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19.08.2011 13:42

Neuer dualer Bachelor „Pflege“ an der Hochschule Regensburg

Dipl.-Sportwissenschaftlerin Diana Feuerer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Regensburg

    Die Hochschule Regensburg (HS.R) und der Bezirk Oberpfalz, vertreten durch seine Sonderkrankenhäuser, haben am 9. August 2011 gemeinsam einen neuen dualen Studiengang „Pflege“ ins Leben gerufen. Der Bezirk finanziert dafür eine Stiftungsprofessur an der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften. Die Kooperationsverträge unterzeichneten Bezirkstagspräsident Franz Löffler, HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein und Kurt Häupl, Werkleiter der Sonderkrankenhäuser.

    Ziel der Kooperation ist die gemeinsame inhaltliche Entwicklung und Realisierung des Studiengangs Pflege als duales Studium, in das die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflege integriert ist und das mit dem akademischen Grad „Bachelor of Science“ abgeschlossen wird. Anstoß dafür ist, dass Pflegekräfte zunehmend anspruchsvollere und komplexere Aufgaben übernehmen müssen, zum Beispiel medizinische und therapeutische Tätigkeiten, Beratung, Steuerung und Optimierung von Behandlungsprozessen. Dies erfordert eine zunehmende Akademisierung der Profession Pflege.

    Der Studiengang umfasst insgesamt neun Semester und ist in zwei Abschnitte gegliedert: In den ersten sechs Semestern erfolgt parallel zu einer dreijährigen Berufsausbildung an der Berufsfachschule für Krankenpflege am Bezirksklinikum das Studium an der Hochschule in Teilzeit. Die Hochschule erkennt dabei bestimmte Lerninhalte der Berufsausbildung an. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen und staatlich anerkannten Berufsabschluss-Prüfung erfolgt ein zweiter, dreisemestriger Abschnitt in Vollzeit an der HS.R. Dieser schließt mit dem Grad Bachelor of Science ab.

    Bezirkstagspräsident Franz Löffler würdigte den neuen Studiengang als wichtigen Schritt zur Stärkung der Pflegeberufe. Der Bezirk sehe sich in der Pflicht, auf den bereits spürbaren und künftig weiter steigenden Fachkräftemangel im Bereich Pflege zu reagieren. Regensburg sei zudem ein wesentlicher Standort für Medizin in Lehre, Forschung und Praxis. Mit der jetzigen Kooperation werde nicht nur der Bedeutung des zweiten Pfeilers des Gesundheitswesens, der Pflege, Rechnung getragen; es entstünde darüber hinaus ein bislang einzigartiges Bildungsangebot im ostbayerischen Raum.

    „Für die Hochschule Regensburg ist diese Kooperation ein Meilenstein in der weiteren Entwicklung“, so der Präsident der Hochschule Regensburg, Prof. Dr. Josef Eckstein. „Der Bezirk hat mit der Stiftung dieser Professur, die auf sechs Jahre verteilt ein Gesamtvolumen von fast einer halben Million Euro umfasst, den entscheidenden Anstoß gegeben, das Studien- und Forschungsangebot der HS.R um den Bereich der Gesundheitswissenschaften zu erweitern.“ Zugleich betonte er, dass die Hochschule ihren Betrag zur weiteren Professionalisierung der Pflegeberufe leisten wolle und dafür aus eigenen Mitteln eine weitere Professur geschaffen habe. Hervorragend ausgebildete Fachkräfte erhalten somit an der HS.R Zugang zu einer akademischen Anschlussqualifizierung. Was zunächst für die Pflegeberufe realisiert wird, soll später durchaus auf weitere Gesundheitsberufe erweitert werden.

    „Es ist kein Geheimnis, dass der demografische Wandel in der Pflege doppelt spürbar ist: Die zunehmende Überalterung der Bevölkerung trifft auf einen nicht zu leugnenden Mangel an Pflege-Fachkräften. Die Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (MedBO) engagieren sich daher bereits seit einigen Jahren im Bereich der Ausbildungs-integrierten Studienangebote. Ein dualer Studiengang am Standort Regensburg - sozusagen im kleinen Grenzverkehr zwischen dem Gelände der Hochschule und dem Bezirksklinikum – ist wesentlicher Baustein unserer Personal- und Ausbildungsstrategie“, erläuterte Kurt Häupl, Werkleiter des Bezirksklinikums und MedBO-Geschäftsführer.

    ***
    MedBO GmbH – Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz:
    Die Welt von MedBO widmet sich den Schwerpunkten Neurologie, Psychologie und Psychiatrie sowie Pflege und Forensik. Als Gesundheitszentrum in öffentlicher Trägerschaft verbinden wir in besonderer Weise die Aufgaben einer differenzierten regionalen und überregionalen Versorgung auf höchstem medizinischem und pflegerischem Niveau mit den Möglichkeiten von Forschung und Lehre. An sechs Standorten in der gesamten Oberpfalz betreiben wir Einrichtungen mit stationärem, teilstationärem und ambulantem Angebot. Zwei Universitätskliniken zählen ebenso zu unserer Organisation wie die Berufsfachschule für Krankenpflege und das Institut für Bildung und Personalentwicklung IBP, das größte Bildungsinstitut im Gesundheitsbereich in Ostbayern. Infos unter www.medbo.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin, Pädagogik / Bildung, Psychologie
    überregional
    Kooperationen, Studium und Lehre
    Deutsch


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