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18.07.2011 11:27

Uni Stuttgart feiert Institutsneugründung

Andrea Mayer-Grenu Abteilung Hochschulkommunikation
Universität Stuttgart

    Elektrische Maschinen und berührungslose Energieübertragung

    An der Fakultät Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Stuttgart ist ein neues Forschungsinstitut eingerichtet worden. Das Institut für Elektrische Energiewandlung (IEW) geht aus der gleichnamigen Abteilung hervor, die bisher am Institut für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe der Fakultät angesiedelt war. Mit der Gründung des Instituts wird die Forschung und Lehre auf den Gebieten Elektrische Maschinen und berührungslose Energieübertragung noch stärker ausgebaut. Damit reagiert die Universität Stuttgart auf den wachsenden Bedarf an Fachkenntnis insbesondere in den Bereichen Elektromobilität, Erneuerbare Energien, Industrieautomation und Medizintechnik. Anlässlich der Institutsneugründung findet am 26. Juli 2011 ein Festkolloquium mit musikalischem Rahmenprogramm statt.

    Zeit: Dienstag, 26. Juli 2011, 16 Uhr
    Ort: Campus Vaihingen, Pfaffenwaldring 47, Adolf-Leonhard-Hörsaal (V47.03)
    Medienvertreter sind herzlich eingeladen.

    Nach Grußworten des Rektors der Universität Stuttgart, Prof. Wolfram Ressel, und des Dekans der Fakultät Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik, Prof. Joachim Speidel, wird Institutsleiterin Prof. Nejila Parspour die aktuellen Forschungsschwerpunkte des IEW beleuchten und aufzeigen, wo die Reise des Instituts zukünftig hinführt. Als zusätzliches Schmankerl gibt es noch einen Überraschungsvortrag zum Thema Elektromobilität. Interessierte haben ferner die Möglichkeit, an einem Institutsrundgang teilzunehmen.

    Im Fokus der Forschungsarbeiten am IEW stehen Elektrische Maschinen und die berührungslose Energieübertragung. Elektrische Maschinen sind gut regelbar und haben im Vergleich zu Verbrennungsmotoren einen hohen Wirkungsgrad – sprich: Sie können überall dort eingesetzt werden, wo Energie gespart werden soll. Am IEW verbauen die Ingenieure solche elektrischen Maschinen in verbesserten Radnaben- und Direktantriebe für Elektrofahrzeuge oder sie nutzen elektrische Maschinen, um effiziente Generatoren für Wind- und Wasserenergieanlagen zu entwickeln. Im Zentrum der berührungslosen Energieübertragung steht das kabellose Laden von Elektrofahrzeugen. Die Mitarbeiter des IEW forschen derzeit an solchen induktiven Ladesystemen mit einem Wirkungsgrad von über 90 Prozent. Damit ließe sich der Akku eines Elektrofahrzeugs beispielsweise während eines Einkaufsbummels auf innerstädtischen Parkplätzen oder beim Warten an einer roten Ampel automatisch aufladen. Wenn der Akku jederzeit aufgeladen werden kann, wäre auch das bisherige Problem von Elektrofahrzeugen, die geringe Reichweite, kein ernstzunehmendes Hindernis mehr.

    Nejila Parspour, die Leiterin des neuen Instituts, ist im Oktober 2007 als Professorin für Elektrische Energiewandlung an das Institut für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe der Universität Stuttgart berufen worden. Zuvor hatte die gebürtige Iranerin an der Technischen Universität Berlin Elektrotechnik studiert und über einen elektrohydraulischen Antrieb für ein Herzunterstützungssystem promoviert. Von 1996 bis 2001 war die Ingenieurin Projektleiterin bei Philips Industrial X-Ray im Bereich der automatischen Röntgenprüfanlagen für den industriellen Einsatz. Anschließend arbeitete Parspour sechs Jahre als Oberingenieurin am Institut für elektrische Antriebe, Leistungselektronik und Bauelemente der Universität Bremen. Aus dieser Zeit resultierte 2003 ein 1. Preis beim Wettbewerb „Innovative Ideen für Unternehmen der Zukunft“ für die Entwicklung von kabellosen Energieübertragungssystemen in Robotern. Ein Jahr später erhielt Parspour den Technologiepreis des Landes Bremen für ihre Forschungsbeiträge zu berührungslosen Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge.

    Weitere Informationen bei Prof. Nejila Parspour, Institut für Elektrische Energiewandlung, Tel. 0711/685-67818, <e-mail parspour@iew.uni-stuttgart.de>


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Elektrotechnik, Energie, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


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