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17.06.2011 15:54

Studie belegt verbessertes Patientenmanagement durch hochsensitiven Troponin-Test von Abbott

Julia Heinz Rechnungsaddresse
Abbott

    Die Ergebnisse der kürzlich durchgeführten und im Journal of the American Medical Association (JAMA) publizierten Studie* belegen verlässlicheren Nachweis von Herzinfarkten

    Wiesbaden, 17. Juni 2011 – Forschungsergebnisse, die auf dem Fachkongress der International Federation of Clinical Chemistry and Laboratory Medicine (IFCC) präsentiert wurden, zeigen, dass ein niedrigerer diagnostischer Schwellenwert für Troponin die klinischen Ergebnisse und die Überlebensrate von Patienten mit Verdacht auf akutes Koronarsyndrom (ACS) verbessert. Bei Troponin handelt es sich um ein Protein in den Zellen des Herzens, das freigesetzt wird, wenn diese durch eine Ischämie oder verringerte Blutzufuhr geschädigt werden.

    Kardiales Troponin gilt unter Medizinern als einer der eindeutigsten biochemischen Marker für Schädigungen des Myokardgewebes. Die neueste Generation entsprechender Tests mit einer höheren Sensitivität kann bereits sehr kleine Herzinfarkte erkennen. Durch den Einsatz hochsensitiver Troponin Tests können Patienten, die mit Schmerzen in der Brust vorstellig werden, besser eingeordnet werden. So erhalten Ärzte Informationen, die zur Senkung der Sterberate beitragen können.

    In der Validierungsphase wurde ein diagnostischer Schwellenwert von 0,20 ng/ml angewendet. Während der Umsetzungsphase wurde er auf 0,05 ng/ml gesenkt. Die 2.092 Patienten mit Verdacht auf ACS, die das Krankenhaus Royal Infirmary in Edinburgh, Großbritannien, aufsuchten, wurden in drei Gruppen stratifiziert (Troponin < 0,05 ng/ml, 0,05-0,19 ng/ml und ≥ 0,20 ng/ml). Während der Validierungsphase starben 39% der Patienten mit Troponin Konzentrationen von 0,05 bis 0,19 ng/ml oder wurden nach einem Jahr mit einem Myokardinfarkt (MI) erneut eingewiesen. Während der Umsetzungsphase starben hingegen lediglich 21% der Patienten mit Troponin Konzentrationen von 0,05 bis 0,19 ng/ml oder wiesen ein MI Rezidiv auf. Die Senkung des diagnostischen Schwellenwerts führte zu mehr Überweisungen an Spezialisten und einer optimierten Behandlung, was die Verbesserung der klinischen Ergebnisse dieser Patienten erklärt.

    Prof. Dr. med. Nicolas Mills, Kardiologe am British Heart Foundation Centre for Cardiovascular Science, und Prof. Dr. med. Simon Walker, Dozent und Berater der Abteilung für klinische Biochemie der Edinburgh University, präsentierten Daten ihrer Studie im Rahmen eines von Abbott unterstützen Workshops. Das Seminar mit dem Titel The Importance of Biomarkers in Optimizing the Treatment of Patients with Heart and Kidney Disease (Die Bedeutung von Biomarkern bei der Verbesserung der Behandlung von Patienten mit Erkrankungen des Herzens und der Nieren) beschäftigte sich mit den Ergebnissen, die am 23. März im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht worden waren. Die Studie ergab, dass ein niedrigerer diagnostischer Schwellenwert die frühzeitige Diagnose eines MI unterstützt, da Ärzten wichtige Informationen zur Verfügung stehen, die zur Senkung des Mortalitätsrisikos und der Einweisungsrate aufgrund von MI Rezidiven bei Risikopatienten beitragen. Dr. Mills und Dr. Walker nutzten den ARCHITECT® STAT Troponin-I Test zur Untersuchung des klinischen Nutzens eines gesenkten diagnostischen Schwellenwerts bei dem Nachweis von kardialem Troponin.

    „Bei Patienten mit Verdacht auf ACS steigerte die Anwendung eines niedrigeren Schwellenwerts für den Troponin Nachweis die Erkennungsrate eines MI um 29 %. Außerdem wurden Patienten mit hohem Risiko für ein MI Rezidiv und Tod ermittelt, denen evidenzbasierte Therapien eines MI nutzen würden“, sagt Dr. Mills. „Folglich zeigen die Daten, dass Troponin Tests mit höherer Sensitivität das Management von Herzpatienten verbessern können, da sie wichtige Informationen für Ärzte liefern und so – und das ist doch das Wichtigste – Leben gerettet werden können.“

    Der vollautomatisierte Troponin Test von Abbott wird in Kombination mit dem weit verbreiteten ARCHITECT System verwendet, das Labors ein breites Test Spektrum bietet und zudem leicht zu bedienen und äußerst effizient ist.

    „Die Ergebnisse sind sehr positiv, auch wenn noch weitere Forschung auf diesem Gebiet nötig ist“, so Dr. med. Sudarshan Hebbar, Senior Medical Director, Diagnostics, Abbott. „Stehen Ärzten die nötigen klinischen und diagnostischen Informationen zur Verfügung, um Herzinfarkte bei Patienten mit erhöhtem Risiko für das Auftreten eines Ereignisses zu erkennen, kann eine entsprechende Behandlung früher erfolgen. Das verbessert letztlich die Behandlungsergebnisse."

    Das ARCHITECT-System von Abbott
    Die ARCHITECT Gerätefamilie bietet ein umfangreiches Portfolio an eigenständigen und integrierten Lösungen für die klinische Chemie und Immunodiagnostik. Seit Einführung des ARCHITECT i2000 vor über 10 Jahren hat Abbott eine Reihe von Analysegeräten der ARCHITECT Gerätefamilie entwickelt und auf den Markt gebracht, die Ergebnisse von höchster Qualität für eine vollautomatisierte und integrierte Lösung liefern, um den heutigen Testanforderungen in klinischen Labors überzeugend zu begegnen. Durch das umfassende Angebot von mehr als 170 Tests ermöglicht das ARCHITECT System Laboren, dem wachsenden Kostendruck zu begegnen, den Durchsatz zu optimieren und allgemein die Produktivität zu steigern, während gleichzeitig die Datenmanagementprozesse standardisiert und die Inventarhaltung verbessert werden.

    Die ARCHITECT Gerätefamilie bietet Funktionen, die den Bedarf an Schulungen auf ein Mindestmaß reduzieren und eine sichere Bearbeitung von Proben ermöglichen. Dadurch werden eine bessere Leistung und optimierte Ergebnisse für Labore, Ärzte und Patienten erreicht.

    Über Abbott Diagnostics
    Abbott zählt weltweit zu den führenden Unternehmen für in vitro Diagnostika und bietet eine breite Palette an innovativen Gerätesystemen und Tests für Krankenhäuser, Privatlabore, molekulardiagnostische Labore sowie Pathologien, Blutbanken, Praxen und Kliniken an. Mehr als 69.000 Kunden in über 100 Ländern bieten die Diagnostika von Abbott Automatisierung, Komfort, patientennahe Diagnostik, Kosteneffektivität und Flexibilität. Durch den Einsatz des Unternehmens für eine Verbesserung der Patientenversorgung und eine Senkung der Kosten haben Abbott-Produkte dazu beigetragen, die medizinische Diagnostik auf eine fundierte wissenschaftliche Basis zu stellen.

    Über Abbott
    Abbott ist ein breit aufgestelltes, weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Arzneimitteln und medizinischen Produkten einschließlich Ernährung, Medizintechnik und Diagnostika konzentriert. Das Unternehmen beschäftigt nahezu 90.000 Mitarbeiter und vertreibt seine Produkte in mehr als 130 Ländern. In Deutschland ist Abbott mit mehr als 5.000 Mitarbeitern an seinem Hauptsitz in Wiesbaden sowie den Standorten in Ludwigshafen, Wetzlar, Rangendingen, Ettlingen, Hannover und Neustadt am Rübenberge vertreten.

    Pressemitteilungen von Abbott sowie weitere Informationen können im Internet unter www.abbott.com oder www.abbott.de abgerufen werden.

    * JAMA, März 23/30, 2011—Vol 305, No. 12


    Weitere Informationen:

    http://Pressekontakt:
    http://Julia Heinz
    http://0 61 22 / 58 3578
    http://julia.heinz@abbott.com
    http://www.abbott.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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