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31.05.2011 10:37

Zurückhaltung bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken angemahnt. Experten trafen sich in Bad Abbach

Alexander Schlaak Referat II/2, Kommunikation
Universität Regensburg

    Immer mehr Menschen bekommen künstliche Gelenke, vor allem für das Knie- und Hüftgelenk. Prof. Dr. Joachim Grifka, Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik Regensburg, mahnt zur Zurückhaltung. Anlässlich des zweitägigen Symposiums „Revision Hüft- und Kniegelenk“ in Bad Abbach stellte die Orthopädische Klinik am vergangenen Wochenende (27. - 28. Mai 2011) moderne Versorgungskonzepte - auch bei schwierigen Operationen - vor.

    Im letzten Jahr hat die Barmer GEK Alarm geschlagen: Deutschland ist weltweit Spitzenreiter, was die Anzahl von künstlichen Hüft- und Kniegelenken angeht. Im Jahr 2009 wurden 209.000 Hüftprothesen und 175.000 Knieprothesen eingesetzt. Jährlich ergeben sich neue Steigerungsraten, die nicht durch die Alterung der Bevölkerung zu erklären sind. Grifka mahnt: „Die Entscheidung zu einem künstlichen Gelenk darf nicht vorzeitig getroffen werden. Zunächst müssen alle anderen Möglichkeiten der Behandlung ausgeschöpft werden. Heute kann allein in 20 % der Fälle, in denen früher ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt wurde, mit anderen Behandlungsmaßnahmen – zum Beispiel durch Arthroskopie oder über die Umformung des Gelenkes – geholfen und das eigene Gelenk erhalten werden.“

    Mit der gesteigerten Zahl künstlicher Gelenke steigt auch die Zahl von sogenannten Wechsel-Operationen. Mittlerweile ist jede 10. Prothesen-Operation eine Wechsel-Operation. Dabei ist es enorm wichtig, dass eine Klinik alle nötigen Implantate für eine Wechsel-Operation vorrätig hat und das Team diese schwierigeren Operationen sicher beherrscht. Auch hier setzt Bad Abbach Maßstäbe. Auf dem zweitägigen Symposium tauschten sich renommierte Experten über Wechsel-Operationen von künstlichen Knie- und Hüftgelenken aus. Dr. Franz Xaver Köck, Leitender Oberarzt der Orthopädischen Klinik für die Universität Regensburg im Asklepios Klinikum Bad Abbach, demonstrierte in einer Live-Operation die Technik der Orthopädischen Universitätsklinik, um bei einer aus verschiedenen Modulen zusammensetzbaren Prothese alle möglichen Eventualitäten einer Wechseloperation gut zu beherrschen.

    Abschließend stellte Grifka fest: „Das Problem des Prothesenwechsels, unter dem die Patienten leiden, und die damit zusammenhängenden langwierigen Beschwerden entstehen manchmal schon bei der ersten Operation.“ Die Orthopädische Uniklinik in Bad Abbach ist ein Zentrum für den Gelenkersatz und auch für komplizierte Wechsel-Operationen. Hier ist das Know-How konzentriert, um auch schwierige Operationen sicher durchzuführen. Das Symposium verdeutlichte, dass in Bad Abbach Maßstäbe für eine optimale Versorgung gesetzt werden.

    Ansprechpartner für Medienvertreter:
    Prof. Dr. Joachim Grifka
    Universität Regensburg
    Direktor der Orthopädischen Klinik
    für die Universität Regensburg
    Tel.: 09405 18-2455
    Joachim.Grifka@klinik.uni-regensburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    regional
    Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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