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13.09.2019 12:53

Bund fördert Forschungsinfrastrukturen in Jena und Leipzig

Christoph Herbort-von Loeper M.A. Kommunikation
Leibniz-Gemeinschaft

    Zwei Konzepte zu Klima- und Infektionsforschung unter Leibniz-Federführung für die Nationale Roadmap für Forschungsinfrastrukturen ausgewählt

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat heute die Auswahl von drei Vorhaben bekannt gegeben, die im Zuge der Nationalen Roadmap für Forschungsinfrastrukturen zur Lösung wichtiger Fragestellungen in Klimaforschung, Medizin und Materialforschung beitragen werden. Mit dem Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI) in Jena und der Forschungsinfrastruktur für atmosphärische Aerosole, Wolken und Spurengase (ACTRIS-D) in Leipzig stehen zwei der drei ausgewählten Konzepte unter der Federführung von Leibniz-Instituten, dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien und dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung.

    Der heutigen Entscheidung ging der Nationale Roadmap-Prozess für Forschungsinfrastrukturen voraus, in dem langfristige Investitionen in Forschungsinfrastrukturen forschungspolitisch priorisiert wurden. Der Wissenschaftsrat hatte dazu elf Konzepte evaluiert, fünf davon waren unter Federführung oder mit wesentlicher Beteiligung von Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft entstanden. Die Aufbaukosten für die Vorhaben, die im Rahmen der Roadmap umgesetzt werden sollen, betragen jeweils über 50 Millionen Euro.

    Leibniz-Präsident Matthias Kleiner sagt zur heutigen Entscheidung: „Die Nationale Roadmap für Forschungsinfrastrukturen ist wegweisend für wichtige Investitionen in die strukturelle Zukunftsfähigkeit des Forschungsstandorts Deutschland. Sie belegt die hohe wissenschaftliche und konzeptionelle Qualität von Forschungsinfrastrukturen in der Leibniz-Gemeinschaft, die wir als zentrale Säule unseres wissenschaftlichen Selbstverständnisses betrachten. Mit Forschungsinfrastrukturen, die nationalen und internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung stehen, verwirklichen wir unseren kooperativen Forschungsmodus weit über die Grenzen der Leibniz-Gemeinschaft hinaus. Die ausgewählten Infrastrukturen werden wesentliche Erkenntnisse in den gesellschaftlich hochrelevanten Feldern der Umwelt- und Klimaforschung sowie der Medizin und Infektionsforschung ermöglichen.“

    Am Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung in Jena forschen künftig Naturwissenschaftler, Technologieentwickler, Mediziner und Medizintechnikhersteller an lichtbasierten Technologien für eine bessere Diagnostik, Überwachung und experimentelle Therapie von Infektionen. Angesichts zunehmender Resistenzen gegen verfügbare Antibiotika können photonische Technologien für schnelle Diagnoseverfahren im Kampf gegen Infektionen genutzt werden. Das LPI wird für nationale und internationale Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher ebenso wie für Anwender aus der Industrie offen sein. Es wurde gemeinsam durch das Leibniz-Institut für Photonische Technologien, das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie — Hans-Knöll-Institut, das Universitätsklinikum Jena sowie die Friedrich-Schiller-Universität Jena geplant.
    http://lpi-jena.de/

    Die „Aerosole, Wolken und Spurengase Forschungsinfrastruktur – Deutscher Beitrag“ (ACTRIS-D) ist Teil einer dezentralen europäischen Forschungsinfrastruktur. ACTRIS-D will Aerosole, Wolken und kurzlebige Spurengase sowie deren komplexe Wechselwirkungen im System Atmosphäre – Klima – Umwelt – Mensch beobachten und erforschen. Mit den langfristig gewonnenen Datenreihen sind Analysen möglich, die für das Verständnis von Klimaprozessen sowie für Forschung zu den Auswirkungen von Luftverunreinigungen auf Mensch und Umwelt von hoher Relevanz sind. Unter der Federführung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung in Leipzig kooperieren bei ACTRIS-D drei Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft in Bremerhaven, Karlsruhe und Jülich, zwei Max-Planck-Institute in Mainz und Hamburg, der Deutsche Wetterdienst und das Umweltbundesamt sowie die Universitäten Wuppertal, Frankfurt am Main, LMU München, Bremen und Köln.
    http://www.tropos.de/forschung/grossprojekte-infrastruktur-technologie/koordinierte-beobachtungen-und-netzwerke/actris/

    Weitere Informationen zu Forschungsinfrastrukturen in der Leibniz-Gemeinschaft unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de/forschungsinfrastrukturen

    Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft:
    Christoph Herbort-von Loeper
    stellv. Pressesprecher
    Tel.: 030 / 20 60 49 – 48
    Mobil: 0174 / 310 81 74
    herbort@leibniz-gemeinschaft.de

    Die Leibniz-Gemeinschaft
    Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen knapp 20.000 Personen, darunter etwa die Hälfte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.
    http://www.leibniz-gemeinschaft.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


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