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07.09.2011 12:04

Killerkeim oder Serotyp O157:H7? Differenzen zwischen Medien und Wissenschaft sind vermeidbar

Antje Schütt Geschäftsstelle TMF e.V.
TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

    TMF-Workshop am 20. September 2011 in Berlin

    (Infektions-)Forscher und Journalisten stellen ihre Anforderungen an die Zusammenarbeit dar. Aus der Analyse der Kommunikation rund um Schweinegrippe und EHEC werden Lehren für die Zukunft gezogen. Kommunikationswissenschaftler und -berater ergänzen die verschiedenen Sichtweisen. Ziel ist, die Basis für die künftige Zusammenarbeit zwischen Medien und Wissenschaft zu stärken.

    Wissenschaftler brauchen die Medien, um die Öffentlichkeit und die Politik zu erreichen. Die Öffentlichkeit ist auf Informationen aus der Wissenschaft angewiesen, um Entscheidungen fundiert treffen zu können. Journalisten stehen als Vermittler dazwischen: sie arbeiten die Informationen auf, ordnen sie ein und bewerten sie. Dabei ist es in der Vergangenheit schon oft zu Missverständnissen gekommen, deren Ursachen in der grundverschiedenen Arbeitsweise von Medien und Wissenschaft liegen.

    Die Journalisten brauchen – sofort! – Ansprechpartner, die den jeweiligen Sachverhalt allgemeinverständlich auf den Punkt bringen und die es wagen, die aktuelle Lage einzuschätzen. Die Medien stehen untereinander in Konkurrenz und müssen Sachverhalte oftmals zuspitzen, um ihrem Publikum gerecht zu werden. Wissenschaftler dagegen legen Wert auf Genauigkeit und eine ausgewogene Darstellung; sie müssen auf ihre wissenschaftliche Reputation achten. Leicht entstehen wechselseitige Unzufriedenheiten.

    In dem Workshop werden (Infektions-)Forscher und Journalisten ihre jeweiligen Anforderungen darstellen. Aus der Analyse der Kommunikation rund um Schweinegrippe und EHEC sollen Lehren für die Zukunft gezogen werden. Kommunikationswissenschaftler und -berater werden die verschiedenen Sichtweisen ergänzen. Ziel ist es, die Basis für die künftige Zusammenarbeit zwischen Medien und Wissenschaft zu stärken.

    Zielgruppe sind Wissenschaftler, Wissenschafts- und Nachrichtenjournalisten sowie Wissenschaftskommunikatoren, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Medien handeln.

    PROGRAMM

    10.00 Uhr Begrüßung
    Prof. Dr. Stephan Ludwig (FluResearchNet | Universität Münster)

    10.15 Uhr Wissenschaftskommunikation im Krisenfall
    - H1N1- und EHEC-Krise: Hergang und Lehren für die Kommunikation
    Prof. Dr. Reinhardt Burger (Robert-Koch-Institut, Berlin)
    - Panikmache oder einfach Journalismus? Schweinegrippe 2009 aus Sicht der Journalismusforschung
    Daniel Nölleke (Universität Münster)

    11.15 Uhr Kaffeepause

    11.30 Uhr Wie Medien ticken
    - Printmedien – Wissenschaftsressort
    Dr. Christina Berndt (Süddeutsche Zeitung)
    - Printmedien – Boulevard (Ressort Leben & Wissen)
    Sarah Majorczyk (BILD) [angefragt]
    - Magazinjournalismus – TV
    Friedrich Kurz (Frontal 21)

    13.30 Uhr Mittagspause

    14.30 Uhr Wissenschaftler und Medien
    - Über die Ambivalenz von Wissenschaftlern im Verhältnis zu den Medien
    Prof. Dr. Beatrice Dernbach (Hochschule Bremen)

    15.00 Uhr Wie man Risiken vermitteln kann
    - Beispiel Impfung: Wahrnehmung von Risiken in der Öffentlichkeit
    Dr. Cornelia Betsch (Universität Erfurt)
    - Best Practice:Etablierung eines L4-Labors in Marburg
    Dr. Markus Eickmann (Universität Marburg)

    15.30 Uhr Kaffeepause

    16.00 Uhr Handlungsempfehlungen für die Praxis
    - Raus aus dem Elfenbeinturm: Dann kapieren es auch Laien
    Detlef Untermann (Butterfly Communications, Berlin)

    16.30 Uhr Round table
    Konkretisierung von Maßnahmen: Diskussion mit Referenten und Publikum

    17.30 Uhr Ende

    ORGANISATORISCHES

    Termin:
    20. September 2011
    10.00 bis 17.30 Uhr

    Ort:
    Veranstaltungsräume der TMF
    Georgenstraße 22 | 10117 Berlin

    Anreise:
    Vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn eine Station bis zum S-Bahnhof Friedrichstraße. Der Eingang zu den Räumen in der Georgenstraße 22 liegt gleich gegenüber dem Bahnhof.

    Leitung:
    Prof. Dr. Stephan Ludwig (FluResearchNet)
    für die Arbeitsgruppe Zoonosen und Infektionsforschung
    Wiebke Lesch (Kompetenznetz Angeborene Herzfehler)
    für die Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit

    Ansprechpartner:
    Geschäftsstelle TMF e.V.
    Josefine Güthling (organisatorische Fragen)
    Tel.: 030 - 31 01 19 54 | E-Mail: info@tmf-ev.de
    Antje Schütt (inhaltliche Fragen)
    Tel.: 030 - 31 01 19 56 | E-Mail: antje.schuett@tmf-ev.de
    Dr. Ilia Semmler (inhaltliche Fragen)
    Tel: 030 - 31 01 19 72 | E-Mail: ilia.semmler@tmf-ev.de

    Teilnahme:
    Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenfrei möglich. Eine Anmeldung ist erforderlich. Sie erfolgt online unter http://www.tmf-ev.de/anmelden.


    Weitere Informationen:

    http://www.tmf-ev.de/Termine/ctl/Details/Mid/785/ItemID/546.aspx - Terminankündigung, Programm und Anmeldelink


    Anhang
    attachment icon Einladungs- und Programmflyer [PDF]

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


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