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08.06.2011 12:00

DZNE erhält in Magdeburg hochmodernes Forschungslabor

Katrin Weigmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)

    Sperrfrist: Mittwoch, 8. Juni 2011, 12.00 Uhr
    Es gilt das gesprochene Wort!

    Gemeinsame Presserklärung der Landesregierung von Sachsen-Anhalt, des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) e.V. und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

    Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Standort Magdeburg erhält ein neues Forschungslabor auf dem Campus der medizinischen Fakultät der Universität Magdeburg. Die Grundsteinlegung erfolgte heute durch Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Prof. Emrah Düzel und Prof. Hans-Jochen Heinze, Standortsprecher und stellvertretender Standortsprecher des DZNE Magdeburg und Prof. Klaus Erich Pollmann, Rektor der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg.

    "Mit dem Neubau für das DZNE Magdeburg wird einem Forschungsprojekt von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung Raum geschaffen. Neurodegenerative Erkrankungen stellen in einer alternden Gesellschaft eine große Herausforderung dar. Die Wissenschaftler des DZNE leisten einen wichtigen Beitrag, diesen Herausforderungen zu begegnen. Das neue Labor ist zugleich eine weitere Stärkung der exzellenten neurologischen Forschung am Standort Magdeburg", so Haseloff. Für den Neubau stellt das Land Sachsen-Anhalt 23 Millionen Euro bereit. Voraussichtlich sechs Professuren mit dem zugehörigen wissenschaftlichen und technischen Personal erhalten auf 4.000 Quadratmetern Nutzfläche optimale Arbeitsbedingungen, um an neuen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für neurodegenerative Erkrankungen zu forschen. Bis zur Fertigstellung des Neubaus arbeiten die Mitarbeiter in z. T. angemieteten Räumlichkeiten, die vom Universitätsklinikum und dem Leibniz-Institut für Neurobiologie mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt zur Verfügung gestellt wurden. „Für die Universität Magdeburg ist das DZNE ein großer Zugewinn und wir freuen uns, dass wir mit dem Neubau auf dem Campus der Universität die gute Zusammenarbeit fortsetzen und noch ausbauen können", sagte Prof. Klaus Erich Pollmann.

    Das Hauptmerkmal der Alzheimer-Krankheit ist ein Verlust des Gedächtnisses. "Am DZNE Standort Magdeburg werden Behandlungsmethoden entwickelt, die kompensatorische Mechanismen im Gehirn aktivieren und die kognitiven Fähigkeiten länger erhalten", erklärte Prof. Düzel. Das menschliche Gehirn ist enorm flexibel, ständig werden neue neuronale Verbindungen geknüpft oder gefestigt, während sich alte Verbindungen lösen - man nennt dies Plastizität. Diese Plastizität eröffnet neue Wege der Therapie: Durch gezieltes physisches und mentales Training können kognitive Leistungen verbessert und trotz Verlust von Nervenzellen stabilisiert werden.

    In großen Studien entwickeln Wissenschaftler neue Ansätze, um die kognitiven Fähigkeiten durch mentale und physische Aktivität zu verbessern. Mithilfe von Krankheitsmodellen sollen sogenannte Biomarker – molekulare oder zelluläre Veränderungen – für die Frühdiagnostik degenerativer Demenzen entwickelt werden, um die Effekte neuer kognitiv-physiologischer Therapien zu überprüfen. Ein weiterer Ansatz untersucht Möglichkeiten, durch direkte elektrische Hirnstimulation Lernen und Gedächtnis zu verbessern.

    Das DZNE ist eine Einrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren mit einer innovativen Struktur: An acht Standorten kooperiert das DZNE eng mit Universitäten und Universitätskliniken, um Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung direkt in die klinische Anwendung zu überführen. Prof. Pierluigi Nicotera, wissenschaftlicher Vorstand und Vorstandsvorsitzender des DZNE, verweist auf die gute Zusammenarbeit von exzellenten Wissenschaftlern am DZNE-Standort Magdeburg, dem Leibniz-Institut und der Universität Magdeburg: „Sie ist eine ideale Voraussetzung für erfolgreiche Projekte."

    Ansprechpartner:

    Pressestelle des DZNE
    Dr. Katrin Weigmann
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)
    Holbeinstr. 13-15
    53175 Bonn
    Tel: 0228 43302 263
    Mobil: 01735471350
    katrin.weigman@dzne.de

    Pressestelle der Otto-von-Guericke-Universität
    Katharina Vorwerk, M.A.
    Leiterin Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit/Pressesprecherin
    Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU)
    Tel.: 0391 67 18751
    Funk: 0160 9037 0087
    Fax: 0391 67 11153
    katharina.vorwerk@ovgu.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Medizin
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


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