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03.02.2014 15:16

TU Berlin zeichnet Nobelpreisträgerin Ada E. Yonath mit Ehrendoktorwürde aus

Stefanie Terp Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni
Technische Universität Berlin

    Die Biochemikerin und Strukturbiologin erforschte die Bausteine des Lebens

    Am 7. Februar 2014 wird die TU Berlin die Ehrendoktorwürde der TU Berlin an die israelische Nobelpreisträgerin Prof. Dr. h. c. mult. Ada E. Yonath, Ph. D., vom Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel, verleihen.

    Die Veranstaltung in englischer Sprache ist nicht öffentlich.
    Journalisten sind herzlich eingeladen.
    Um Anmeldung wird gebeten.

    Zeit: am Freitag, dem 7. Februar 2014, 16 bis 18.30 Uhr
    Ort: Lichthof der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

    Zum Festakt werden neben dem Botschafter des Staates Israel, S. E. Yakov Hadas-Handelsman, hochrangige israelische Gäste vom Weizmann Institute sowie vom Technion Haifa erwartet. Ein Grußwort wird Prof. Dr. Knud Nierhaus vom Max-Planck-Insitut für Molekulare Genetik in Berlin sprechen. Die Laudatio hält Prof. Dr. Christian Thomsen, Dekan der Fakultät II Mathematik und Naturwissenschaften der TU Berlin und designierter TU-Präsident. Einen Tag zuvor, am 6. Februar 2014, findet ein öffentlicher „Israel-Tag“ an der TU Berlin statt. Ein buntes Programm mit Vorträgen, Diskussionen, Film, Tanz und Kulinarischem erwartet die Besucher (siehe hierzu: www.tu-berlin.de/?id=140774 ).

    Zu Professor Ada E. Yonath

    Professor Ada E. Yonath wurde 1939 in Jerusalem geboren. Sie ist Direktorin des Helen and Milton A. Kimmelman Center for Biomolecular Structure and Assembly am Weizmann Institute in Rehovot, Israel, wo sie auch den Martin S. and Helen Kimmel Chair inne hat. Ada E. Yonath ist eine herausragende Wissenschaftlerin auf den Gebieten der Biochemie beziehungsweise der Strukturbiologie. Sie gilt heute weltweit als Pionierin auf dem Gebiet der Ribosomenforschung. Ihre herausragenden Beiträge zur Erforschung von Struktur und Funktion der Ribosomen führten zu einem wesentlichen wissenschaftlichen Durchbruch auf dem Gebiet der Proteinforschung. Ribosomen sind die Moleküle, die den genetischen Code eines Organismus in Proteinstrukturen übersetzen und damit die Grundlage des Lebens schaffen. Sie sind die Eiweißfabriken der Zellen. Ada Yonath entwickelte Verfahren für die Kristallisation von Ribosomen, was es ihr ermöglichte, mit Hilfe der Röntgenstrukturanalyse die Struktur der Ribosome bis in die atomare Ebene aufzuklären und so ihre Funktion zu verstehen. Zusammen mit Vekatraman Ramakrishnan und Thomas A. Steitz aus den USA erhielt Ada E. Yonath dafür den Nobelpreis für Chemie 2009. Auf der Grundlage ihrer Forschungen beschäftigte sie sich in der Folge mit der wechselseitigen Wirkweise von Antibiotika und Ribosomen und konnte so den Wirkmechanismus von mehr als 20 Antibiotika aufklären.

    Die Ausnahmewissenschaftlerin pflegt vielfältige und langjährige Beziehungen zu Deutschland und zu Berlin. Von 1979 bis 1984 leitete sie eine Gruppe in der Abteilung von Heinz-Günter Wittmann am Max-Planck-Institut für Molekulargenetik und unterhält bis heute wissenschaftlich fruchtbare und lebendige Kontakte zur wissenschaftlichen Forschung in Berlin. In Hamburg leitete sie von 1986 bis 2004 eine Max-Planck-Arbeitsgruppe für strukturelle Molekularbiologie am Deutschen Elektronen-Synchroton DESY. Insbesondere spielte sie auch eine wesentliche Rolle in der Entwicklung der biochemischen Forschung der TU Berlin, wofür sie unter anderem bereits im November 2013 die Ehrenmitgliedschaft des TU-Exzellenzclusters „UniCat“ erhielt. Mit ihrer persönlichen Integrität und ihrem Engagement für Frieden und Menschenwürde ist sie zum Vorbild für junge Forscherinnen und Forscher in Berlin und in der ganzen Welt geworden.

    Mehr zum Lebenslauf und zur Forschung der Nobelpreisträgerin Ada E. Yonath finden Sie unter:

    www.weizmann.ac.il/sb/faculty_pages/Yonath/home.html

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    Fotos von Ada E. Yonath auf Anfrage

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Patricia Pätzold, M. A., Stabsstelle Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Alumni der TU Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Tel.: 030-314-79773, E-Mail: patricia.paetzold@tu-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie
    überregional
    Personalia, Pressetermine
    Deutsch


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