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26.01.2011 11:55

Neuer Stiftungsprofessor will Management im Gesundheitswesen verbessern

Friederike Meyer zu Tittingdorf Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Wie können Krankenhäuser eine medizinische Versorgung auf hohem Niveau anbieten und dennoch wirtschaftlich arbeiten? Lässt sich die Qualität steigern, wenn Patienten ihre ärztliche Behandlung öffentlich beurteilen? Und welche Formen der medizinischen Versorgung benötigt unsere alternde Gesellschaft? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Martin Dietrich, den Minister Dr. Christoph Hartmann heute zum Stiftungsprofessor für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt „Management des Gesundheitswesens“ an der Saar-Uni ernannt hat. Die Professur wird für fünf Jahre im Wesentlichen von der Merziger kohl-Gruppe finanziert. Auch der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ist beteiligt.

    Wissenschaftsminister Dr. Christoph Hartmann setzt hohe Erwartungen in den neuen Forschungsschwerpunkt der Saar-Uni: „Der Gesundheitssektor ist eine Wachstumsbranche, nicht nur im Saarland. Deshalb freue ich mich, dass wir Professor Dietrich für die Universität des Saarlandes gewinnen konnten. Seine Forschung und Lehre im Bereich des Gesundheitsmanagements ist von großer Bedeutung für künftige Branchenspezialisten. Bei dieser Stiftungsprofessur greifen Wirtschaft und Wissenschaft sehr gut ineinander.“ Der Unternehmer Edwin Kohl sieht als einer der Stifter der neuen Professur noch viel Forschungsbedarf. „Wir stehen vor der großen Herausforderung, unser Gesundheitswesen auch in Zukunft bezahlbar zu halten. Insbesondere die mittelständische Gesundheitswirtschaft entwickelt innovative Produkte, Strukturen und Versorgungsprozesse. Die Wissenschaft kann hier wichtige Erkenntnisse liefern, welche möglichen Auswirkungen ein neuer Versorgungsansatz für unser Gesundheitswesen hat. Damit wird Management im Gesundheitswesen zum Gewinn für uns alle“, begründete Edwin Kohl, Inhaber der kohl-Gruppe, sein Engagement.

    Universitätspräsident Volker Linneweber sieht die Stiftungsprofessur als Anfang für weitere Aktivitäten auf dem Gebiet des Gesundheitsmanagements. „Wir wollen die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftswissenschaften auf dem Campus in Saarbrücken und der Medizin in Homburg stärken und mittelfristig ein interdisziplinäres Studienprogramm im Bereich Gesundheitsmanagement anbieten“, sagte Linneweber anlässlich der Ernennung des Stiftungs-Professors. Martin Dietrich beschäftigt sich vor allem damit, wie sich das Management von Gesundheitsorganisationen auf das sich wandelnde gesellschaftliche Verständnis von Gesundheit und Gesundheitsversorgung am besten einstellen kann. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Kommunikation von Qualitätsinformationen.

    „Patienten sind daran gewöhnt, sich über das Internet zu informieren und auch Urteile über bestimmte Leistungen abzugeben. Sie sehen sich aber insgesamt einer Vielzahl von Informationen über die Qualität von medizinischen Angeboten ausgesetzt“, nennt der 39-jährige Wissenschaftler als eine der Herausforderungen für das Gesundheits-Management. Er untersucht daher, wie diese Informationen tatsächlich in Entscheidungen einfließen und wie dadurch mehr Leistungswettbewerb unter den Anbietern entsteht. Der neue Stiftungsprofessor erhielt seine wissenschaftliche Ausbildung an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Dort studierte Martin Dietrich Wirtschaftswissenschaften und promovierte auf dem Gebiet des Gesundheitsmanagements. Seine Doktorarbeit wurde mit dem Friedrich-August-von-Hayek-Preis ausgezeichnet, mit dem die Universität Freiburg die besten Dissertationen in den Wirtschaftswissenschaften prämiert. An der Universität des Saarlandes wird Martin Dietrich unter anderem neue Wege der Gesundheitsversorgung erforschen und sich dabei dem Management neuer Dienstleistungstechnologien widmen. Dies soll zum Beispiel Senioren ermöglichen, länger in ihrem häuslichen Umfeld zu leben.

    Fragen beantwortet:

    PD Dr. Martin Dietrich
    Tel. 0761 / 203-2366
    Mail: martin.dietrich@vwl.uni-freiburg.de

    Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-3610) richten.


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-saarland.de/pressefotos


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Personalia
    Deutsch


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