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25.02.2011 08:27

Luftverschmutzung ist eine der Hauptursachen für Herzinfarkte

lic. phil. Hans Syfrig Fongione Öffentlichkeitsarbeit
Universität Basel

    Ein wesentlicher Anteil der Herzinfarkte geht zu Lasten der Luftverschmutzung. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam mit Beteiligung des mit der Universität Basel assoziierten Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts. Die Forschungsergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachmagazins «The Lancet» veröffentlicht.

    Herzinfarkte werden ausgelöst, indem sich in den Gefässen vorhandene atherosklerotische Verkalkungen ablösen und die Blutversorgung des Herzens teilweise verschliessen. Dieses potentiell lebensgefährliche Ereignis der koronaren Herzerkrankung ist in vielen westlichen Ländern eine der häufigsten Todesursachen.

    Forscherinnen und Forscher am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel (Departement Epidemiologie und Public Health) haben zusammen mit Kollegen in Belgien den Beitrag verschiedener bekannter Ursachen von Herzinfarktereignissen analysiert und miteinander verglichen – mit dem Resultat, dass der Beitrag des Strassenverkehrs und die Belastung durch Luftverschmutzung erheblich sind. Ihr Anteil ist vergleichbar mit anderen zentralen Ursachen koronarer Ereignisse wie akute körperliche Überanstrengung, üppige Mahlzeiten oder Ärger.

    Die Studie unterstreicht den Willen bzw. die Wichtigkeit und den potentiellen Nutzen von politischen Massnahmen, die Luftverschmutzung zu verringern, um Herzinfarkte zu verhindern. Die Forschenden weisen darauf hin, dass das Ausmass der Folgen von Luftverschmutzung insbesondere in den sehr stark verschmutzten städtischen Regionen von Entwicklungs- und Schwellenländern von wachsender Bedeutung ist. Die Zunahme an koronaren Herzerkrankungen geht hier einher mit der starken Luftverschmutzung.

    Tim S. Nawrot, Laura Perez, Nino Künzli, Elke Munters, Benoit Nemer
    Public health importance of triggers of myocardial infarction: a comparative risk assessment.
    Published online February 24, 2011. The Lancet.

    Weitere Auskünfte
    Laura Perez, PhD, Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut, Socinstrasse 57, 4051 Basel, Tel. 061 284 83 95, E-Mail: l.perez@unibas.ch

    Prof. Dr. Nino Künzli, Vizedirektor Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut, Leiter Departement Epidemiologie und Public Health, Socinstrasse 57, 4051 Basel, Tel. 061 284 83 99, E-Mail: nino.kuenzli@unibas.ch


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


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