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08.07.2011 11:30

200 Bewerber für Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr

Stefan Zorn Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Medizinische Hochschule Hannover

    Initiative schließt Lücke im Ausbildungssystem / Erste Bewerbungsgespräche laufen

    Großer Erfolg für eine ungewöhnliche Initiative: Rund 200 Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Deutschland haben sich bis zum Bewerbungsschluss am 1. Juli auf die 46 Plätze des Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahrs (FWJ) beworben. Ihre Motivation reicht von Orientierungshilfe bei der Studienwahl über praktischer Erfahrungen bis hin zu gesellschaftlichem Engagement. Für den Abiturjahrgang 2011 bieten die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Leibniz Universität Hannover sowie ihre wissenschaftlichen Partnerinstitutionen ab September 2011 erstmals ein Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr (FWJ) an. Das zwölfmonatige Praktikum soll den Schülern die Berufsorientierung erleichtern, neue Perspektiven eröffnen und die Eingangsschwelle in wissenschaftliche und technische Studiengänge senken.

    Die Niedersächsische Wissenschaftsministerin unterstützt die Initiative der MHH. „Der Zuspruch für das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr ist erfreulich“, sagt Professor Dr. Johanna Wanka. „Es ist eine kluge Entscheidung, sich für die Gesellschaft zu engagieren und gleichzeitig die Basis für einen erfolgreichen Einstieg in die Naturwissenschaften zu legen, die beste Berufschancen bieten. Wenn das Modell sich in der Praxis bewährt, könnten daran auch andere Hochschulen Interesse finden.“

    Auch Professor Dr. Matthias Kleiner, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), sprach das FWJ auf der diesjährigen DFG-Mitgliederversammlung am 6. Juli in Bonn in seinem Bericht an und nannte es „ein sehr einfallsreiches und innovatives Beispiel für besonders frühe Nachwuchsförderung“.

    Initiiert wurde das FWJ vom Exzellenzcluster REBIRTH (Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruktiver Therapie) und der Graduiertenschule Hannover Biomedical Research School (HBRS). „Wir sehen wissenschaftliche Arbeit an gemeinnützigen Hochschulen als wichtigen Beitrag zu einer modernen, wissensbasierten und kulturell offenen Gesellschaft. Das FWJ bietet die große Chance, akademisch-wissenschaftliche Tätigkeit gesellschaftlich stärker zu verankern und den wissenschaftlichen Nachwuchs schon früh zu gewinnen“, sagt Professor Dr. Christopher Baum, Forschungsdekan der MHH und Mitinitiator des FWJ. Ziel ist es, Schüler für ein naturwissenschaftliches Studium zu begeistern und die relativ hohe Abbruchquote in den MINT-Studienfächern (Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaft und Technik) zu senken.

    Die Exzellenzcluster REBIRTH sowie QUEST (Centre for Quantum Engineering and Space-Time Research) unterstützen das Projekt auch finanziell. Von den insgesamt 46 Plätzen sind 24 an der MHH, 15 an der Leibniz Universität Hannover und dem Laser Zentrum Hannover, sechs am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und dem TwinCore in Hannover sowie einer an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.

    Durch die praktische Tätigkeit in Forschungslaboren und Einbindung in Teams erhalten die Abiturienten fundierte Einblicke in wissenschaftliche Berufsfelder in einem international geprägten Umfeld. Betreuende Wissenschaftler nehmen eine wichtige Vorbildposition ein, aus der sich langfristige Mentorenverhältnisse entwickeln können. Flankierende Seminare und persönliche Kontakte sollen wichtige Fragen der gesellschaftlichen Einbindung und Karriereplanung vermitteln.

    Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Christopher Baum, Forschungsdekan der MHH, Telefon (0511) 532 6067, E-Mail Baum.Christopher@mh-hannover.de.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Schule und Wissenschaft
    Deutsch


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