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10.04.2006 15:52

UDE: Wikinger wie Wikipedia - Projekt ermöglicht virtuelle Wissensvernetzung

Ulrike Bohnsack Ressort Presse - Stabsstelle des Rektorats
Universität Duisburg-Essen

    Wenn sich heutzutage Wissenschaftler austauschen, dann nicht allein auf konventionellem Wege bei Tagungen, durch Vorträge oder Bücher. Mehr und mehr nutzen sie die digitalen Bibliotheken und elektronischen Publikationen im Internet. Das Forschungsprojekt WIKINGER, das die Computerlinguisten der Universität Duisburg-Essen mittragen, will ganz neue Kommunikationswege im Netz eröffnen. Ziel ist ein Informationsmanagement in Wissenschaft und Forschung ähnlich der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia. Weil das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Entwicklung virtueller Informations- und Arbeitsumgebungen beschleunigen will, erhält WIKINGER in den kommenden drei Jahren eine Millionen Euro aus dem Topf der e-Science-Initiative des BMBF.

    In Anlehnung an den Pionier Wikipedia steht WIKINGER denn auch für Wiki Next Generation Enhanced Repository. Medien-, Ingenieur- und Geschichtswissenschaftler arbeiten gemeinsam an dieser Software: die Computerlinguisten der UDE um Professor Dr. Wolfgang Hoeppner, das Fraunhofer Institut für Medienkommunikation (IMK) in St. Augustin und die Kommission für Zeitgeschichte (KfZG) in Bonn. Sie erproben die neuen Verfahren an einer konkreten Aufgabe aus der katholischen Zeitgeschichte. Die Forscher erstellen ein web-basiertes "Biographisch-bibliographisches Handbuch für das katholische Deutschland". Wie bei Wikipedia sollen Wissenschaftler direkt im WWW die Texte online erstellen und bearbeiten können. Darauf folgt ein schneller und effektiver Auf- und Ausbau eines Infonetzes.

    Doch WIKINGER wird mehr als eine Wissensplattform sein. Automatische Namenerkennung ist das Stichwort. So entwickeln die Projektteams Verfahren, mit denen sich Personen-, Funktions- und Ortsbezeichnungen in den riesigen Datenmengen finden lassen. Mit Hilfe von Techniken des so genannten semantischen Webs kann die Suche gezielt nach inhaltlichen Gesichtspunkten erfolgen statt nur nach der Buchstabenfolge.

    Auf diesem Gebiet sind die Duisburg-Essener Computerlinguisten Experten. Sie haben in den letzten Jahren bereits erfolgreich maschinelle Lernverfahren zur Eigennamen-Erkennung entwickelt. Diese Methoden verfeinern und erweitern sie nun für WIKINGER, so dass sich auch andere Kategorien, z.B. historische Ereignisse, entdecken lassen. Das erspart dem Nutzer später Zeit raubende Recherchen. Einmal erfolgreich entwickelt, lässt sich WIKINGER auf alle anderen Forschungsgebiete, sei es in den Geisteswissenschaften, Ingenieur- oder Naturwissenschaften, übertragen.

    Weitere Informationen: Dr. Andreas Wagner, Tel 0203/379-1976, E-Mail: andreas.wagner@uni-due.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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