Friedrich Wilhelm Bessel Preis nominiert.
    Für diesen Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung können in ihrem Fachgebiet bereits international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ihre Promotion vor nicht mehr als 18 Jahren abgeschlossen haben, nominiert werden. Von ihnen wird erwartet, dass sie zukünftig durch weitere wissenschaftliche Spitzenleistungen ihr Fachgebiet auch über das engere Arbeitsgebiet hinaus nachhaltig prägen. Die Preisträger werden für ihre herausragenden Forschungsleistungen ausgezeichnet. Sie sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durchzuführen. Der Aufenthalt kann zeitlich aufgeteilt werden. Die Humboldt-Stiftung verleiht jährlich bis zu 25 Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreise. Die Nominierung erfolgt durch Wissenschaftler in Deutschland. Der Preis ist mit 45.000 Euro dotiert. (Quelle: www.humboldt-foundation.de)

    Das INM erforscht und entwickelt Materialien – für heute, morgen und übermorgen. Chemiker, Physiker, Biologen, Material- und Ingenieurwissenschaftler prägen die Arbeit am INM. Vom Molekül bis zur Pilotfertigung richten die Forscher ihren Blick auf drei wesentliche Fragen: Welche Materialeigenschaften sind neu, wie untersucht man sie und wie kann man sie zukünftig für industrielle und lebensnahe Anwendungen nutzen? Das INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH mit Sitz in Saarbrücken ist ein international sichtbares Zentrum für Materialforschung. Es kooperiert wissenschaftlich mit nationalen und internationalen Instituten und entwickelt für Unternehmen in aller Welt. Das INM ist ein Institut der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. und beschäftigt rund 190 Mitarbeiter. Seine Forschung gliedert sich in die drei Felder Chemische Nanotechnologie, Grenzflächenmaterialien und Materialien in der Biologie.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Physik / Astronomie, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Personalia
    Deutsch


    Helmut Schwarz (li), Präsident der Humboldt-Stiftung, überreicht Marc Legros (re) die Urkunde zur Preisträgerschaft


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay