idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
25.01.2011 09:18

Rostocker Wissenschaftler verbessern Diabetes-Diagnostik durch Laserscantechnologie

Ingrid Rieck Presse und Kommunikation
Universität Rostock

    Eine Gruppe um Prof. Dr. Rudolf Guthoff von der Universitätsaugenklinik Rostock arbeitet seit einigen Jahren an der Entwicklung von Aufnahmetechniken der Hornhaut, die am Patienten mikroskopische Vergrößerungen erlauben. In Kooperation mit der Firma Heidelberg Engineering GmbH (Dossenheim) wurde dazu ein marktfähiges Gerät entwickelt, das auf der Basis der Laserscantechnologie arbeitet. Inzwischen erlauben Weiterentwicklungen eine dreidimensionale Darstellung der menschlichen Hornhaut, die bisher für kaum möglich gehalten wurde. Die Entwicklungen basieren im Wesentlichen auf den experimentellen Arbeiten der Physiker Prof. Dr. Joachim Stave und Privatdozent Dr. Oliver Stachs von der Universität Rostock und können unter anderem zur verbesserten Diagnostik bei Diabetespatienten eingesetzt werden.

    In den letzten Monaten zeigte sich, dass die in der Hornhaut verlaufenden Nerven möglicherweise als Maß für die Schädigung des peripheren Nervensystems bei Diabetikern genutzt werden kann. Durch die Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie und einem Informatiker der Universität Leipzig ist es gelungen, Softwaremodule zu entwickeln, die eine Quantifizierung des Nervenfaserschadens erlauben.

    In der Zwischenzeit wird diese Methode bereits in den USA, Australien und einer Arbeitsgruppe in Manchester/England eingesetzt, wo die guten Ergebnisse der Rostocker Wissenschaftler bestätigt werden konnten. „Es ist zu erwarten, dass diese Technologie die bisher notwendigen Probeentnahmen aus der Haut von Diabetespatienten ersetzt und eine nicht-invasive Verlaufskontrolle der Nervenveränderungen bei degenerativen Erkrankungen, insbesondere bei der Zuckerkrankheit (Diabetes), ermöglicht“, sagte Prof. Dr. Rudolf Guthoff. Unter der Leitung von Dr. med. Andrey Zhivov von der Rostocker Universitätsaugenklinik werden derzeit klinische Studien in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Südstadt Rostock und dem Institut für Klinische Diabetologie am Deutschen Diabeteszentrum an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf durchgeführt.

    Kontakt:
    Universität Rostock
    Presse+Kommunikation
    Dr. Ulrich Vetter
    Telefon: +49 (0)381 498 1013
    E-Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de

    Medizinische Fakultät, Augenklinik
    Prof. Dr. Rudolf Guthoff
    Telefon: +49 (0)381 494 8501
    E-Mail: rudolf.guthoff@med.uni-rostock.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).