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01.08.2011 13:26

Hohe Forschungskompetenz von Master-Absolventen der Biotechnologie

Ralf-Peter Witzmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Lausitz (FH)

    Master-Absolventen aus dem Studiengang Biotechnologie der Hochschule Lausitz (FH) in Senftenberg weisen durch begutachtete Veröffentlichungen immer stärker ihre Forschungskompetenz nach.

    Elf Jahre nachdem die ersten Studenten in Senftenberg das Biotechnologie-Studium aufgenommen hatten, lässt sich im 20. Jahr des Bestehens der Hochschule eindrucksvoll belegen, wie erfolgreich die inzwischen als Promovenden weltweit forschenden Absolventen sind.

    Als Maß dafür gilt in der Scientific Community der Output an Erstautor-Veröffentlichungen in begutachteten Fachzeitschriften. Dort werden die Ergebnisse, die in der Regel in Laborexperimenten über Zeiträume von ein bis drei Jahren erarbeitet wurden, eingereicht und anonym von Spezialisten bewertet. Je nach Rang der Zeitschrift sind die Kriterien bei der Entscheidung, ob der Artikel angenommen wird oder nicht, sehr hart.

    Jetzt besuchte die aus Cottbus stammende Bachelor- und Masterabsolventin Laura Schöckel, die in Senftenberg von 2003 bis 2009 studiert hatte, den damaligen Studiendekan Professor Klaus-Peter Stahmann und übergab ihren ersten Artikel.

    Darüber freuten sich nicht nur Professor Stahmann, sondern alle Kollegen, die am Studiengang beteiligt sind. Denn dadurch wird zweierlei deutlich: Erstens hat sich Laura Schöckel an der Hochschule wohl gefühlt und kehrt gerne zurück. Zweitens beweist sie mit der Veröffentlichung ihre Forschungskompetenz. Als erstgenannter Autor auf einer Veröffentlichung zu stehen, spricht dafür, dass das Ziel der Masterausbildung, nämlich selbständig zu forschen, erreicht wurde.

    Laura Schöckel arbeitet seit zweieinhalb Jahren an der Universität Bayreuth an ihrer Dissertation. Unter der Anleitung ihres Doktorvaters, Professor Olaf Stemmann, hat sie hunderte von Experimenten zur Zellbiologie durchgeführt. Es gelang ihr, einen bei der Teilung von Zellen wichtigen Schritt mechanistisch zu erklären. Da dieser Mechanismus elementar ist, konnte sie die Ergebnisse in einer der weltweit angesehensten Fachzeitschriften, Nature Cell Biology (http://www.nature.com/ncb/journal/vaop/ncurrent/full/ncb2280.html), veröffentlichen.

    Im Bereich der Lebenswissenschaften gibt es etwa 8.000 Fachzeitschriften. Diese werden, je nach Häufigkeit der Zitierungen ihrer Artikel, bewertet. Sie erhalten dazu einen sogenannten „Impact Factor“. Nach diesem Faktor gehört Nature Cell Biology zu der Spitzengruppe der angesehensten 50 Fachzeitschriften für biomedizinische Forschung weltweit.

    Natürlich gehört zu solch einem Erfolg auch das nötige Quantum Glück, aber Veröffentlichungen von Master-Absolventen der Hochschule Lausitz als Erstautoren sind inzwischen die Regel geworden. Deutlich über zwanzig solcher Originalarbeiten haben inzwischen die Bibliotheken bereichert (nähere Informationen zu den Originalarbeiten und zum Studiengang Biotechnologie der Hochschule Lausitz unter: http://www.hs-lausitz.de/biotechnologie.html).

    Alle Lehrenden der Fakultät für Naturwissenschaften wünschen sich weiterhin solche Erfolge ihrer Absolventen, denn dann haben sich die Vorlesungen, Seminare, Praktika und Prüfungen gelohnt.

    Auf die Frage von Professor Stahmann an die Absolventin Laura Schöckel, was sie denn im Rahmen ihres Biotechnologie-Studiums am meisten voranbrachte, kam klar zum Ausdruck, dass die starke Ausprägung des problemorientierten Arbeitens, das heißt so viel wie möglich im Labor und nur so wenig wie nötig im Vorlesungssaal, das Wichtigste sei.

    Weitere Informationen:

    Prof. Dr. rer. nat. Klaus-Peter Stahmann
    Hochschule Lausitz (FH)
    Studiengang Biotechnologie
    Tel.: 03573 85-913
    E-Mail: Klaus-Peter.Stahmann@hs-lausitz.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler
    Biologie, Chemie, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Wissenschaftliche Publikationen
    Deutsch


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