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30.09.2011 12:58

Zellforscher mit einem klaren Zukunftskonzept

Philipp Kressirer Kommunikation und Medien
Klinikum der Universität München

    Prof. Dr. Reinhard Henschler: Neuer Chef der Abteilung für Transfusi-onsmedizin, Zelltherapeutika und Hämostaseologie
    Professor Dr. Reinhard Henschler (Jahrgang 1959) übernimmt ab dem 1.10.2011 die Professur für Transfusionsmedizin und Zelltherapeutika und damit die Leitung der eigenständigen Abteilung am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität. Zeitgleich wird diese Abteilung laut einem Beschluss des Aufsichtsrates in Abteilung für Transfusionsmedi-zin, Zelltherapeutika und Hämostaseologie (die Lehre von der Blutge-rinnung) umbenannt. Vorgänger Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Schramm ist in den Ruhestand gegangen.

    Der gebürtige Würzburger Henschler studierte Humanmedizin in Würzburg und in Mainz, wo er im Fach Molekulare Pharmakologie promovierte. Wichtige Stationen waren ein Postdoktoranden‐Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Auslandsaufenthalt am CRC Paterson Institute for Cancer Research in Manchester/UK. Henschler kommt von der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Er war seit 1999 Leiter der Abteilung Produktion am Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie am DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen. Weiterhin führte er die wissenschaftliche Arbeitsgruppe Stammzellbiologie und seit 2009 die Stabsstelle Forschung und Entwicklung; diese koordiniert die Aktivitäten im Forschungs- und Entwicklungsbereich des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg/Hessen. 2005 habilitierte er sich in experimenteller Medizin. Seine Forschungstätigkeiten umfassen die Techniken der Knochenmark-Langzeitkultur, die Regulation der Migration von Stammzellen, die Transplantation von Blutstammzellen und somatische Zell- und Gentherapie.

    Der Zellforscher über seine neue Aufgabe in München: „Wesentliche Ziele der Abteilung sind die jederzeit optimale Versorgung des Klinikums mit Blut- und Zellpräparaten und mit Diagnostik im Bereich der Immunhämatologie und der Transplantationsimmunologie sowie die klinische Versorgung von Patienten mit hämostaseologischen Krankheitsbildern. Für letztere stehen in der Medizinischen Klinik Innenstadt eine eigene Patientenambulanz und Labors für überregional nachgefragte Spezialuntersuchungen zur Verfügung. Die Abteilung kann auf wichtige Vorleistungen der Mitarbeiter in den letzten Jahren aufbauen, nämlich den Aufbau einer inzwischen fast autarken Versorgung des Klinikums mit selbst hergestellten Thrombozytenkonzentraten und der Herstellung sämtlicher im Klinikum angewendeten Präparate für Stammzelltransplantationen für Patienten mit hämatologischen Erkrankungen.“

    Als ein Hauptziel fokussiert Prof. Henschler, im Rahmen des Interdisziplinären Zentrums für Zelltherapie am Klinikum der Universität München (IZZTKUM) in enger Zusammenarbeit mit anwendenden Kliniken, weitere Zelltherapeutika – z. B. als Prüfpräparate für klinische Studien – zu entwickeln und entsprechend den behördlichen Vorgaben einsatzfertig zu machen. „Besonders im Bereich der so genannten Regenerativen Medizin, der Gentherapie und der Modulation des Immunsystems steigt der Bedarf stetig“, so Henschler. „Dabei sind zahlreiche regulatorische Anforderungen zu bewältigen, die im Fach Transfusionsmedizin für Blutpräparate schon seit langem gelten und wo weitreichende Erfahrung vorliegt.“

    Die Abteilung hat außerdem in den letzten zwei Jahren in tragenden Rollen die Bayerische Gewebebank GmbH mit aufgebaut. Dieses Engagement soll fortgesetzt werden und damit Synergien für eine optimale Versorgung des Klinikums mit Gewebepräparationen für Transplantationen genutzt werden. Im Bereich der Zelltherapeutika soll Henschlers Arbeitsgruppe für die Entwicklung von Zellpräparaten eigene Entwicklungsprojekte aufbauen, an bestehende Projektverbünde angegliedert werden, und in das Interdisziplinäre Zentrum IZZTKUM und weiterer Zentren vor allem im Transplantationsbereich eingebunden werden. Prof. Henschler: „So soll die Leistungsfähigkeit des Klinikums im Rahmen einer international kompetitiven Versorgung mit Zellpräparaten, mit Diagnostik im Bereich der Transplantationsmedizin und mit hämostaseologischen Patientenleistungen unter Einschluss der Weiterentwicklung der Gebiete auch im Bereich der universitären Lehre nachhaltig gestärkt werden.“

    Kontakt:
    Abteilung für Transfusionsmedizin
    Zelltherapeutika und Hämostaseologie
    Prof. Dr. Reinhard Henschler
    Tel. 089/70 95-37 00 Campus Großhadern
    Tel. 089/51 60-22 86 Campus Innenstadt
    E-Mail: reinhard.henschler@med.uni-muenchen.de

    Klinikum der Universität München
    Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2010 an den Standorten Großhadern und Innenstadt 465.000 Patienten ambulant, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 45 Fachkliniken, Institute und Abteilungen sowie 35 interdisziplinäre Zentren verfügen über mehr als 2.200 Betten. Von insgesamt über 10.000 Beschäftigten sind rund 1.800 Mediziner. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2010 rund 70 Millionen Euro an Drittmitteln verausgabt und ist seit 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.
    Gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität ist das Klinikum der Universität München an sechs Sonderforschungsbereichen der DFG (SFB 455, 571, 594, 596, 684, 824), an drei Sonderforschungsbereichen-/Transregio (TR 05, TR 22, TR 36), einer Forschergruppe (FOR 535) sowie an drei Graduiertenkollegs (GK 1091 und 1202, SFB-TR 36) beteiligt. Hinzu kommen die drei Exzellenzcluster „Center for Integrated Protein Sciences“ (CIPSM), „Munich Center of Advanced Photonics“ (MAP) und „Nanosystems Initiative Munich“ (NIM) sowie die Graduiertenschule „Graduate School of Systemic Neurosciences“ (GSN-LMU).
    Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.klinikum.uni-muenchen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


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