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10.12.2018 16:36

Thomas Zurbuchen erhält den Greinacher-Preis 2018

Nathalie Matter Corporate Communication
Universität Bern

    Am 19. Dezember verleiht die Heinrich-Greinacher-Stiftung an der Universität Bern die Greinacher-Preise 2018. Thomas Zurbuchen, Wissenschaftsdirektor der NASA, wird mit dem Hauptpreis ausgezeichnet für seine Errungenschaften auf dem Gebiet der Weltraumforschung. Zurbuchen wird den Preis persönlich in Empfang nehmen und in einem Vortrag unter anderem über aktuelle Missionen der NASA und die Bedeutung von Innovationen in der Wissenschaft sprechen.

    Von 1924 bis 1952 war Heinrich Greinacher (1880 – 1979) ordentlicher Professor für Physik und Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Bern (vormals «Physikalisches Cabinett»). Mit geringen Forschungsmitteln hat Heinrich Greinacher physikalische Experimente entwickelt, welche in der ganzen Welt bekannt geworden und angewendet worden sind. Ein von ihm entwickeltes Instrument ist die so genannte Greinacher-Schaltung, welche elektrische Spannungen vervielfacht. Noch heute wird die Greinacher-Schaltung in der Weltraumforschung angewendet. Die Stiftung, die aus Greinachers Nachlass gegründet wurde, vergibt alle zwei Jahre die Greinacher-Preise und fördert aufstrebende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

    Hoher Besuch des NASA-Wissenschaftsdirektors
    Der Berner Thomas Zurbuchen, seit Oktober 2016 Wissenschaftsdirektor der NASA, hat an der Universität Bern studiert und 1996 seinen Doktortitel in experimenteller Astrophysik erhalten. Rudolf von Steiger, Präsident der Heinrich-Greinacher-Stiftung, sagt: «Thomas Zurbuchen hat als Wissenschaftler nicht nur selbst Instrumente designt und gebaut für die Weltraumforschung, er hat auch in theoretischer Hinsicht Grosses geleistet auf dem Gebiet.» Von Steiger freut sich, dass Thomas Zurbuchen persönlich nach Bern kommt, um den Preis in Empfang zu nehmen. Zurbuchen sei ein wichtiger Botschafter für die Weltraumforschung und habe auch immer ein offenes Ohr für Nachwuchsforscherinnen und -forscher.

    Neben Thomas Zurbuchen werden zwei Doktoranden der Universität Bern ausgezeichnet. Michael Hostettler vom Laboratory for High Energy Physics (LHEP) erhält einen Preis für seine herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Teilchenphysik, insbesondere für seine Arbeit für den Large Hadron Collider LHC am CERN. Ein weiterer Nachwuchspreis geht an Shang-Min Tsai, Doktorand am Center for Space and Habitability (CSH) für seine Leistungen auf dem Gebiet der Exoplanetenforschung.

    Die Heinrich-Greinacher-Stiftung

    Die Heinrich-Greinacher-Stiftung wurde 1988 aus dem Nachlass von Heinrich Greinacher gegründet. Sie hat ihren Sitz am Physikalischen Institut der Universität Bern. Der Stiftungsrat setzt sich aus vier Professorinnen und Professoren des Physikalischen Institutes zusammen.
    Die Heinrich-Greinacher-Preise werden alle zwei Jahre verliehen, der Hauptpreis ist mit CHF 20'000.00 dotiert. Die Preise gehen an Forschende, die in Bern Physik studiert haben oder längere Zeit am Physikalischen Institut der Universität Bern tätig gewesen sind. Ihre Forschungsprojekte sollen Bezug haben zu den Arbeitsgebieten, in denen Professor Heinrich Greinacher tätig gewesen ist, oder die sich aus seiner Tätigkeit heraus entwickelt haben.
    Neben der jährlichen Vergabe der Greinacher-Preise unterstützt die Stifung junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch Promotionspreise und durch die Finanzierung von Studienreisen, Seminar- und Konferenzbesuchen und Forschungsaufenthalten.


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Rudolf von Steiger
    Präsident der Heinrich-Greinacher-Stiftung und Direktor des International Space Science Institute ISSI
    Hallerstrasse 6
    3012 Bern
    T +41 31 631 48 90, vsteiger@issibern.ch


    Weitere Informationen:

    http://www.unibe.ch/aktuell/medien/media_relations/medienmitteilungen/2018/medie...


    Anhang
    attachment icon Medienmitteilung Greinacher Preisverleihung

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Physik / Astronomie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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