Forschergruppe um die Sozialwissenschaftler Craig Calhoun und Richard Sennett schließt interdisziplinäres Projekt zu den Themen Kreativität und Stadt ab und zieht Bilanz
Was haben Konsumgüter, Architektur, Stadtplanung, moderne Finanzinstrumente und soziale Institutionen gemeinsam? Sie werden von Menschen gemacht. Geistes- und Sozialwissenschaftler sowie Experten aus Kunst und Medien haben diese kreativen Prozesse, ihre Produkte und Folgeerscheinungen untersucht. Unter der Leitung der renommierten Soziologen Professor Dr. Craig Calhoun (London) und Professor Dr. Richard Sennett (New York/London) blickten sie dabei vor allem auf den Zusammenhang von Kreativität und Stadt. Die Ergebnisse liegen nun vor. Die BMW Stiftung Herbert Quandt, die New York University, die London School of Economics and Political Science sowie die Gerda Henkel Stiftung haben das Forschungsvorhaben Poiesis Fellowship unterstützt.
Weil sich menschliche Handlungen in Städten in konzentrierter Form vollziehen, lassen sich kreative Prozesse hier besonders gut beobachten. So ist eine von der Forschergruppe durchgeführte Fallstudie einer südkoreanischen Modellstadt der Zukunft gewidmet. Andere Beiträge zeigen, dass nicht nur Angehörige der „kreativen Klasse“ oder politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger, sondern auch ganz normalen Menschen an der täglichen Gestaltung von Städten und Gemeinden mitwirken – ob in den Elendsvierteln von Mumbai oder im ländlichen Raum Mozambiques. Die aus dem Projekt hervorgegangen Ergebnisse sind nachzulesen in: Public Culture 25/2 (2013) oder im Internet unter http://publicculture.org/issues/view/25/2.
Professor Dr. Craig Calhoun leitete das Institute for Public Knowledge der New York University. Seit 2012 ist er Direktor der London School of Economics and Political Science.
Professor Dr. Richard Sennett lehrt Soziologie an der New York University und an der London School of Economics and Political Science. 2008 wurde er mit dem internationalen Gerda Henkel Preis ausgezeichnet.
Im Rahmen des Projekts Poiesis – a Gerda Henkel Fellowship Program on the future of capitalism, cities, and culture hat die Gerda Henkel Stiftung zehn Nachwuchswissenschaftler und junge Praktiker aus den Bereichen Architektur, Design, Journalismus, Geschichte, Film, Soziologie und Wissenschaftsphilosophie mit Forschungsstipendien gefördert. Der von der Gerda Henkel Stiftung getragene Programmteil gehört zu der größeren Forschungsinitiative Poiesis Fellowship, die von der BMW Stiftung Herbert Quandt, der New York University und der London School of Economics and Political Science ermöglicht wurde. Weitere Informationen über das Forschungsprojekt finden sich auf den Internetseiten der BMW Stiftung Herbert Quandt sowie der Gerda Henkel Stiftung.
Kontakt Pressestellen:
BMW Stiftung Herbert Quandt
Barbara Müller
Senior Manager Kommunikation und Medien
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10117 Berlin
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Gerda Henkel Stiftung
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E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de
Internet: www.gerda-henkel-stiftung.de
http://www.bmw-stiftung.de/veranstaltungen/poiesis-fellowship
http://www.gerda-henkel-stiftung.de/?page_id=79278
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten
Bauwesen / Architektur, Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften
überregional
Forschungsergebnisse, Kooperationen
Deutsch
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