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20.07.2011 09:55

MentalGestärkt

Sabine Maas Presse und Kommunikation
Deutsche Sporthochschule Köln

    Die Robert-Enke-Stiftung finanziert Initiative zur psychischen Gesundheit im Leistungssport

    Die Robert-Enke-Stiftung und die Deutsche Sporthochschule starten gemeinsam mit der gesetzlichen Unfallversicherung für den Profisport (VBG) und der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV – Die Spielergewerkschaft) eine Maßnahme zur Prävention und Behandlung von psychischen Erkrankungen im Sport. Teresa Enke ist „sehr überzeugt“.

    Nicht erst der traurige Fall des Nationalspielers Robert Enke hat deutlich gemacht, dass stressbedingte Störungen und emotionale Belastungen auch vor dem Profisport nicht Halt machen. So können hoher Druck und starker Konkurrenzkampf auch im Leistungssport Burnout, Depression sowie andere psychische Erkrankungen begünstigen. Dies insbesondere dann, wenn Rückhalt und Unterstützung ebenso fehlen wie mentale Stärke und professionelle Beratungs- und Betreuungsangebote. Außerdem machen der Beruf des Profisportlers und die damit verbundene Bekanntheit eine notwendige psychiatrische oder psychotherapeutische Maßnahme oftmals sehr schwierig.

    Die Robert-Enke-Stiftung finanziert gemeinsam mit der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) eine konzertierte Aktion zur Förderung der psychischen Gesundheit sowie zur Behandlung psychischer Störungen. Hierzu wird eine spezielle Koordinations- und Anlaufstelle geschaffen, die an die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) angegliedert wird.

    Teresa Enke freut sich, dass nach vielen vorbereitenden Gesprächen nun auch die Robert-Enke-Stiftung im Leistungssport starke Partner gefunden hat, welche die Ziele der Stiftung verfolgen. „Es war und ist uns ein großes Anliegen, sich mit den in Deutschland federführenden Institutionen im Bereich ’Leistungssport’ und ’Psychische Erkrankungen’ an einen Tisch zu setzen und zusammen zu arbeiten, um Angebote für betroffene Leistungssportlerinnen und Leistungssportler zu schaffen. Von dem Gelingen dieser Initiative bin ich sehr überzeugt.“

    Die Koordinationsstelle der Initiative „MentalGestärkt“ verfolgt als eine wichtige Aufgabe, bestehende Informationen und Angebote zu verknüpfen sowie für hilfesuchende Athleten oder Trainer Vermittlung und Service anzubieten. Ziele der Initiative sind außerdem die Entwicklung von Praxisempfehlungen und Leitlinien für die Ausbildung junger Sportler, die sportpsychologische Betreuungsarbeit sowie die Verbreitung von sportpsychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungsangeboten im Leistungssport. Die Interessen und Kompetenzen von Aktiven, Vereinen und Verbänden werden dabei ebenso berücksichtigt, wie das Know-How der sportpsychologischen und psychiatrischen sowie psychotherapeutischen Vereinigungen. Kooperationspartner der Initiative sind daher unter anderem die Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie, das Bundesinstitut für Sportwissenschaft, die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde und die Zentrale Koordinationsstelle für Sportpsychologie im Deutschen Olympischen Sportbund.

    Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen die psychische Gesundheit und die mentale Stärke des Leistungssportlers. In diesem Zusammenhang muss betont werden, dass „MentalGestärkt“ nur aufklärt und ggf. Hilfe vermittelt, selbst aber keine Diagnosen stellt oder Therapien durchführt. Gleichzeitig will die Initiative durch geeignete Maßnahmen jugendlichen Talenten sowie Jungprofis Ressourcen und psychische Kompetenzen geben, um mit Stressbelastungen und Leistungsanforderungen besser umgehen zu können.

    Grundsätzlich soll neben Vertrauen auch Akzeptanz auf Seiten der Praxis des Leistungssports geschaffen werden. Insbesondere im Hinblick darauf wurde die Koordinationsstelle der Initiative „MentalGestärkt“ an der Deutschen Sporthochschule gegründet, die wissenschaftlich durch Prof. Jens Kleinert betreut und geschäftsführend durch Frau Dipl.-Psych. Marion Sulprizio besetzt ist. Mitglieder des sechsköpfigen Lenkungsgremiums sind Prof. Hans-Dieter Hermann, Prof. Michael Kellmann, Prof. Jens Kleinert, Dr. Valentin Markser, Prof. Jan Mayer sowie Prof. Frank Schneider. Das Sprachrohr und zugleich die informative Schnittstelle stellt die Homepage der Initiative www.mentalgestaerkt.de dar. Hier können sich interessierte bzw. betroffene Sportler und/oder deren Betreuer und Angehörige informieren sowie optimal beraten lassen (email: mentalgestaerkt@dshs-koeln.de).

    Informationen:
    www.mentalgestaerkt.de
    mentalgestaerkt@dshs-koeln.de

    Kontakt:
    Marion Sulprizio
    Geschäftsführerin MentalGestärkt
    Deutsche Sporthochschule Köln
    Tel.: 0221 4982-5540
    Mobil: 0160 99362782
    sulprizio@dshs-koeln.de

    Ulf Baranowsky
    Geschäftsführer VDV –
    Die Spielergewerkschaft
    Tel.: 0203 449577
    Mobil: 0160 8352300
    baranowsky@spielergewerkschaft.de

    Jan Baßler
    Geschäftsführer
    Robert-Enke-Stiftung
    Tel.: 05105 7755550
    jan.bassler@nfv.de

    Norbert Moser
    Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG)
    Tel.: 089 50095-209
    Norbert.Moser@vbg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.mentalgestaerkt.de
    http://www.dshs-koeln.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Psychologie, Sportwissenschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Kooperationen
    Deutsch


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