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26.01.2011 09:32

Stefan Jentsch erhält Louis-Jeantet Preis für Medizin

Anja Konschak Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Biochemie

    Jede Zelle verfügt über eine große Anzahl von Proteinen, die maßgeblich die Lebensfunktionen eines Organismus steuern. Dabei übernimmt jedes Protein spezielle Aufgaben. Durch Modifikationen mit Ubiquitin und verwandten Proteinen können diese Aufgaben nachträglich verändert werden. Stefan Jentsch, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München, wurde jetzt für seine Forschungen zu dieser Form der Proteinregulation mit dem Louis-Jeantet Preis für Medizin 2011 geehrt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 700.000 Schweizer Franken (ca. 540.000 Euro) verbunden und wird von der Louis-Jeantet Stiftung verliehen.

    Jentsch pionierte Studien zu Proteinmodifikationen durch Ubiquitin und verwandte Proteine. Ubiquitin markiert Proteine meist für deren Abbau. Der Biologe konnte jedoch zeigen, dass Ubiquitin auch für die Genomstabilität und der DNA-Reparatur eine entscheidende Rolle spielt. Seine Forschung ist medizinisch besonders relevant, da beschädigte DNA verschiedene Krankheiten wie zum Beispiel Krebs auslösen kann. „Ich möchte das Preisgeld nutzen, um die Forschung an Ubiquitin und verwandten Proteinen fortzusetzen“, sagt Jentsch. „Auch interessiert mich der Mechanismus, wie beschädigte Chromosomen repariert werden.“

    Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Norwegischen Neurobiologen Edvard und May-Britt Moser, Direktor und Co-Direktorin des Kavli Instituts für Systemische Neurowissenschaften an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens in Trondheim. Alle Preisträger sind auf Gebieten der biologischen Grundlagenforschung tätig, die eine große Bedeutung für die Medizin versprächen, so die Louis-Jeantet-Stiftung.

    Kontakt

    Prof. Dr. Stefan Jentsch
    Molekulare Zellbiologie
    Max-Planck-Institut für Biochemie
    Am Klopferspitz 18
    82152 Martinsried
    E-Mail: jentsch@biochem.mpg.de

    Anja Konschak
    Öffentlichkeitsarbeit
    Max-Planck-Institut für Biochemie
    Am Klopferspitz 18
    82152 Martinsried
    Tel. +49 89 8578-2824
    E-Mail: konschak@biochem.mpg.de
    http://www.biochem.mpg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.biochem.mpg.de/jentsch - Forschungsabteilung Molekulare Zellbiologie (Stefan Jentsch)


    Anhang
    attachment icon Pressemitteilung der Louis-Jeantet-Stiftung (englisch)

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


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