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26.06.2011 15:00

61. Tagung der Nobelpreisträger eröffnet/ Martin Engstroem und Bill Gates neu in Ehrensenat

Christian Rapp Communication and Organisation
Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau e.V.

    Gräfin Bettina Bernadotte eröffnet Tagung
    Martin Engstroem/ Bill Gates neu im Ehrensenat der Stiftung
    Neue „Lindauer Lehrer-Initiative“: 18 Lehrer nehmen teil

    Gräfin Bettina Bernadotte, Präsidentin des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau, eröffnete am Sonntag die 61. Tagung der Nobelpreisträger. Bis zum 1. Juli werden sich 23 Nobelpreisträger, der internationale Präsident der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ sowie 567 Nachwuchswissenschaftler aus 77 Ländern am Bodensee treffen. Der Dialog zwischen Generationen von Wissenschaftlern und der Austausch von Ideen über die Zukunft von Medizinforschung und Gesellschaft prägen die Woche.

    Neue Wege in der Entwicklung von Medikamenten, die Weltgesundheit und Perspektiven der Genomforschung sind die Schwerpunkte des diesjährigen Treffens. Es ist dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin gewidmet, Nobelpreisträger dieser Disziplin und der Chemie nehmen an der Tagung teil. Ein internationales Netzwerk von Akademischen Partnern – Wissenschaftsakademien, internationale Stiftungen und Universitäten – nominierte Nachwuchsforscher. Mehr als 20.000 junge Forscher hatten sich in diesem Jahr beworben.

    In ihrer Eröffnungsrede hob Gräfin Bettina Bernadotte die wichtige Rolle der Wissenschaft für die Gestaltung einer Zukunft hervor, die sich durch Nachhaltigkeit auszeichnet. Sie ermutigte die teilnehmenden Jungforscher, sich aktiv an der Zukunftsgestaltung zu beteiligen. „Als Teilnehmer der Nobelpreisträgertagungen lernen Sie nicht nur für sich selbst, sondern auch zum Wohle der Gesellschaft,“ sagte die Präsidentin des Kuratoriums.

    Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung, wies in ihrer Ansprache auf die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung hin. „Die Beschäftigung mit den globalen Themen und Problemen unserer Zeit verbindet Wissenschaft und Politik. Die Souveränität der Wissenschaft und ihre unbestechliche Intellektualität machen sie für die Politik zu einem der wertvollsten Gesprächspartner. Die Lösung der globalen Probleme verlangt wissenschaftliche Expertise und die Kreativität der wissenschaftlichen Eliten,“ sagte Schavan.

    Gräfin Bettina Bernadotte überreichte die höchste Auszeichnung des Kuratoriums, die Lennart-Bernadotte-Medaille, an Hans Jörnvall. Sie dankte dem Kuratoriumsmitglied für seinen unermüdlichen Einsatz für die Lindauer Tagungen in den elf Jahren seiner Mitgliedschaft in dem Gremium.

    Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung nahm die Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee Martin T:son Engstroem und William H. Gates III in ihren Ehrensenat auf. Sie ehrt damit das nachhaltige und persönliche Engagement dieser beiden Persönlichkeiten, jungen Talenten durch gezielte Förderung Perspektiven und Chancen zu eröffnen. Der Ehrensenat bringt Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen und berät den Stiftungsvorstand.

    Erstmals werden 17 Lehrer aus Deutschland und ein Lehrer aus Österreich zur Nobelpreisträgertagung eingeladen. Sie wurden aufgrund ihres besonderen Einsatzes für die Vermittlung der Naturwissenschaften sowohl im Unterricht als auch in außerschulischen Projekten ausgewählt. Mit ihrer in diesem Jahr gestarteten Lehrer-Initiative schlagen Kuratorium und Stiftung der Lindauer Tagungen der Nobelpreisträger eine Brücke von der Schule zur internationalen Wissenschaftsgemeinschaft. Der Deutsche Philologenverband (DPhV) unterstützt die Lindauer Lehrer-Initiative. Sie wird durch eine Förderung der Vodafone Stiftung Deutschland ermöglicht.

    Die Nobelpreisträgertagung 2011 ist so interaktiv wie nie zuvor: Blogs in deutscher, englischer, chinesischer und spanischer Sprache, Facebook, Twitter, Flickr und Youtube sind auf der eigens eingerichtet Plattform www.lindau-nobel.org zusammengeführt. Dort können Wissenschaftsinteressierte weltweit Fragen an Nobelpreisträger stellen und ihre Stimme für jene Fragen abgeben, die sie gern beantwortet haben.

    Das Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau und die Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee organisieren die jährlichen Tagungen in den Disziplinen Chemie, Physik und Physiologie oder Medizin. Zusätzlich veranstalten sie die Treffen der Träger des wirtschaftswissenschaftlichen Preises der Schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel (Ökonomie-Tagungen), das nächste vom 23. bis 27. August 2011. Die Lindauer Tagungen bieten jungen Wissenschaftlern die Möglichkeit, durch die Begegnung mit den Koryphäen ihres Faches zu lernen und sich persönlich mit ihnen auszutauschen. Sie tragen zum Aufbau von internationalen Wissenschaftsnetzwerken bei und inspirieren Generationen von Forschern. Für mehr Informationen: www.lindau-nobel.org.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wirtschaftsvertreter
    Gesellschaft, Medizin, Musik / Theater
    überregional
    Organisatorisches, Personalia
    Deutsch


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