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13.09.2017 16:00

Netzwerkforschung: Konferenz widmet sich hochaktuellen Fragen zur digitalen und realen Vernetzung

Petra Giegerich Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Öffentliche Veranstaltung am Freitag, 29. September, 13:30 Uhr zum Thema „Social-Media-Daten für die Analyse von Netzwerken“

    Soziale Netzwerke – der Begriff wird heute vorwiegend für soziale Medien wie Facebook, Twitter & Co verwendet. Tatsächlich ist der Begriff jedoch viel älter als die digitalen Medien und bezeichnete ursprünglich ganz allgemein Beziehungen und Interaktionen zwischen Menschen. Die Netzwerkforschung widmet sich dementsprechend allen Formen sozialer Netzwerke als zentralen Bestandteilen der unterschiedlichen sozialen, politischen und ökonomischen Prozesse. 350 Wissenschaftler aus dem In- und Ausland treffen sich vom 26. bis 29. September 2017 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), um sich über das hochaktuelle und schnell wachsende Forschungsgebiet auszutauschen. Vertreten sind Netzwerkforscher aus fast allen Disziplinen: den Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften ebenso wie den Naturwissenschaften und den Geisteswissenschaften, die ein breites Fächerspektrum von der Medizin und Physik über die Mathematik und Informatik bis zur Psychologie, Soziologie und der Politikwissenschaft abdecken. Zu dieser stark interdisziplinär ausgerichteten Tagung haben sich Teilnehmer aus 35 Ländern angemeldet.

    Die „Third European Conference on Social Networks (EUSN)“ ist die europäische Jahrestagung des größten wissenschaftlichen Netzwerks von Forschern, die sich mit sozialen Netzwerken beschäftigen: des International Network for Social Network Analysis (INSNA). Es handelt sich um die dritte Veranstaltung unter diesem Titel, eine erste EUSN-Konferenz fand 2014 in Barcelona und eine zweite 2016 in Paris statt. Die Tagung in Mainz wird von der Abteilung Netzwerkforschung und Familiensoziologie unter der Leitung von Prof. Dr. Marina Hennig ausgerichtet.

    Eines der zentralen Anliegen der EUSN ist es, die Netzwerkforschung als interdisziplinäres Forschungsgebiet voranzutreiben und den fachübergreifenden Austausch und die Zusammenarbeit zu ermöglichen. Die Organisatoren erwarten, dass dadurch Impulse ausgelöst werden, die zu beträchtlichen Veränderungen in den jeweiligen Disziplinen führen können und fachübergreifende Kooperationen ermöglichen, die weit über das gewöhnliche Maß hinausgehen. „Netzwerkforschung in diesem Zusammenhang ermöglicht das Brückenbauen zwischen verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, aber auch der Praxis, die sonst nicht unbedingt miteinander in Kontakt kommen“, teilen die Veranstalter dazu mit. „In solchen Beziehungen liegt ein außerordentlich großes Potenzial für Innovationen.“

    Zu den Themen, die auf der Konferenz diskutiert werden, zählen u.a. die Bedeutung von Sozialkapital für Migration und soziale Mobilität, die Strukturen von kriminellen und terroristischen Netzwerken, Ansteckungsprozesse auf Finanzmärkten und die Erfolgsbedingungen von Innovationsnetzwerken.

    Über zukünftige Entwicklungen im Social Media Data Bereich, insbesondere die Möglichkeiten und Grenzen für die Netzwerkanalyse, wird im Rahmen eines öffentlichen Diskussionspanels unter Leitung von Jürgen Pfeffer, Professor für Computational Social Science and Big Data an der Hochschule für Politik an der TU München, am Freitag, 29. September, von 13:30 bis 15:00 Uhr in der „Muschel“, Hörsaal N1, Johann-Joachim-Becher-Weg 21, Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz diskutiert. Alle Interessenten sind zu dieser Veranstaltung und der Diskussion herzlich eingeladen.

    Die insgesamt viertägige EUSN-Konferenz bietet mit ihrer hohen internationalen Sichtbarkeit renommierten Forschern ebenso wie Nachwuchswissenschaftlern den notwendigen Rahmen, um sich über die neuesten Entwicklungen in den Theorien, Methoden und Anwendungen der Social Network Analysis (SNA) zu informieren, um aktuelle Arbeiten vorstellen und diskutieren zu können, um Ideen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Kooperationen anzustoßen und zu vertiefen.

    Weitere Informationen:
    Prof. Dr. Marina Hennig
    Netzwerkforschung und Familiensoziologie
    Institut für Soziologie
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    Tel. +49 6131 39-24704 oder 39-22444
    E-Mail: mhennig@uni-mainz.de
    https://netzwerk-familie.soziologie.uni-mainz.de/abteilungsleiterin/

    Katharina Kunißen, M.A.
    Institut für Soziologie
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    Tel. +49 6131 39-29379
    Fax +49-6131 39-23726
    E-Mail: eusn2017@uni-mainz.de

    Weitere Links:
    http://www.eusn2017.uni-mainz.de/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    Gesellschaft, Informationstechnik, Kulturwissenschaften, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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