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03.06.2011 11:02

Neues Coenzym Q10 mit verbesserten anti-oxidativen Eigenschaften entdeckt

Irina Urig Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Coenzym Q10 ist eine wichtige Komponente der Energiegewinnung im menschlichen Körper. Da es außerdem sehr starke anti-oxidative Eigenschaften besitzt, wird es in vielen Cremes und als Nahrungsergänzungsmittel vermarktet. Wissenschaftler vom Institut für Biophysik der Universität des Saarlandes haben in Zusammenarbeit mit mazedonischen Forschern eine neue Coenzym Q-Form entdeckt, die noch stärkere anti-oxidative Eigenschaften besitzt und auch eine wichtige Rolle für den Calcium-Stoffwechsel spielt. Die Ergebnisse wurden kürzlich im renommierten Journal of the American Chemical Society (24. Mai 2011) publiziert und sind von der Universität auch patentiert worden.

    Coenzym Q10 spielt eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung in Zellen: Es ist mitverantwortlich für den Transport von Elektronen in der Mitochondrienmembran, ein Prozess, der letztendlich zur Produktion von Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) führt. Des Weiteren besitzt Coenzym Q10 anti-oxidative Eigenschaften: Es vernichtet freie Radikale, die im Körper zellschädigend wirken und Alterungsprozesse beschleunigen.

    Dr. Ivan Bogeski, Dr. Reinhard Kappl und Prof. Markus Hoth vom Institut für Biophysik der Universität des Saarlandes haben in Zusammenarbeit mit mazedonischen Wissenschaftlern um Prof. Rubin Gulaboski, der 2008 und 2009 als Humboldtstipendiat an der Saar-Uni geforscht hat, nun eine neue natürliche Form des Coenzyms Q10 entdeckt. Sie resultiert aus einer chemischen oder enzymatischen Umwandlung des ursprünglichen Moleküls. Die Forscher fanden heraus, dass die neue Coenzym Q10-Variante ein sehr starkes und besser wasserlösliches Antioxidanz ist als das herkömmliche Coenzym Q10. Inwieweit diese anti-oxidative Eigenschaft für die Zelle relevant ist, muss in zukünftigen Experimenten geklärt werden. Darüber hinaus kann die neu entdeckte Verbindung Calcium binden und sogar über Membranen transportieren. Diese Eigenschaft könnte durch die Regulierung der Calcium-Konzentration in den Mitochondrien, die als „Kraftwerke der Zelle“ unter anderem die ATP-Produktion beeinflussen, von großer physiologischer Bedeutung sein.

    Link zur Veröffentlichung im „Journal of the American Chemical Society“: http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/ja110190t

    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

    Dr. Ivan Bogeski
    E-Mail: ivan.bogeski@uks.eu
    Tel.: + 49 (0)6841 16-26452

    Prof. Dr. Markus Hoth
    E-Mail: markus.hoth@uks.eu
    Tel. + 49 (0)6841 16-26266


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Biologie, Chemie, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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