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26.04.2011 16:35

Tumortherapien per Computer individuell und im Detail planen

Katharina Vorwerk Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

    Renommierter Eurographics Medical Prize geht 2011 an Magdeburger Informatiker
    Computervisualisten und Informatiker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) und der Dornheim Medical Images GmbH wurden beim „Dirk Bartz Prize for Visual Computing in Medicine“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

    Computervisualisten und Informatiker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) und der Dornheim Medical Images GmbH wurden beim „Dirk Bartz Prize for Visual Computing in Medicine“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Ivo Rössling vom Institut für Simulation und Graphik der OVGU nahm stellvertretend für alle Beteiligten den Preis am 15. April 2011 auf der diesjährigen Eurographics-Konferenz, der größten europäischen Fachkonferenz für Computergraphik, in Venue Cymru (Wales, Großbritannien) entgegen.

    Den Wissenschaftlern vom Institut für Simulation und Graphik unter Leitung von Professor Bernhard Preim und der Ausgründung Dornheim Medical Images GmbH unter Leitung von Dipl.-Inf. Lars Dornheim ist es in Zusammenarbeit mit Chirurgen der Leipziger Universitätsklinik unter Leitung der Oberärzte Prof. Dr. Gero Strauß und Dr. Andreas Böhm gelungen, auf der Basis von individuellen Patientendaten Tumortherapien in der Halsregion individuell zu planen.

    Der von den Magdeburgern entwickelte „TumorTherapyManager“ erlaubt die selektive dreidimensionale Darstellung und Vermessung relevanter anatomischer Strukturen. Ob ein größeres Blutgefäß infiltriert ist, wie groß das Ausmaß der Infiltration ist, ob der Kehlkopf bei einer Operation erhalten werden kann oder wie effektiv eine Chemotherapie anschlägt – diese und andere Fragen können anhand der 3D-Modelle und ihrer Analyse präzise beantwortet und dokumentiert werden. Für den klinischen Einsatz ist wichtig, dass auch die Dokumentation der Behandlungsentscheidungen unterstützt wird.

    Die Software ist in den zurückliegenden beiden Jahren gründlich klinisch erprobt und den Erfahrungen entsprechend verfeinert worden. Der Beitrag der Magdeburger beschreibt den klinischen Einsatz und die Fortschritte, die sich gegenüber einer konventionellen Planung erreichen lassen. Die Auszeichnung würdigt dabei vor allem die hervorragende Integration relevanter Techniken und den belegten klinischen Nutzen. Derzeit wird die Markteinführung zusammen mit einem großen Medizingerätehersteller vorbereitet.

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr.-Ing. Bernhard Preim, Institut für Simulation und Graphik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Telefon: 0391 67-18512, E-Mail: bernhard@isg.cs.uni-magdeburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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