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05.05.2011 10:51

Mehrkanal-Ultraschall-Forschungsgerät bildet Gewebe schärfer ab

Dr. Barbara Laaser (Pressestelle) Öffentlichkeitsarbeit/Pressestelle
Fachhochschule Gelsenkirchen

    Die Fachhochschule Gelsenkirchen hat das 200.000 Euro teure Gerät im Rahmen eines mit 1,2 Millionen Euro von NRW und der EU geförderten Forschungsprojekts in Betrieb genommen. Das Projekt will dazu beitragen, Tumore in der weiblichen Brust oder in der Prostata schonender zu behandeln.

    Gelsenkirchen. Im Fachbereich Physikalische Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen startete Mitte letzten Jahres ein Forschungsprojekt, das dazu beitragen soll, Tumore in der weiblichen Brust sowie in der Prostata im Frühstadium schonender zu behandeln. Das gelingt nur, wenn das Gewebe durch Bildgebung präzise dargestellt wird. Im Forschungsprojekt der Fachhochschule werden die Bilder durch Ultraschall erzeugt. Das Projekt wird vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union mit über 1,2 Millionen Euro gefördert.
    Voraussetzung für die Förderung ist, dass auch die Fachhochschule Geld in die Hand nimmt. Das tat sie jetzt, indem sie zusätzliche 200.000 Euro für ein Mehrkanalultraschallforschungsgerät investierte. Mit dem Spezialgerät aus Frankreich kann Forscher Prof. Dr. Heinrich Martin Overhoff auf 128 Kanälen ein Ultraschallbild von Gewebe, Tumor und Hohlnadeln zur Platzierung von Strahlungskörpern erzeugen. In der klinischen Therapie sind zur Zeit Geräte mit nur 32 bis 64 Kanälen üblich. Daran erkennt man, wie viel feiner die Bilder sein werden, die Overhoff in seinem Forschungsprojekt erzeugen will.
    Darüber hinaus soll in den Ultraschalldaten die Lage des Tumors und der Hohlnadeln automatisch erkannt werden. Genutzt werden die Ergebnisse für die Nahfeldstrahlentherapie (Brachytherapie), bei der die Strahlung nur am Tumor selbst wirksam wird. Jede Bestrahlung von außen dagegen gefährdet auch immer die Haut und umliegendes Gewebe und Organe. Die aufbereiteten Ultraschallbilder sollen es dem Arzt erleichtern, die Strahlungskörper zielgenau in den Tumor zu bringen. Dort zerstören dann die radioaktiven Strahlen die Krebszellen. Das Forschungsprojekt, das vor allem grundlegende Verfahren erarbeitet, läuft insgesamt bis Mitte 2013.
    Den Arzt und Ingenieur Overhoff fasziniert dabei die Möglichkeit, Technik und medizinische Anwendung so zu verbinden, dass diese nahezu nebenwirkungsfreie Strahlentherapie bestmöglich weiterentwickelt wird. Dazu wurden nicht nur Geräte wie das Mehrkanalultraschallforschungsgerät angeschafft. Der weitaus größere Teil der Fördergelder fließt in die Gehälter für wissenschaftliche Mitarbeiter oder für Studierende, die an dem Projekt mitarbeiten.

    Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:
    Prof. Dr. Heinrich Martin Overhoff, Fachbereich Physikalische Technik der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (0209) 9596-582 oder 9596-513 (Dekanatssekretariat), Telefax (0209) 9596-514, E-Mail heinrich-martin.overhoff@fh-gelsenkirchen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    regional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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