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05.07.2019 10:18

Zentrum für Frankreich- und Frankophoniestudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eröffnet

Petra Giegerich Kommunikation und Presse
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

    Neues Dach für fächer- und disziplinenübergreifende Vernetzung der Forschung und Lehre zu Frankreich und der Frankophonie

    Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und die Deutsch-Französische Kulturstiftung haben gemeinsam ein neues Zentrum für Frankreich- und Frankophoniestudien (ZFF) auf dem Gutenberg-Campus eingerichtet. Ziel des ZFF ist es, die verschiedenen auf Frankreich und frankophone Regionen, Institutionen, Gesellschaften und Kulturen bezogenen Aktivitäten der JGU zu betreiben, zu bündeln, zu vernetzen, aus ihrem Zusammenwirken gemeinsamen Nutzen zu generieren, in ihrer wissenschaftlichen Exzellenz zu steigern sowie kooperative Drittmittel einzuwerben. Die bereits bestehenden ausgezeichneten Angebote und Leistungen der JGU in der Lehre und Forschung zu Frankreich und der Frankophonie sowie die herausragende Frankreichbibliothek erhalten mit dem neuen ZFF ein gemeinsames Dach, das zudem den Europäisierungs- und Internationalisierungsprozess der Universität stärkt.

    „Die Wiedereröffnung unserer Universität im Mai 1946 erfolgte auf Initiative der damaligen französischen Besatzungsbehörde. Seither spielen die deutsch-französische Zusammenarbeit und die Frankreichforschung eine wichtige Rolle im universitären Leben der JGU“, betont Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. „So besteht beispielsweise seit mehr als 40 Jahren eine enge Hochschulpartnerschaft zwischen der JGU und der Université de Bourgogne in Dijon, ergänzt durch zahlreiche Partnerschaften mit weiteren französischen Hochschulen etwa in Paris, Nantes und Straßburg. Wir können unseren Studierenden heute bi- und teils sogar trinationale Studiengänge vom Bachelor- über Lehramts- und Masterstudiengänge bis hin zum Deutsch-Französischen Doktorandenkolleg anbieten – ein Ausdruck lebendigen kulturellen Austauschs und gelebter Kooperation.“

    Im Hinblick auf vergleichbare Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland besteht eine Besonderheit des neuen Zentrums für Frankreich- und Frankophoniestudien darin, dass es sich in seinen Fragestellungen nicht auf Frankreich beschränkt, sondern die geografische und kulturelle Öffnung auf die Frankophonie fördert. Hierzu unterstützt, pflegt und erweitert das ZFF die zahlreichen bestehenden institutionellen und persönlichen Kontakte mit Frankreich und französischen bzw. frankophonen Hochschulen insbesondere in Kanada und Nordafrika. Zum anderen ist die Arbeit des ZFF dezidiert fächerübergreifend und nachdrücklich nicht auf die Geistes- und Sozialwissenschaften beschränkt. Ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal des ZFF ist die an der Universitätsbibliothek der JGU angesiedelte, mit Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgebaute herausragende Bibliothek des Forums Interkulturelle Frankreichforschung (FIFF), die eine wertvolle Ressource für Lehre, Forschung und Wissensvermittlung bietet.

    „Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Deutsch-Französische Kulturstiftung setzen mit den neuen Zentrum für Frankreich- und Frankophoniestudien hier in Mainz ein klares Zeichen für europäisches und internationales Miteinander“, hebt Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Republik Frankreich, im Rahmen ihres Besuchs auf dem Gutenberg-Campus hervor. „Gerade im aktuellen politischen Kontext ist eine internationale Zusammenarbeit auf allen Ebenen von großer Bedeutung. Die französische Botschaft begrüßt und unterstützt daher diese wichtige Initiative zur Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen – allem voran in den Bereichen der sprachlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Kompetenzen sowie im Einbeziehen der Vielfältigkeit der frankophonen Regionen in der Welt. Allen beteiligten Akteuren danken wir für ihr Engagement und ermutigen sie, auch weiterhin gemeinsam Europa neue derartige Impulse zu geben.“

    Das ZFF wird den Austausch und die Kooperation mit anderen universitären Frankreichzentren etwa in Berlin, Bonn, Freiburg, Leipzig und Saarbrücken suchen ebenso wie mit deutsch-französischen Forschungsinstituten wie dem Centre Marc Bloch in Berlin, dem Deutsch-Französischen Institut für Geschichts- und Sozialwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg. Darüber hinaus kooperiert das ZFF mit den in Mainz ansässigen außeruniversitären deutsch-französischen Einrichtungen – dem Institut français, dem Haus Burgund-Franche-Comté und der Deutsch-Französischen Gesellschaft – und nutzt seine Kapazitäten für den Bereich der Wissensvermittlung sowie für die Kooperation mit deutsch-französischen Akteuren auf politischer Ebene.

    Bildmaterial:
    http://www.uni-mainz.de/bilder_presse/ZFF_eroeffnung.jpg
    Eröffnung des Zentrums für Frankreich- und Frankophoniestudien an der JGU: (v.l.) Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Republik Frankreich, Prof. Dr. Alain Bonin, Präsident der Université de Bourgogne, Prof. Dr. Gregor Wedekind, Zentrum für Frankreich- und Frankophoniestudien, Dr. Jürgen Hartmann, Staatssekretär a.D., Präsident der Deutsch-Französischen Kulturstiftung, Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, und Günter Beck, Bürgermeister der Stadt Mainz
    Foto/©: Stefan F. Sämmer, JGU


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Prof. Dr. Gregor Wedekind
    Zentrum für Frankreich- und Frankophoniestudien
    Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    55099 Mainz
    Tel. 06131 39-30239
    E-Mail: gregor.wedekind@uni-mainz.de
    http://zff.uni-mainz.de/


    Weitere Informationen:

    https://zff.uni-mainz.de – Zentrum für Frankreich- und Frankophoniestudien
    https://www.frankreichforschung.uni-mainz.de – Forum Interkulturelle Frankreichforschung an der JGU
    https://www.dijon.uni-mainz.de – Deutsch-Französische Studiengänge in den Geistes- und Kulturwissenschaften Mainz-Dijon


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wissenschaftler, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Kooperationen, Organisatorisches
    Deutsch


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