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13.07.2011 12:12

TU Berlin: Virtuelle Hilfe für Menschen mit Migrationshintergrund

Stefanie Terp Presse- und Informationsreferat
Technische Universität Berlin

    Ein neuer Gesundheitsassistent für Migranten (GeM) beseitigt Sprachbarrieren

    Für die Gesundheitsvorsorge von Migrantinnen und Migranten entwickelt das DAI-Labor der TU Berlin ein neues mehrsprachiges System. Damit können Menschen mit Migrationshintergrund in der Muttersprache Informationen zu Krankheiten, Therapien oder auch Tipps zu Ernährung und Vorsorge einholen. An dem GeM-Projekt beteiligt sind das DAI-Labor, der AOK Bundesverband und das Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS). Seit September 2010 wurde dieser Gesundheitsassistent entwickelt, der sich vorerst auf türkische Migrantinnen und Migranten konzentriert und als Onlinedienst zu Verfügung gestellt werden soll.

    Der Gesundheitsassistent für Migranten (GeM) verfolgt das Ziel, Personen mit Migrationshintergrund im Gesundheitsbereich zu unterstützen und aufzuklären. Vor allem ist beabsichtigt, den Einstieg zur Nutzung von Präventionsangeboten des deutschen Gesundheitssystems zu erleichtern und Sprachbarrieren zu beseitigen.
    Parallel zur Entwicklung des Onlinedienstes wird das System einer umfangreichen Praxisprüfung des Bremer Instituts für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) unterworfen. Dabei wird eine Gruppe von Migrantinnen und Migranten, die das Projekt von Anfang an begleiten, immer wieder zu dem aktuellen Stand befragt. Die Anforderungen und Ideen von Menschen mit Migrationshintergrund fließen so direkt in die weitere Entwicklung des Gesundheitsdienstes ein. Die Informationen liegen in deutscher als auch türkischer Sprache vor. Geplant ist, diesen Dienst in weiteren Sprachen anzubieten. Aufbauend darauf entwickelt das DAI-Labor eine neue semantische Suche, die sowohl existierende Informationen über den Benutzer als auch implizite Informationen aus der Suchanfrage mit in die Suche einbaut, um so eine genauere und personalisierte Antwort anzubieten. Beendet wird das Projekt im Februar 2012.

    Das DAI-Labor der TU Berlin entwickelt neue Technologien für die Alltagsgestaltung. Es wird geleitet von Prof. Dr.-Ing. Sahin Albayrak und zählt mit seinen mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den weltweit größten Forschungseinrichtungen für Smart Service.

    Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Andreas Rieger, DAI-Labor, Tel.: 030 / 314-74053, Email: andreas.rieger@dai-labor.de, Internet: www.dai-labor.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


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