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26.09.2008 14:00

Verdienste um den Fachbereich Produktionstechnik: Universität Bremen beruft Hans Kurt Tönshoff zum Fellow

Angelika Rockel Pressestelle
Universität Bremen

    Pünktlich zum 25. Geburtstag: Besser konnte der Termin nicht gewählt werden. Heute wurde Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. mult. Dr. h.c. Hans Kurt Tönshoff von der Universität Bremen während der Jubiläumsfeier ihres Fachbereiches Produktionstechnik zum Fellow berufen. Damit würdigt sie die Verdienste des international renommierten Wissenschaftlers von der Universität Hannover. "In Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen und in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen", heißt es in der Urkunde, die von Uni-Rektor Professor Wilfried Müller überreicht wurde.

    Zusammen mit anderen Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Industrie wurde Tönshoff 1980 auf Initiative des Landes Bremen hin vom Wissenschaftsrat in das Beratungsgremium berufen, das sich in den 70er und 80er Jahren mit der Neuorientierung der Universität Bremen beschäftigte. Ziel war die stärkere Betonung der Natur- und Ingenieurwissenschaften innerhalb der Uni. Dieses Engagement führte schließlich zur Gründung des Fachbereiches Produktionstechnik, zur Berufung der ersten Professuren sowie zur Aufnahme des Lehrbetriebes im Herbst 1983. Anfangs sehr umstritten, hat sich das damalige Konzept durchgesetzt und gilt heute als Erfolgsmodell. So war es den Bremer Produktionstechnikern ein ganz besonderes Anliegen, Tönshoff gerade zu ihrem Jubiläum mit dieser Auszeichnung zu danken.

    Tönshoff war akademischer Lehrer, Doktorvater und Mentor von ungezählten Diplomanden, rund 250 Doktoren der Ingenieurwissenschaft sowie inzwischen 16 C4/W3 Universitätsprofessoren der Produktionstechnik und Elektrotechnik. Allein im Fachbereich Produktionstechnik der Uni Bremen arbeiten heute vier dieser Professoren. Mit seinem wissenschaftlichen Lebenswerk habe Tönshoff die gesamte Produktionstechnik in Forschung und Lehre nachhaltig geprägt, so Müller.

    Fellow der Universität Bremen: Eine Auszeichnung der besonderen Art

    Die Universität beruft Professorinnen und Professoren anderer Universitäten zum Fellow, die durch hervorragende Leistungen in der Wissenschaft namhaft geworden sind. Nur sehr Wenigen wird die besondere Ehre zuteil: Mit Professor Wilfried Brauer von der TU München berief die Universität 2006 erstmals einen Fellow, und nun verlieh sie die Auszeichnung zum zweiten Mal - an Professor Tönshoff. Zum Fellow kann berufen werden, wer seit längerer Zeit mit der Universität wissenschaftlich zusammenarbeitet, seine aktive Dienstzeit beendet hat und mit seinem wissenschaftlichen Werk für die Entwicklung eines Fachgebiets der Universität besondere Bedeutung hat. Für den neuen Fellow der Universität gilt: Der wissenschaftliche Diskurs mit Herrn Professor Tönshoff und sein Rat als Mentor sind bis heute unverzichtbar.

    Professor Hans Kurt Tönshoff

    Hans Kurt Tönshoff studierte von 1954 bis 1959 Maschinenbau, promovierte 1965 auf dem Gebiet der Feinbearbeitung und wurde nach einer 7-jährigen Industrie-Tätigkeit 1970 als ordentlicher Professor an die Technische Hochschule Hannover berufen. Bis 2002 hatte er den Lehrstuhl inne und war Direktor des Instituts für Fertigungstechnik und spanende Werkzeugmaschinen (IFW). Tönshoff war an der Gründung mehrerer, angesehener Institute wie zum Beispiel dem Laser Zentrum Hannover (LZH), dem Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) und dem Produktionszentrum Hannover (PZH) beteiligt und arbeitete in nahezu allen weltweit bedeutenden Gremien der Produktionstechnik mit sowie in den wichtigsten deutschen wissenschaftspolitischen Vereinigungen.

    1975 wurde Tönshoff aktives Mitglied der Internationalen Forschungsgemeinschaft für Produktionstechnik (CIRP), später arbeitete er dort mehrere Jahre im Präsidium, und 1998/1999 wurde er schließlich ihr Präsident. Von 1980 bis 1984 war er Mitglied des Wissenschaftsrates der Bundesrepublik Deutschland, von 1982 bis 1987 Kurator der Volkswagen-Stiftung, und von 1982 bis 1998 Vorstandsmitglied des wissenschaftlichen Rates der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF). Zwischen 1984 und 1986 war Tönshoff Beauftragter für Forschung und Technologie des Landes Niedersachsen, in den Jahren 1984 bis 1989 Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von 1989 bis 1995 deren Vizepräsident. Darüber hinaus belegt eine Fülle von Ehrungen eindrucksvoll das Wirken des Wissenschaftlers. So erhielt er unter anderem mehrere Ehrendoktorwürden und das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

    (Sabine Nollmann)

    Achtung Redaktionen: Fotos finden Sie unter www.fb4.uni-bremen.de/s_ervice/25jahre_fb4.html. Ab dem 26. September, 17 Uhr, liegen dort auch aktuelle Bilder von dem Festakt.

    Weitere Informationen und Ansprechpartner:

    Prof. Dr.-Ing. Stefan Will (Dekan des Fachbereiches Produktionstechnik der Universität Bremen)
    Telefon: 0421 218-22 29, E-Mail: swill@uni-bremen.de

    Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. mult. Dr. h.c. Hans Kurt Tönshoff
    Telefon: 05139 34 83, E-Mail: hk@toenshoff.de

    Dipl.-Ing. Torsten Bolik (Öffentlichkeitsarbeit Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen)
    Telefon: 0421 218-86 73 oder 0177 639 33 97, E-Mail: bolik@uni-bremen.de

    Sabine Nollmann (PR/Wissenschaftskommunikation)
    Telefon: 0170 904 11 67, E-Mail: mail@kontexta.de


    Weitere Informationen:

    http://www.fb4.uni-bremen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Energie, Maschinenbau, Verkehr / Transport, Werkstoffwissenschaften
    überregional
    Personalia
    Deutsch


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