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07.03.2011 11:54

Krebszellen riechen anders

Dr. Ernst Guggolz Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

    Einige Krankheiten erkennt man bereits am Geruch des Patienten: Der Atem eines Zuckerkranken riecht zum Beispiel nach Äpfeln; Körpergeruch nach Ammoniak deutet auf eine Erkrankung der Leber. Um Krebs zu diagnostizieren, reicht der Geruchssinn des Menschen zwar nicht aus, aber eine feine, künstliche Nase könnte Lungenkrebszelllinien erkennen und unterscheiden. Dies zeigt ein Beitrag in den „Nachrichten aus der Chemie“.

    Wissenschaftler verglichen massenspektrometrisch die flüchtigen Stoffwechselprodukte von zwei Lungenkrebszelllinien und zwei Lungenzellarten. Dazu züchteten sie alle vier Zelltypen in monozellulären Schichten in Zellkulturflaschen.

    Zellen nehmen Stoffe aus dem Nährmedium einer Kulturflasche auf und geben darin ihre Stoffwechselprodukte ab. Bei einem Teil dieser Stoffwechselprodukte handelt es sich um flüchtige organische Substanzen. Sie werden im Gasraum über dem Nährmedium mit einem Spektrometer nachgewiesen. Die Forscher ordneten anschließend 42 Stoffe mit statistischen Auswerteverfahren den vier Zelllinien eindeutig zu.

    Die Untersuchungen belegten Konzentrationsunterschiede bei den Stoffwechselprodukten. Zudem zeigte der Vergleich zwischen den gesunden und den Krebszelllinien, dass nur letztere Acetaldehyd verbrauchen.

    Die Untersuchungen und Messergebnisse erläutert die Physikerin Claudia Brunner vom Helmholtz-Zentrum München in ihrem Artikel für die „Nachrichten aus der Chemie“. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion unter nachrichten@gdch.de.

    Nahezu 80 000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den „Nachrichten" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der große Stellenmarkt.


    Weitere Informationen:

    http://www.nachrichtenausderchemie.de „Nachrichten aus der Chemie"
    http://www.gdch.de/taetigkeiten/nch/jg2011/h01_11.htm Das Januarheft der „Nachrichten aus der Chemie“


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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