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04.03.2020 11:50

Von der Sucht nach dem perfekten Erlebnis - 13. Ulmer Denkanstöße zur „Intensität“

Andrea Weber-Tuckermann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Ulm

    Vom 11. bis zum 14. März finden im Stadthaus Ulm die 13. Ulmer Denkanstöße statt. Die viertägige Vortrags- und Kulturveranstaltung steht in diesem Jahr im Zeichen der "Intensität".
    Zur Eröffnung spricht der Philosoph Wolfram Eilenberger über eine besondere Epoche, die 1920er Jahre, die geprägt war von Intensität und philosophischer Innovation. Eingeladen sind zudem der Liedermacher Konstantin Wecker, die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen, der Burnout-Experte Dr. Christian P. Dogs, der Slackliner Lukas Irmler und viele mehr. Den Abschlussvortrag hält der ehemalige Verfassungsrichter Professor Paul Kirchhof.

    Um ein besonderes Glücksversprechen und seine Grenzen geht es bei den 13. Ulmer Denkanstößen. Im Mittelpunkt der viertägigen Veranstaltung, die vom 11. bis zum 14. März im Stadthaus Ulm stattfindet, steht der Begriff der Intensität. „Der moderne Mensch giert nach intensiven Erlebnissen. Der Eine will seine emotionalen Erfahrungen fortwährend steigern, der Andere sucht nach Wegen, um immer perfekter, optimaler und effektiver zu werden“, erklärt Professorin Renate Breuninger, Geschäftsführerin des Humboldt-Studienzentrums der Universität Ulm (HSZ). Doch auch die Schattenseiten dieses Phänomens kommen bei der Veranstaltung zur Sprache: die Überforderung und Erschöpfung, die Ausbeutung und Umweltzerstörung. Den Eröffnungsvortrag am Donnerstag, den 12. März, hält der Philosoph, Publizist und Schriftsteller Wolfram Eilenberger. Er widmet sich in seinem Vortrag „Die 1920er Jahre: Intensität und philosophische Innovation“ einer Epoche unvergleichlicher geistiger Kreativität, die geprägt war von einer „Explosion des Denkens“.

    Zu Gast in diesem Jahr ist auch der Liedermacher Konstantin Wecker, der wohl so intensiv wie kein anderer gelebt hat. Auf der Jagd nach dem perfekten Augenblick präsentieren sich der Magier und Illusionist Florian Zimmer sowie der Weltrekord-Slackliner Lukas Irmler. Über die dunkle Seite des Themas spricht Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen, die viel mit Intensivtätern zu tun hat. Um pathologisierte Gefühlen, Freiräume für den lustvollen Exzess sowie um Zeitknappheit und Konsum-Burnout geht es in den Beiträgen des Burnout-Experten Dr. Christian Dogs, des Philosophen Professor Franz Josef Wetz und des Wirtschaftswissenschaftlers Professor Niko Paech. Den Abschlussvortrag bestreitet Professor Paul Kirchhof. Der ehemalige Bundesverfassungsrichter beschließt die 13. Ausgabe der Ulmer Denkanstöße mit einem Plädoyer für Freiheit, Eigenverantwortung und Toleranz. Der Titel seines Vortrages lautet: „Beherztes Leben und die Kultur der Freiheit“.

    Zum kulturellen Rahmen der Denkanstöße gehören wie immer auch eine Kinovorstellung und ein Theaterstück. Den Anfang macht eine Reisedokumentation von Tobias Köhn. Der Film „Ein Viertel der Welt“ wird am Mittwoch, den 11. März, im Xinedome (18:00 Uhr) gezeigt. Mit dem Solostück „Emmas Glück“ gibt die Theaterei Herrlingen am Freitag, den 13. März um 20:30 Uhr, eine Vorstellung.
    Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, dafür wird um Spenden gebeten. Der Erlös kommt der Suchtberatung der Caritas Ulm-Alb-Donau zugute. Veranstaltet werden die Ulmer Denkanstöße vom Humboldt-Studienzentrum der Universität Ulm (HSZ) gemeinsam mit der Kulturabteilung der Stadt Ulm und der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Weitere Informationen gibt es unter www.ulmer-denkanstoesse.de


    Wissenschaftliche Ansprechpartner:

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Dr. h.c. Renate Breuninger: 0731/50 23460, E-Mail: renate.breuninger@uni-ulm.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


    13. Ulmer Denkanstöße


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