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13.01.2011 17:29

Forum Bioethik: Streitfall Babyklappe. Ein Jahr nach der Stellungnahme des Deutschen Ethikrates

Ulrike Florian Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Ethikrat

    Vorträge mit anschließender Diskussion

    Forum Bioethik
    Streitfall Babyklappe
    Ein Jahr nach der Stellungnahme des Deutschen Ethikrates

    Mittwoch, 23. Februar 2011, 18:00 Uhr s. t.
    Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal Markgrafenstraße 38
    10117 Berlin

    (U2 Hausvogteiplatz, U6 Französische Straße oder Stadtmitte)

    Anmeldung erforderlich bis zum 20. Februar 2011 unter www.ethikrat.org.

    Für Hörgeschädigte steht während der Veranstaltung bei Bedarf ein Gebärdendolmetscher bzw. eine Simultanmitschrift zur Verfügung.

    Begrüßung
    Prof. Dr. med. Christiane Woopen
    Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates

    Vorträge
    Joelle Coutinho
    Deutsches Jugendinstitut

    Maria Elisabeth Thoma
    Bundesvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen

    Volker Stollorz
    Freier Wissenschaftsjournalist

    Podium
    Ulrike Herpich-Behrens
    Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin

    Ingrid Fischbach, MdB
    Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

    Maria Geiss-Wittmann
    Vorsitzende des Beirats von Donum Vitae in Bayern

    Volker Stollorz
    Freier Wissenschaftsjournalist

    Prof. Dr. phil. Weyma Lübbe
    Mitglied des Deutschen Ethikrates

    Moderation
    Prof. Dr. med. Christiane Woopen
    Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrates

    Zum Thema

    Babyklappe und anonyme Geburt werden kontrovers und emotional diskutiert. Seit 1999 wird in Deutschland von kirchlichen und anderen freien Trägern und Krankenhäusern die Möglichkeit angeboten, ein Kind in einer Babyklappe anonym abzugeben oder nach medizinisch betreuter Geburt anonym zurückzulassen. Anonyme Kindesabgaben sollen verhindern, dass Neugeborene getötet oder ausgesetzt werden.
    Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass dies gelingt. Eine anonyme Geburt soll darüber hinaus Frauen, die ihre Mutterschaft geheim halten wollen, eine medizinisch begleitete Entbindung ermöglichen. Die Angebote sind allerdings ethisch und rechtlich sehr problematisch und haben schwerwiegende Folgen für die Kinder, die an der Anonymität ihrer Herkunft lebenslang zu tragen haben, sowie für Mütter und manchmal auch Väter, denen der Kontakt zu ihren leiblichen Kindern lebenslang verschlossen ist.

    Im November 2009 hat der Deutsche Ethikrat daher empfohlen, die vorhandenen Babyklappen und bisherigen Angebote zur anonymen Geburt aufzugeben, begleitend die öffentlichen Informationen über die bestehenden legalen Hilfsangebote zu verstärken und Schwangeren/Müttern durch Gesetz eine „vertrauliche Kindesabgabe mit vorübergehend anonymer Meldung“ zu ermöglichen. Dieser Vorschlag hat zu heftigen Reaktionen geführt.

    Der Deutsche Ethikrat möchte in dieser Veranstaltung mit Vertretern aus Praxis, Politik und Medien diskutieren, welche Entwicklungen es in deren Bereichen seither gab.

    • Wie wurde die Stellungnahme des Deutschen Ethikrates in der Öffentlichkeit aufgenommen?
    • Welche Aspekte der Stellungnahme wurden besonders thematisiert und welche wurden nicht wahrgenommen?
    • Welche Auswirkungen gibt es in der Politik und bei den Trägern der Angebote ein Jahr nach der Stellungnahme?


    Weitere Informationen:

    http://www.ethikrat.org (Programm und Anmeldeformular)


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Philosophie / Ethik, Recht
    überregional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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