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28.09.2011 13:53

Die Thoraxklinik-Heidelberg wird als Tochter in das Universitätsklinikum Heidelberg eingegliedert

Dr. Annette Tuffs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Heidelberg

    Wissenschaftsministerin Bauer: „Fächerspektrum des Uniklinikums wird vervollständigt“ / Engere Zusammenarbeit in Krankenversorgung und Forschung

    Am 28. September 2011 haben das Universitätsklinikum Heidelberg und die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg rückwirkend zum 1. Juli 2011 einen Vertrag zur Übertragung der Anteile der Thoraxklinik Heidelberg-Rohrbach auf das Klinikum geschlossen. Die Thoraxklinik, die über 310 Betten verfügt und rund 800 Mitarbeiter hat, wird künftig als GmbH in das Universitätsklinikum eingegliedert. Das Klinikgebäude und das Gelände bleiben im Besitz der Rentenversicherung und werden vom Universitätsklinikum gepachtet.

    „Die Thoraxklinik ist eine der größten Akut-Lungenfachkliniken in Deutschland und für ihre exzellente Krankenversorgung und Forschung bekannt“, sagte die Wissenschaftsministerin des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, bei der Pressekonferenz am 28. September 2011 in Heidelberg. „Deshalb freue ich mich, dass sie nun das Fächerspektrum des Universitätsklinikums Heidelberg vervollständigt.“

    Früherer Gesellschafter Rentenversicherung zieht sich aus Akutversorgung zurück

    Gesellschafter der Thoraxklinik war bis zum 1. Juli 2011 die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg. „Der Übertragungsvertrag bildet den logischen Schlussstein der im Jahr 2003 begonnenen Kooperation mit dem Universitätsklinikum und der Medizinischen Fakultät Heidelberg“, sagte Andreas Schwarz, Mitglied der Geschäftsführung der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg. Die Rentenversicherung ziehe sich in Heidelberg aus der Akutversorgung lungenkranker Patienten zurück und könne sich dadurch stärker auf ihr Kerngeschäft der sozialen Absicherung im Alter und der Rehabilitation bei drohender Erwerbsunfähigkeit konzentrieren.

    „Das Universitätsklinikum Heidelberg profitiert von der noch engeren Zusammenarbeit mit der Thoraxklinik“, betonte der Leitende Ärztliche Direktor Professor Dr. J. Rüdiger Siewert. Mit der Ergänzung durch das Fach Lungenheilkunde könne das Universitätsklinikum seinen Patienten nun alle wichtigen Bereiche der Krankenversorgung anbieten. Bereits bestehende Kooperationen würden ausgebaut und neue Synergien entwickelt, vor allem gemeinsam mit den Abteilungen Radiologie, Strahlentherapie, Kardiologie und Herzchirurgie und dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen NCT, in dem die Thoraxklinik bereits aktives Mitglied ist.

    Die Thoraxklinik zeichne sich nicht nur durch ihre hervorragenden medizinischen Leistungen aus, sondern sei auch finanziell und baulich in einem sehr guten Zustand, erklärte die Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, Irmtraut Gürkan. Bereits geplante Neubauten wie ein neuer OP-Trakt würden umgesetzt; im Wirtschaftsbereich und in der Logistik, z.B. Apotheke und Labor, wird eine enge Kooperation aufgebaut. „Für die Beschäftigten haben wir in Abstimmung mit der Deutschen Rentenversicherung ein gutes Paket zur Beschäftigungssicherung schnüren können.“

    „Ich bin davon überzeugt, dass der eingeschlagene Weg der „richtige“ für die Zukunftsentwicklung der Thoraxklinik ist“, erklärte der Geschäftsführer der Thoraxklinik, Roland Fank. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum werden wir den noch folgenden Herausforderungen und dem Wandel im Gesundheitswesen besser begegnen können.

    Gemeinsamer Erfolg beim Wettbewerb „Deutsches Zentrum für Lungenforschung“

    In der Forschung profitieren Klinikum und Thoraxklinik ebenfalls von dem engeren Verbund. „Ohne die Thoraxklinik hätten wir den Zuschlag als einer der Standorte des Deutschen Zentrums für Lungenforschung im vergangenen Jahr nicht bekommen“, sagte der Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg, Professor Dr. Claus Bartram. Die damit verbundenen Drittmittel kommen der Thoraxklinik sowie Abteilungen des Klinikums zugute.

    Die Thoraxklinik verfügt bereits über zwei Lehrstühle an der Medizinischen Fakultät; ein dritter ist derzeit ausgeschrieben. Im vergangenen Jahr konnten Drittmittel in Höhe von 2,1 Millionen Euro eingeworben werden. In der Lehre werde sich nichts ändern, sagte der Dekan. Mit ihren Lehrstuhlinhabern und als Akademisches Krankenhaus beteilige sich die Thoraxklinik bereits seit vielen Jahren am Studentenunterricht.

    Weitere Informationen im Internet:
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Presseunterlagen.22.0.html

    Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
    Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
    Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

    Bei Rückfragen von Journalisten:
    Dr. Annette Tuffs
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
    und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
    Im Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
    Tel.: 06221 / 56 45 36
    Fax: 06221 / 56 45 44
    E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

    Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

    138 / 2011


    Weitere Informationen:

    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Presseunterlagen.22.0.html Presseunterlagen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


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