idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Grafik: idw-Logo

idw - Informationsdienst
Wissenschaft

Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
02.06.2011 09:08

Wenig bekannt und hoch geschätzt: Radiologie im Bewusstsein der Bevölkerung

Pressesprecher Florian Schneider Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Röntgengesellschaft e.V.

    Eine repräsentative Bevölkerungsumfrage zeigt: Strahleneinsetzende Medizin wird in Deutschland hoch geschätzt und für wichtig erachtet. Aber kaum jemand weiß, was Radiologen, Strahlentherapeuten und Nuklearmediziner eigentlich machen. Deutsche Röntgengesellschaft startet Aufklärungs- und Informationskampagne

    Hamburg im Juni 2011. Was wissen die Menschen in Deutschland über Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie, wie nutzen sie sie und wie zufrieden sind sie mit den Leistungen dieser medizinischen Disziplinen? Um das herauszufinden, beauftragte die Deutsche Röntgengesellschaft in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie, der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie im Herbst des vergangenen Jahres das Meinungsforschungsinstitut infas für eine repräsentative Bevölkerungsumfrage. Befragt wurden rund 1.000 Bundesbürger über ihre Erfahrung und ihren Wissensstand zur bildgebenden und strahleneinsetzenden Medizin.

    Befragten sind sich einig: die Radiologie ist wichtig für die medizinische Versorgung

    Die Radiologie und die radiologisch-therapeutische Medizin genießen eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung: 94 Prozent der Befragten halten sie für wichtig oder sehr wichtig in der medizinischen Versorgung. Über 90 Prozent stimmen der Aussage zu, dass medizinische Geräte schmerzfreie Untersuchungen und eine genauere Diagnose ermöglichen, sowie der besseren Nachsorge dienen. Ebenso finden über 80 Prozent der Befragten, dass medizinische Geräte eine schnellere Diagnose bzw. eine höhere Erfolgsquote der Behandlung mit sich bringen. Knapp drei Viertel halten den Einsatz der Strahlentherapie für die Heilung vieler Tumoren für unverzichtbar.

    Erhebliche Informationslücken und sehr hohe Zufriedenheitswerte

    Der hohen Akzeptanz und Wertschätzung in der Bevölkerung stehen allerdings mindestens ebenso große Informationslücken gegenüber. Auf die Frage: „Welche medizinischen Leistungen werden Ihrer Meinung nach in der Radiologie erbracht?“ gaben nur 37 Prozent die Erstellung von Röntgenaufnahmen an. Weitere Leistungen wie die Computertomografie oder die Magnetresonanztomografie, zwei gängige Bildgebungsverfahren, wurden nur zu etwa 12 Prozent genannt. Auf das breite Spektrum radiologischer Leistungen wie die Diagnose von Schlaganfällen, die Untersuchung der weiblichen Brust, oder die therapeutischen Möglichkeiten der interventionellen Radiologie entfiel nur ein verschwindend geringer Teil der Nennungen.

    Trotz aller Informationslücken ist das Ansehen der radiologischen Medizin und der radiologisch tätigen Ärzte sehr hoch: Sie werden überwiegend als vertrauenswürdig, modern, zuverlässig und sympathisch eingeschätzt. Befragt nach den persönlichen Erfahrungen mit Radiologen äußern 70 Prozent der Befragten, dass sie mit ihrem Radiologen zufrieden bis sehr zufrieden waren.

    Mehr Information und intensivere Beratung gewünscht

    Schließlich zeigte die Umfrage, dass sich die Befragten einen intensiveren Arzt-Patientenkontakt wünschen sowie eine bessere Aufklärung – und zwar hinsichtlich der Risiken radiologischer Untersuchungen (69 Prozent) als auch des angestrebten Nutzens der Untersuchung (67 Prozent). Das Arzt-Patienten-Gespräch ist der Mehrheit der Befragten beim Besuch des Radiologen wichtig (83 Prozent), aber weniger als die Hälfte der Befragten erinnert sich daran, dass der Radiologe den Befund mit Ihnen besprochen hätte.

    Startschuss für verstärkte Öffentlichkeitsarbeit

    „Das wichtigste Resultat der Studie lautet: Die Radiologie wird in der Bevölkerung als eine ärztliche Leistung wahrgenommen und wertgeschätzt. Und diese Wertschätzung zeigt sich in der Forderung der Patienten nach ärztlicher Beratung“, kommentiert Professor Dr. Gerhard Adam, Präsident der Deutschen Röntgengesellschaft e.V. „Die Umfrage zeigt zudem, dass es ein erheb¬liches Aufklärungspotenzial hinsichtlich der Vielfalt der Leistungen in der Be-völkerung gibt. Die Deutsche Röntgengesellschaft startet daher in diesen Wochen eine Aufklärungs- und Informationskampagne für Patientinnen und Patienten.“

    Mehr Informationen zur Studie finden Sie auf der DRG-Homepage:
    http://www.drg.de/fachinformationen/publikationen/465-bevoelkerungsumfrage-radio...


    Weitere Informationen:

    http://www.drg.de/fachinformationen/publikationen/465-bevoelkerungsumfrage-radio...


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).