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02.03.2011 16:41

Exzellenzinitiative: Erfolg für die Martin-Luther-Universität

Ulf Walther Pressestelle
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    In der dritten Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder hat ein Antrag der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) die erste Hürde genommen: Das Konzept zur Graduiertenschule „Function Follows Form“ fand beim internationalen Gutachtergremium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrats Zuspruch. Die Universität ist nun aufgefordert, einen ausführlichen Antrag einzureichen.

    Die geplante naturwissenschaftliche Graduiertenschule vereint Material- und Biowissenschaftler unter dem Titel „Funktion aus Form“. Sie beschäftigt sich damit, wie Struktur und Design auf atomarer und molekularer Ebene die Funktion bestimmen. Basierend auf den bisherigen Aktivitäten der Doktorandenausbildung geht es darum, ein gemeinsames interdisziplinäres Programm für alle Doktoranden der beteiligten Fachrichtungen Chemie, Physik, Mathematik, Pharmazie und molekulare Biowissenschaften zu realisieren. Betrachtet werden die Formen anorganischer und organischer Materialien. Unter der Federführung von Prof. Dr. Ingrid Mertig und Prof. Dr. Elmar Wahle erarbeiteten Wissenschaftler der naturwissenschaftlichen Fakultäten der Universität, des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik, des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie, des Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben und des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik Halle die Antragskizze.

    „Wir haben voller Freude vernommen, dass wir mit unserem Antrag einen großen Schritt weiter gekommen sind. Natürlich hat dieser Erfolg Einfluss auf das Renommee der Uni und auf die Rekrutierung junger Wissenschaftler“, sagt Ingrid Mertig. Bei einem positiven Bescheid zur Vollantragstellung können sich Nachwuchswissenschaftler für eine Promotion im Rahmen der Graduiertenschule bewerben und Projekte aus den Forschungsbereichen Festkörpergrenzflächen, weiche Materie (Polymere), Proteine und Pflanzen bearbeiten. Nicht zuletzt lernen Doktoranden zudem Methoden und Fragestellungen anderer Fachgebiete kennen und werden somit auf interdisziplinäre Arbeit vorbereitet. „Die Schaffung einer international sichtbaren, strukturierten Doktorandenausbildung rückt damit in greifbare Nähe“, freut sich Elmar Wahle. „Dadurch verbessern sich die Möglichkeiten, gute Doktoranden anzuwerben und nicht zuletzt auch die Chancen von Absolventen auf dem Arbeitsmarkt.“

    „Diese gute Nachricht ist für die Universität Anlass zu großer Freude, stellt sie doch eine Bestätigung dar, dass sich unsere Wissenschaftler auf dem richtigen Wege befinden“, sagt MLU-Rektor Udo Sträter. „Zugleich erhält damit unsere Hoffnung auf Exzellenz einen spürbaren innovativen Schub und stärkt die beteiligten Forschungszweige.“ Die Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, Prof. Gesine Foljany-Jost ergänzt:
    „Dies bedeutet für unsere Wissenschaftler eine deutliche Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit und motiviert sie zusätzlich. Wir hoffen natürlich, dass wir mit dem Antrag auch ins Finale kommen und bundesweit anerkannt wird, dass am Hochschulstandort Halle exzellent geforscht wird.“

    Ob der Antrag in das Programm der Bundesexzellenzinitiative aufgenommen wird entscheidet sich Mitte 2012.

    Die Martin-Luther-Universität ist die einzige Hochschule in den neuen Bundesländern, die im Bereich Graduiertenschulen die erste Hürde genommen hat.

    Ansprechpartner zu dieser Pressemitteilung:

    Prof. Dr. Ingrid Mertig
    Institut für Physik//Theoretische Physik (Quantentheorie der Festkörper)
    Telefon: 0345 55 25430
    E-Mail: ingrid.mertig@physik.uni-halle.de

    Prof. Dr. Elmar Wahle
    Institut für Biochemie und Biotechnologie
    Telefon: 0345 55 24920
    E-Mail: ewahle@biochemtech.uni-halle.de

    Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost
    Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
    Telefon: 0345 55 21450
    E-Mail: prorektoratfw@uni-halle.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler, jedermann
    Biologie, Chemie, Mathematik, Medizin, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


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