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24.02.2011 10:24

Universitätsklinikum Heidelberg wird Koordinierungsstelle für Versorgungsforschung

Dr. Annette Tuffs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Heidelberg

    Baden Württemberg stärkt Forschung für bessere Patientenversorgung in Krankenhäusern und Arztpraxen mit 3,4 Mio. Euro

    Landesweites Netzwerk - Koordinierung am Universitätsklinikum Heidelberg - Nachwuchsakademie Versorgungsforschung

    Wissenschaftsminister Frankenberg: Bundesweit einmalige Initiative für neue Versorgungskonzepte

    Das Land Baden Württemberg stärkt die Forschung für eine bessere medizinische Versorgung von Patienten mit bis zu 3,4 Millionen Euro. Das Wissenschaftsministerium fördert damit die sogenannte Versorgungsforschung in einer bundesweit einmaligen Initiative: Finanziert wird neben einer Nachwuchsakademie für junge Wissenschaftler die Gründung eines landesweiten Netzwerks mit einer Koordinierungsstelle an der Universitätsklinik Heidelberg.


    „Patientinnen und Patienten aller Krankenhäuser und Arztpraxen des Landes können von diesem Projekt profitieren - zum Beispiel durch bessere Methoden zur Versorgung chronisch Kranker“, sagte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 24. Februar in Stuttgart. „Im Kern der Initiative steht eine neue Nachwuchsakademie, in deren Rahmen bis zu 40 Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Versorgungsforschung gefördert und betreut werden. Außerdem sorgen wir dafür, dass sich sämtliche in der Versorgungsforschung aktiven Einrichtungen des Landes vernetzen und feste Strukturen miteinander bilden“.

    Dem landesweiten Netzwerk gehören derzeit alle medizinischen Fakultäten und Universitätskliniken des Landes sowie das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim an. Die Fäden laufen am Universitätsklinikum Heidelberg zusammen. Dort leitet Herr Professor Dr. Joachim Szecsenyi die zentrale Koordinierungsstelle.

    Für die Nachwuchsakademie wendet das Land 1,6 Millionen Euro auf. Damit werden bis zu 40 Forschungsprojekte von Nachwuchswissenschaftlern gefördert. Das Programm wird in diesen Tagen ausgeschrieben. Bewerben können sich Forscherinnen und Forscher unter anderem aus der Medizin, der Pharmazie, der Informatik und aus sozialwissenschaftlichen/ökonomischen Fächern. Die Projekte werden im Rahmen der Nachwuchsakademie betreut - zum Beispiel durch Workshops und Symposien. Gespeist wird die Nachwuchsakademie von den beteiligten Netzwerkpartnern. Die Nachwuchsakademie soll junge Wissenschaftler aus der Versorgungsforschung weiter qualifizieren und an internationale Standards heranführen.

    Weitere 1,8 Millionen Euro fließen in die Bildung von Strukturen für eine effiziente Forschungsarbeit an allen Partnerinstitutionen. Dazu zählen unter anderem die Etablierung eines Beirats mit Vertretern aus dem Gesundheitswesen und die Einrichtung einer webbasierten Kommunikationsplattform.

    Sozialministerin Dr. Monika Stolz begrüßte die Initiative: „Die steigende Zahl älterer Menschen und die Zunahme von chronisch Kranken stellen die Medizin vor neue Herausforderungen.“ Eine wissenschaftliche Bewertung der Prozesse bei der Patientenversorgung sei deshalb unerlässlich, so die Ministerin.

    Die Versorgungsforschung untersucht die Patientenversorgung in Krankenhäusern, Arztpraxen und sonstigen Gesundheitseinrichtungen. Sie entwickelt - darauf aufbauend - medizinische und organisatorische Konzepte für Verbesserungen. Themen sind zum Beispiel die Versorgung bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder die Anwendung alternativer Arzneimittel. Zur Versorgungsforschung gehören neben den klinischen Fächern unterschiedliche Disziplinen wie die Rehabilitationswissenschaften, die Pflege, die Allgemeinmedizin sowie die Palliativmedizin, aber auch die Sozialwissenschaften und Ökonomie.


    Biljana Bojic
    Ministerium für Wissenschaft,
    Forschung und Kunst
    - Pressestelle -
    Königstr. 46
    70173 Stuttgart
    Tel.: 0711/279-3005
    Fax: 0711/279-3082
    E-mail: http://mailto:Biljana.Bojic@mwk.bwl.de Biljana.Bojic@mwk.bwl.de
    http://www.mwk.baden-wuerttemberg.de www.mwk.baden-wuerttemberg.de>

    Bei Rückfragen von Journalisten:
    Dr. Annette Tuffs
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    des Universitätsklinikums Heidelberg
    und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg Im Neuenheimer Feld 672 69120 Heidelberg
    Tel.: 06221 / 56 45 36
    Fax: 06221 / 56 45 44
    E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de


    Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät

    Heidelberg Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

    Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

    Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=15presse


    Weitere Informationen:

    http://www.versorgungsforschung-bw.de
    http://mwk.baden-wuerttemberg.de/service/aktuelle-ausschreibungen Ausschreibung Nachwuchsprogramm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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