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03.01.2011 12:44

Prof. Dr. Johannes Waltenberger leitet Klinik und Poliklinik für Kardiologie des UKM

Simone Hoffmann Stabsstelle Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Münster

    Neuer Klinikdirektor wechselt von Maastricht nach Münster

    Münster (ukm/dre). Prof. Dr. Johannes Waltenberger ist neuer Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie am Universitätsklinikum Münster (UKM). Zum Jahresbeginn trat er seinen Dienst an. Der 48-Jährige wechselt von der Universitätsklinik Maastricht (Niederlande) nach Münster. In Maastricht leitete er u.a. die Abteilung für Invasive Kardiologie des Herz-Gefäß-Zentrums, das kardiovaskuläre Interventionszentrum und die Abteilung Molekulare und Vaskuläre Kardiologie am kardiovaskulären Forschungsinstitut der Universität.

    Über mehr als sieben Jahre arbeitete der gebürtige Heidelberger in den Niederlanden, nun kehrt er nach Deutschland zurück: „Natürlich hat man einen anderen Blick auf das deutsche Gesundheitswesen nach einer so langen Zeit im Ausland – und neue Ideen, die ich nun mit meinem Team in Münster umsetzen möchte.“ Während seiner Zeit in Maastricht war Prof. Waltenberger – als „Niederländischer“ – auch Vorstandsmitglied der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie.

    Zu seinen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten zählen u.a. der Herzinfarkt und die Durchblutungsstörungen des Herzens. „Neben der Akutbehandlung und den elektiven Kathetereingriffen zählen dazu auch die Prävention und die Nachbehandlung in der frühen und späten Regenerationsphase. Durch die kathetergestützte Wiedereröffnung chronisch verschlossener Herzkranzgefäße lassen sich die Beschwerden ebenso abmildern wie durch alternative Verfahren zur Stimulation von Umgehungskreisläufen. Der Fachbegriff hierfür lautet Arteriogenese. Derartige alternative bzw. „biologische Therapien“ werden zukünftig stärker an Bedeutung im klinischen Alltag gewinnen“, ist der Kardiologe überzeugt. „Wenn wir die Funktion der Wachstumsfaktoren besser verstehen und diese im Heilungsprozess beeinflussen können, werden wir die bereits bestehenden, sehr guten Möglichkeiten der medikamentösen und kathetergestützten Therapien noch entscheidend ergänzen können“, erklärt Prof. Waltenberger, der für seine Pionierarbeiten u.a. mit dem Franz-Loogen-Preis ausgezeichnet wurde.

    Nach dem Studium der Medizin in Heidelberg, Glasgow, der Harvard Medical School in Boston und der Dissertation in Heidelberg begann der ehemalige Stipendiat des Cusanuswerkes seine wissenschaftliche Laufbahn am Ludwig Institut für Krebsforschung in Uppsala (Schweden). „Die Onkologie war Vorreiter auf dem Gebiet der Wachstumsfaktoren und deren molekularen Grundlagen. Hier gab es viele Anstöße für den Einsatz in der Kardiologie und der Gefäßmedizin“, so Waltenberger. Danach arbeitete er an der Universitätsklinik Ulm. Der Habilitation dort schloss sich für den Heisenberg-Stipendiaten eine vierjährige Tätigkeit als Oberarzt in Ulm an. 2003 wurde er dann Professor für Kardiologie und Invasive Kardiologie am Universitätsklinikum Maastricht. 2006 lehnte er einen Ruf auf die Professur für Kardiologie am Karolinska Institut in Stockholm ab. Seine Entscheidung für Münster wurde maßgeblich davon beeinflusst, „dass der Medizinstandort Münster ein umfassendes Expertisen-Spektrum für die klinische und wissenschaftliche Arbeit bietet. Das sind – neben dem Ausbau der Herz- und Gefäßmedizin - die besten Rahmenbedingungen für eine moderne Kardiologie im 21. Jahrhundert“, erklärt der Herzspezialist.

    Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM, erklärt: „Mit der Berufung von Prof. Waltenberger können wir unseren sehr starken kardiologischen Schwerpunkt in der Krankenversorgung weiter ausbauen.“ Gleiches gelte auch für die Forschung und die Medizinerausbildung, betont der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster, Prof. Dr. Wilhelm Schmitz: „Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Prof. Waltenberger einen Mediziner und Wissenschaftler mit internationalem Renommee für Münster gewinnen konnten.“

    Die Klinik für Kardiologie und Angiologie am UKM wurde seit Anfang 2008 und dem altersbedingten Ausscheiden des früheren Direktors Prof. Dr. Günter Breithardt kommissarisch von Prof. Dr. Lars Eckardt und Prof. Dr. Holger Reinecke geleitet. Mit der Berufung erfolgt auch eine Neuorganisation in ein Department für Kardiologie und Angiologie als Bestandteil des Herzzentrums am UKM. In diesem Department sind die Klinik und Poliklinik für Kardiologie, das EMAH-Zentrum, die Abteilung für Rhythmologie, die Abteilung für Angiologie sowie das Institut für Genetik von Herzerkrankungen organisiert. Prof. Dr. Johannes Waltenberger trägt als Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie auch die organisatorische Verantwortung für das gesamte Department.

    Prof. Waltenberger ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Als passionierter Radfahrer freut er sich auf das Münsterland.


    Weitere Informationen:

    http://www.ukmuenster.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Organisatorisches, Personalia
    Deutsch


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