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23.03.2011 13:49

Symposium der Schram-Stiftung 2011: Forum für Spitzenforscher der Neurowissenschaften

Nicole Germeroth DSZ - Deutsches Stiftungszentrum
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

    Im Rahmen des 9. Meetings der Deutschen Neurowissenschaftlichen Gesellschaft bringt die Schram-Stiftung am 23.03.2011 Spitzenforscher und Projektgruppen am Max- Planck Institut für Experimentelle Medizin in Göttingen zusammen.

    Die diesjährige Keynote Lecture „Defining the neuronal circuitry of fear“ hält Andreas Lüthi vom Friedrich Miescher Institute Basel. Angst und Furcht hinterlassen lang anhaltende, funktionelle Veränderungen in den neuronalen Netzwerken im Gehirn. Diese Erinnerungen sind nahezu unauslöschbar. Durch die Forschungen von Lüthi zeichnen sich Möglichkeiten ab, Furchtkonditionierungen zu durchbrechen. Der Schweizer Forscher und sein Team zeigten, dass spezifische Nervenzellverbände im Mandelkern, der Amygdala, das Angstgedächtnis positiv beeinflussen können. Belastende Erinnerungen könnten kontrolliert oder gar ganz gelöscht werden.
    Sieben der geförderten Stiftungsprojekte stellen ihre Forschungsergebnisse am 23. März vor. In Einzelvorträgen können sich Interessierte über den aktuellen Stand der Forschung an deutschen Spitzenforschungszentren informieren. Unter anderem wird Alexander Gottschalk, Professor für Molekulare Zellbiologie und Neurobiochemie, Universität Frankfurt, zum Thema „Optogenetic analysis of small neuronal networks in Caenorhabditis elegans“ referieren. Der Biochemiker gehört zu den Pionieren der Optogenetik. Vom Wissenschaftsmagazin „Nature“ zur Methode des Jahres 2010 gewählt, wird diese neue Technologie die Neurowissenschaften grundlegend ändern. Maßgeschneiderte Eiweiße erlauben detaillierte Einblicke in die Arbeitsweise des Nervensystems. Gezielt können die Forscher einzelne Zellen oder Nervenschaltkreise per Licht in Erregung versetzen oder abschalten. Weitere Referenten des Symposiums sind: Heiko Luhmann, Mainz; Thomas Hummel, Münster; Michael Kreutz, Magdeburg; André Fischer, Göttingen; Natalia Kononenko, Berlin, und Britta Qualmann, Jena.
    Die Begeisterung für die erstaunliche Plastizität und Komplexität des menschlichen Gehirns bewogen den Chemiker Armin Schram, im Jahr 2000 die Schram-Stiftung ins Leben zu rufen. Im regelmäßigen Turnus schreibt die Stiftung ihr Förderprogramm „Neurobiologische Grundlagenforschung“ aus. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung vier Ausschreibungen initiiert.
    Die Schram-Stiftung ist eine von über 470 Stiftungen, die das Deutsche Stiftungszentrum im
    Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft betreut.

    Symposium der Schram-Stiftung
    „From the Synapse to Neurological Disease“
    Max Planck Institut für Experimentelle Medizin
    Lecture hall
    Hermann-Rein-Straße 3
    37075 Göttingen


    Weitere Informationen:

    http://www.nwg-goettingen.de/2011/ - weitere Informationen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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