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16.05.2018 11:00

Du kannst forschen!

Dorothee Menhart Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Wissenschaft im Dialog gGmbH

    Immer mehr Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich an Forschung: Citizen Science Plattform „Bürger schaffen Wissen“ präsentiert das 100. Forschungsprojekt zum Mitmachen

    Offene Augen, aufmerksame Ohren und helfende Hände sind gefragt. Und immer mehr Menschen können mitmachen. In dieser Woche geht das 100. Forschungsprojekt der Citizen Science Plattform „Bürger schaffen Wissen“ an den Start. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung präsentieren Wissenschaft im Dialog und das Museum für Naturkunde Berlin dort seit 2014 verschiedenste Citizen-Science-Projekte – also Forschung, an der alle Bürgerinnen und Bürger sich aktiv beteiligen können.

    Der Name von Projekt Nummer 100 ist Programm: „Du kannst forschen“ lautet der Titel, hinter dem sich archäologische Experimente des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz verbergen. Mit Handdrehmühlen soll ein Langzeitversuch zur Leistungsfähigkeit und zum Innovationspotenzial antiker Maschinen durchgeführt werden. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können gemeinsam mit den Forscherinnen und Forschern ihre Reise in die Vergangenheit dokumentieren und dabei eine Menge über Archäologie erfahren. Der Mehrwert solcher Citizen-Science-Projekte geht also über das jeweils gewonnene Wissen hinaus: Sie vermitteln Bürgerinnen und Bürgern ein besseres Verständnis für die Standards und Methoden der jeweiligen Disziplinen. Viele Themen weisen außerdem einen regionalen Bezug auf: Bei den Handdrehmühlen etwa spielen die Gesteinsvorkommen der Vulkaneifel eine wichtige Rolle.
     
    Die hundert vielfältigen Forschungsvorhaben auf der Plattform „Bürger schaffen Wissen“ erlauben es interessierten Laien, sich auf unterschiedlichste Weise zu engagieren: Im Rahmen des Projekts „Clusterkopfschmerzen erforschen“ etwa sind Betroffene dazu aufgerufen, eigene Erfahrungen in Bezug auf die Auslöser ihrer Beschwerden zu teilen. Schülerinnen, Schüler und Studierende helfen dabei, die gewonnenen Daten auszuwerten. In einem anderen Vorhaben können Vogelfreunde dazu beitragen, den „Forschungsfall Nachtigall“ aufzuklären, indem sie Beobachtungen zum Gesang aufzeichnen. Das Projekt „SenseBox – Die Kiste mit Sinn“ stellt einen Do-it-yourself Bausatz zur Verfügung, mit dem die Beteiligten positionsbezogene Daten über Klima, Luftqualität, Verkehrsaufkommen, Lärmbelästigung und vieles mehr sammeln und im Internet bereitstellen können. Die Initiative „Repara/kul/tur: Reparieren statt Wegschmeißen!“ untersucht gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, inwieweit Einrichtungen wie Reparatur-Cafés und Offene Werkstätten auch generell einen nachhaltigen Effekt auf unseren Umgang mit Gebrauchsgütern haben. Und wer am heimischen Computer freie Rechenkapazitäten hat, kann diese durch das Projekt „yoyo@home – Rechenplattform für Naturwissenschaften“ für rechenintensive Forschungsarbeit zur Verfügung stellen.

    Viele Citizen Science Projekte werden inzwischen von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen unterstützt. Bürgerinnen und Bürger können nicht nur an Forschungsvorhaben teilnehmen, sondern diese darüber hinaus auch selbst ins Leben rufen. Alle, die sich für Citizen Science Projekte interessieren, haben die Möglichkeit, am 6. und 7. September 2018 beim Forum Citizen Science in Frankfurt am Main ihre Erfahrungen auszutauschen.

    Bürger schaffen Wissen ist eine gemeinsame Plattform von Wissenschaft im Dialog und dem Museum für Naturkunde Berlin. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.


    Weitere Informationen:

    http://www.buergerschaffenwissen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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