Internationales Symposium zu Entwicklungen der Phytopathologie

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01.11.2019 14:52

Internationales Symposium zu Entwicklungen der Phytopathologie

Geschäftsstelle IPK Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung

    Am 4. November organisieren Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben ein internationales Symposium zur Phytopathologie. Mehr als 100 Forschende aus zehn Ländern folgen der Einladung.

    Durch Pflanzenkrankheiten gehen weltweit Jahr für Jahr 10 bis 16 Prozent der Ernten verloren. Vor allem Pilze, aber auch Bakterien und Infektionen durch Viren sind Ursachen dieser Verluste. Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Wind oder Temperatur, aber auch Bodenqualität und das die Pflanze umgebende Mikrobiom sind Faktoren, die sowohl das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen als auch ihrer Schadorganismen beeinflussen. Neben dem Wetter spielt auch die jeweilige landwirtschaftliche Praxis eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Kulturpflanzen. Phytopathologie ist somit ein komplexes, hochgradig vernetztes und multidisziplinäres Forschungsfeld mit vielen Stellschrauben. Pflanzen sind Krankheitserregern nicht hilflos ausgeliefert. Über evolutionäre Zeiträume haben sie faszinierende Mechanismen entwickelt, Krankheiten unter Kontrolle zu halten und sich vor diesen zu schützen. Diese Mechanismen zu erkennen, zu verstehen, vor allem aber diese für die landwirtschaftliche Praxis nutzbar zu machen, sind Themen des „International Symposium on Advances in Phytopathology 2019“.

    Gleichzeitig würdigen das Leibniz-Institut, die Redner und die Teilnehmer der Tagung die Arbeit eines Wissenschaftlers, der prägend für das Forschungsgebiet war. Dr. Patrick Schweizer leitete über 17 Jahre die Arbeitsgruppe "Pathogenstress-Genomik“ am IPK. Vielfach mit Hilfe gentechnischer Ansätze erforschte seine Arbeitsgruppe grundlegende Mechanismen der pflanzlichen Pathogenabwehr und war maßgeblich an der Entdeckung und Aufklärung der Phänomene „Nichtwirtsresistenz“ (non-host resistance) und "Wirts-induzierte Genabschaltung" (host-induced gene silencing) beteiligt. Diese Ergebnisse sind von der kürzlich am IPK gegründeten Arbeitsgruppe „Biotrophie und Immunität“ unter Leitung von Dr. Armin Djamei aufgegriffen worden und werden dort auch Gegenstand zukünftiger Forschungsarbeiten sein.

    Link zur Tagung: https://meetings.ipk-gatersleben.de/phytopathologysymposium2019/


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben

    Dr. Armin Djamei
    Tel.: +49 39482 5877
    E-mail: Djamei@ipk-gatersleben.de

    Dr. Jochen Kumlehn
    Tel.: +49 39482 58361
    E-mail: Kumlehn@ipk-gatersleben.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Biologie, Tier / Land / Forst
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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